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Alk: Fast ein medizinisches Sachbuch
 
 
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Alk: Fast ein medizinisches Sachbuch [Taschenbuch]

Simon Borowiak
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453600487
  • ISBN-13: 978-3453600485
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.265 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Simon Borowiak
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Borowiak weiß, wovon er schreibt. Er kennt, daraus macht er keinen Hehl, den Rausch, das Leben mit Alk, Entzug, Entgiftung, Entwöhnung, Rückfälle, die gängigen Therapie- und Behandlungsformen aus eigener Erfahrung. Er berichtet in "Alk" von Erkenntnissen und Möglichkeiten, nicht von seinem persönlichen Kampf. Aber er wendet eine Waffe an, die nicht nur in der Literatur zur eleganten Selbstverteidigung taugt: Komik." (taz )

"Simon Borowiak ist ein geniales Buch gelungen, … das nicht trocken über das Thema Alkohol schreibt, sondern den Leser mitnimmt auf (s)eine ganz persönliche Reise. Eine Reise, die sich lohnt, denn am Ende der 174 Seiten hat man das Gefühl, tatsächlich alles über Rausch, Entgiftung, Rückfall, Trinkmotive und Behandlungsformen - kurz alles über Alk - zu wissen." (Deutschland Radio )

Kurzbeschreibung

DAS Buch für Alkoholabhängige, suchtgefährdete Jugendliche, Ärzte, Genuss-, Gelegenheits- und Profitrinker

Wie sieht ein Rausch von innen aus? Wie funktioniert eine Entgiftung? Bin ich Alkoholiker? Und wenn ja: Muss ich jetzt in die Gosse? Aus der Sicht eines Betroffenen, aber ganz ohne Betroffenheit, nähert sich Simon Borowiak dem heiklen Thema Alkoholismus mit all seinen Facetten – fachlich fundiert, aber verständlich, witzig-ironisch und dabei stets schonungslos direkt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

97 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Ultimum, 6. März 2006
Am Anfang denkt man vielleicht kurz (vor allem wenn und und weil man so eine Schreibart, wie der Rezensent, nicht so gewohnt, und wenn man, wie der Rezensent, „Betroffener“ ist): Was ist das denn?
Aber je länger ich gelesen habe, desto begeisterter war ich. Geschlossen habe ich das Buch dann mit der festen Überzeugung, daß es das beste zum Thema ist, das ich überhaupt bisher gelesen habe. Und ich habe einige gelesen.
Einesteils ist es dem Autor gelungen, in seinen eigenen Worten, dem Leser das „Medizinische ins Menschliche“ zu übersetzen. Und mehr als das, er weicht mit SEHR guten Argumenten teilweise von den kanonischen Ansichten ab.
Dieser Autor scheint alles zu wissen. Bis hin zum Frauenalkoholismus, den er aus naheliegenden Gründen im Gegensatz zu anderen vielleicht auch noch von innen kennt. Ständig (wenn man nicht grade lacht!) sagt man sich beim Lesen: Ja, so ist es!
Anderenteils berichtet er auf wirklich enorm witzige Weise von seinen Erfahrungen im medizinisch-therapeutischen Apparat. Irgendwie schafft er es, extreme Drastik doch mit einer stellenweise fast rührenden Einfühlsamkeit zu verbinden. Er ist eben (stellenweise) drastisch, nie aber zynisch. Er zieht den Leser durch dauernde Wechselbäder des zitternden Schauderns und des bebenden Lachens. Und doch hat man am Ende das Gefühl, daß das Ganze angemessen abgehandelt wurde. Das grenzt an Magie.
Er rückt einiges zurecht, was schon lange mal in dieser Deutlichkeit in Alk-Büchern hätte stehen müssen. Zum Beispiel seine Ausführungen über die so unglückselige „Krankheitseinsicht“. Über manche Ärzte und manches Pflegepersonal. Trotzdem lässt er keine Mißverständnisse aufkommen, daß schiere Erwartungshaltung und Passivität niemals zielführend sein werden.
Kurzum: NUR zu empfehlen. Für alle, die damit zu tun haben oder sich interessieren. Und das Buch, von dem man unübertrieben sagen kann, daß es alle anderen Sachbücher zum Thema überflüssig macht. Daß es wissenschaftlich und literarisch das Ultimum ist. Grausam, wahrhaftig, schön und witzig zugleich.
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87 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Genau so ist es, 13. Oktober 2006
Am meinen fast letzten Tag in meiner Suchtklink am Büchertisch wurde ich dazu gedrängt mit Alk von Simon Borowiak zu kaufen. Und jetzt kann ich sagen: Danke für den Tipp!

