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Vom Alkoholverbot zum Gesundheitsmanagement. Entwicklung der betrieblichen Suchtprävention 1800 - 2000.
 
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Vom Alkoholverbot zum Gesundheitsmanagement. Entwicklung der betrieblichen Suchtprävention 1800 - 2000. [Broschiert]

Elisabeth Wienemann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 528 Seiten
  • Verlag: Ibidem Verlag; Auflage: 1. Aufl. (13. November 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898210766
  • ISBN-13: 978-3898210768
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 16,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.471.164 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

K. Hupfer: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, 08/2002

Anhand einer beeindruckenden Datenfülle gibt Elisabeth Wienemann in diesem Buch einen Überblick über den gesellschaftlichen und betrieblichen Umgang mit Alkohol in den letzten drei Jahrhunderten. (...) Neueste Konzepte betonen die Notwendigkeit einer frühen, klientenzentrierten Beratung, lange vor Entwicklung einer manifesten Abhängigkeit und Einbettung der Suchtberatung in ein umfassendes Gesundheitsmanagement. Wer sich dafür interessiert, wie Suchtprobleme durch die Jahrhunderte gesellschaftlich gesehen und gehandhabt wurden, hat mit diesem Buch eine umfassende, gut recherchierte Informationsquelle.

Kurzbeschreibung

Jenseits des kurzfristigen und meist nur oberflächlichen Interesses der großen Öffentlichkeit an spektakulären Fällen des Alkohol- und Drogenkonsums stellen sich viele Betriebe und Verwaltungen bereits seit Jahren den Suchtproblemen am Arbeitsplatz. Mehr oder weniger ausdifferenzierte betriebliche Programme zur Suchtprävention und Suchthilfe sind das Ergebnis. Die Spanne reicht dabei vom bloßen Alkoholverbot bis zu sorgfältig entwickelten Angeboten der Gesundheitsförderung.
Das Buch von Elisabeth Wienemann bietet dem Leser erstmals einen ausführlichen historischen Überblick über die Entwicklung der betrieblichen Suchtprävention in den USA und in Deutschland und die Entstehung der betrieblichen Suchtarbeit. Elisabeth Wienemann ist jedoch weit mehr gelungen, als nur eine Geschichte der betrieblichen Suchtprävention und ihrer Professionalisierung zu schreiben. Detailliert und faktenreich wird der Wandel der Haltungen zum Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz in den historischen Ausprägungen illustriert und werden die vielfältigen Funktionen des Alkoholkonsums für die Arbeitenden entfaltet, zum Beispiel zu der Zeit der Prohibition in den USA. In einzigartiger Weise beleuchtet Elisabeth Wienemann die schillernden Facetten des Einflusses gesellschaftlicher Interessengruppen auf das Suchtthema und zeigt deren Aktivitäten und Widersprüche auf:
in der bürgerlichen Frauenbewegung,
in der Zeit der Entstehung der sozialen Arbeit im Betrieb,
in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung,
in der Entwicklung der Arbeitswissenschaft und des Arbeitsschutzes,
in der Antialkoholbewegung in Deutschland bis 1945,
in der Selbsthilfebewegung der Anonymen Alkoholiker,
in der Alkohol-am-Arbeitsplatz-Bewegung der 70er- und 80er-Jahre und
im Bereich der professionell und nebenamtlich in der Suchtarbeit Tätigen.

Das Buch benennt aber auch die problematischen Seiten der Entwicklung des gesellschaftlichen Interesses am Suchtthema wie zum Beispiel die "rassenhygienische" Beeinflussung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die soziale Ausgrenzung des sogenannten asozialen Trinkers in den 20er- und 30er- Jahren sowie die Verführbarkeit der Antialkoholbewegung in der Zeit des Nationalsozialismus.
Die fehlende Aufarbeitung dieser Traditionen zeigte Wirkung in der unkritischen Übernahme von überholten Elementen des sozialen Drucks auf suchtgefährdete Personen in den Anfängen der betrieblichen Suchtarbeit. Damit angesichts steigender Leistungsanforderungen in Wirtschaft und Verwaltung nicht das Bedürfnis nach Kontrolle, sondern der Wunsch nach Hilfe das leitende Prinzip bleibt, setzt sich die Autorin für die Verständigung über eine Ethik der Suchtprävention und Suchthilfe im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ein.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Suchtprävention 31. Dezember 2003
Ich habe das Buch im Rahmen einer Hausarbeit über Suchtprävention in Betrieben benutzt. Es handelt sich um ein sehr ausführliches Buch mit vielen historischen Daten über die Entwicklung der betrieblichen Suchtprävention in den USA und in Deutschland. Erfreulich ist die klare Struktur und die leichte Verständlichkeit der Texte. Dieses Buch bezeugt die hohe fachliche Qualifikation der Autorin und verdient somit gerechter Weise 5 Sterne.
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