Es ein Buch eines Betroffenen, der alles mitgemacht hat und deshalb völlig authentisch wirkt. Und er lässt auch keinen aus:

Angehörige

Suchtberater

Mitpatienten

Schwestern der Entgiftung ( gute und schlechte)

und natürlich musizierende Therapeuten!

Am meisten beschäftigt er sich jedoch mit uns, den Betroffenen. Ehrlich, schonungslos und richtig. Ich als selbst Betroffener ,bzw. ehemaliger Profi bis Voll-Profi im (leider noch nicht anerkannten) Boro Schema, habe mich ständig wiedergefunden. Genauso fühlt es sich an , genauso habe ich auch gehandelt. Und Borowiak zeigt einen Weg aus der Sucht auf, auch wenn der sicherlich nicht einfach ist.

Am meisten beeindruckt hat mich neben dieser Offenheit sein Schreibstil. Ich habe selten so gelacht, obwohl ich ein Buch über Alkoholismus gelesen habe. Dieser Schreibstil hat dazu geführt, das ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Und je länger ich gelesen habe, desto begeisterter war ich. Geschlossen habe ich das Buch dann mit der festen Überzeugung, dass es das beste zum Thema ist, das ich überhaupt bisher gelesen habe. Und ich habe einige gelesen. Und nicht nur in meiner Suchtklinik.

Und wer schon mal lachen will, wenn er denn noch kann:

Kleine Kostprobe gefällig?

Also Gut:

Als Kontrollverlust bezeichnet der Fachmann nicht den Zustand, da sie unter Alkoholeinfluss Ihren Chef anpöbeln, gegen eine Ampel donnern oder Ihren Nachbarn vergewaltigen. Kontrollverlust bedeutet, dass Sie ein für sich vorab geplantes Trinksystem nicht einhalten konnten. Der Fachmann nennt dies: Nicht mehr über Trinkbeginn, Trinkmenge;Trinkende entscheiden können.

Insgesamt also:

Unbedingt lesen und hoffentlich noch vorhandene Angehörige weitergeben.

Meine Angehörigen fanden es auch sehr gelungen und einen guten Zugang zu meiner Krankheit.
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62 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Borowiak nimmt Abschied vom Alkohol, 23. November 2008
Von 
Dr. Horst Wolfgang Boger (Berlin & Potsdam, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alk: Fast ein medizinisches Sachbuch (Taschenbuch)
Als Simon Borowiak noch als »Simone Borowiak« firmierte, erschien in der TITANIC, 1/1992, das folgende Gedicht, das durchaus geeignet ist, der Autorin/dem Autor einen ewigen Platz auf dem Dichter-Olymp zu sichern:

Hessen nimmt Abschied von Freddie Mercury

Mit fünfundverzisch war schon Schluß.

Des kam vom vielen Koitus.

Der Fred war schwul als wie die Nacht,

Drum hat er's auch net lang gemacht.

Dabei konnt' der doch so schön singe!

Was muß er da noch Kerls bespringe!

Wär er net rein in jedes Bett,

könnt' er noch leben, unsän Fred.

Am Samstag fragt man: Fred, wie geht's?

Am Sonntag sagt er: Isch hab Ehds.

Am Montag kommt er aus dem Haus:

Im Eischensarg. Die Füß' voraus.

Am End' hätt' er noch gern gesunge.

Hätt' er halt net die Jungs besprunge!

Leut'! Sagt Ihr: »Ehds, des krieg isch nie«,

dann denkt an Freddie Mercury.

Borowiaks Buch über den Ethanol-, C2H5OH- oder - ganz kurz - C2-Abusus (vulgo: »Trunksucht«, »Alkoholsucht« oder »Alkoholismus«) ist der Versuch, aufzuklären und dabei qua Schreiben auch mit der eigenen, früheren Alk-Abhängigkeit fertig zu werden.

Borowiak gelingt das erhebliche Kunststück, sowohl handfeste Informationen über die Folgen langjährigen harten Trinkens (Wernicke-Korsakow-Syndrom, Leberzirrhose, Pankreatitis, Ösophagusvarizen, etc.) als auch humoristische Portraits Alk-Abhängiger zwischen zwei Buchdeckeln abzulegen.

Marita, eine 40-jährige Hausfrau und Mutter aus dem Hessischen, wird wegen ihrer bedenklichen Leberwerte von ihrem Arzt nach ihrem Alk-Konsum gefragt. Sie ist um eine Antwort nicht verlegen:

»Isch? Isch doch net! Die Werte müsse von was annerem komme. Vielleischt hab isch was Falsches gegesse? [...] Alkohol trink isch so gut wie gar net. Mal 'n Piccolösche, für 'n Blutdruck. Ja, wann isch morgens ma 'n Piccolösche trinke. [...] Isch bin doch kaan Alkoholikä! Sie könne sisch ja mal mei Wohnung ansehe: Alles tipptopp! Mei Haushalt is im 1-a-Zustand! Bei mir könnte Se vom Boden esse! Un nur, weil isch mal morgens odä mittags 'n Piccolösche trink! [...] Mei Haushalt is in Schuss! Bei mir könnte Se vom Boden trinke!« (S. 155 f.)

Was könnte, was sollte ein C2-Abhängiger sagen, wenn er von der Ehefrau gefragt wird: »Hast du getrunken? Wie viel? Wer ist die Blondine im Bad?« Borowiak empfiehlt: »Natürlich habe ich getrunken, Schatz. Und zwar drei Gallonen Wodka. Und was die Blondine im Bad betrifft: Ich erinnere mich nicht mehr an ihren Namen, aber es kam eventuell zu einer Kohabitation.«

Wie dissimulieren C2-Abhängige ihre Sucht oder wie präsentieren sie ihren C2-Kauf?

»XY kaufte zu jeder Sektflasche eine Glückwunschkarte. Und versteckte zu Hause beides. Weil ihr Mann beim Anblick von Glückwunschkarten inzwischen sofort Bescheid wusste. YZ rechtfertigte den späten Flaschenkauf beim Griechen oder Dönermann grundsätzlich mit einer verlorenen Wette oder überraschendem Besuch. Während der bürgerlichen Einkaufszeiten im Supermarkt hingegen dominieren bei den Frauen der stille Alibi-Zukauf von a) einem Strauß Blumen (Einladung?) oder b) einem Beutel Zwiebeln (Kochen? Besuch?).« (S. 163)

»Ridendo dicere severum« - »Im Lachen Ernstes sagen«, diese hohe Kunst wird hier praktiziert.

Wer therapeutische Hilfe braucht und wissen möchte, wie Entgiftung und Therapie in der Praxis aussehen, erfährt in den Kapiteln 4 (»show me the way to the next entgiftung«) und 8 (»Behandlungsformen«) viel Wissenswertes, aber auch Ernüchterndes.

Man kann dieses Buch allen Leuten empfehlen, die einfach gerne lesen. Lesen s o l l t e n es alle, die selbst unter einem C2-Problem leiden oder gelitten haben oder gefährdete oder unmittelbar betroffene Freunde oder Angehörige haben.
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