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Alix, Anton und die anderen
 
 
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Alix, Anton und die anderen [Gebundene Ausgabe]

Katharina Hacker
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

In "Die Habenichtse" erzählte Katharina Hacker von der Angst einiger Thirtysomethings, sich im Leben festzulegen und erhielt dafür 2006 den Deutschen Buchpreis. Inzwischen schreibt sie über Romanhelden, die Mitte 40 sind und nicht ausgelebten Träumen hinterher trauern: Der Therapeut Jan und die psychisch labile Alix sind verheiratet, aber kinderlos. Der arbeitssüchtige Arzt Anton ist noch immer Single, obwohl er sich eigentlich eine Ehefrau und drei Kinder wünscht. Und der schwule Bernd kämpft sich nach einem abgebrochenen Medizinstudium mal mehr, mal weniger schwermütig mit einer eigenen Buchhandlung durch seine Tage. Oft bleiben Hackers Helden seltsam konturlos und wirken konstruiert, wenn sie im Wechsel vom verpassten Leben erzählen. Doch immer wieder gibt es auch unglaublich eindringliche Textstellen, mit denen Hacker generationstypische Befindlichkeiten auf den Punkt bringt, etwa wenn Bernd den optischen Reizen Jugendlicher erliegt: "Und ihre Körper sind schön, die Nächte sind schön, die große Hingabe, selbst die Gleichgültigkeit, die alles einschmilzt und nichts lässt als die Berührung und die Lust. Mit Anton, der nichts sucht als seine große Liebe, kann ich all das nicht teilen, nur Alix weiß, was ich suche, und sie, auf ihre Weise, sucht es auch." Zudem will Hacker weit mehr als einen Generationenroman. Nebenfiguren wie eine vietnamesische Kellnerin und das offene Ende deuten darauf hin, dass sie die Probleme ihrer Helden mit dem Schicksal von Immigranten kontrastieren will. Doch die innovative Form des Romans hat zum Bruch mit Suhrkamp geführt: Neben der eigentlichen Erzählung gibt es einen zweiten Textblock, der ohne ordnendes System die Handlung ergänzt. "Alix, Anton und die anderen" wird fortgesetzt. Bei einem anderen Verlag. (cs)

Pressestimmen

»Katharina Hacker lässt den Romanbericht in zwei Strängen nebeneinander laufen. ... Dieser zweispaltige Umbruch, der in der schlichtesten Weise die Frage nach der Alternative vor Augen stellt, erweist sich als elegantes Mittel, das dem Roman jene Dimension der philosophischen Reflexion wieder erschließt, die die Höhepunkte der Gattung auszeichnet. Über die verformende Kraft der gestauten Zeit, den unvermeidlichen Gestaltwandel eines scheinbar in herrlicher Freiheit geführten Lebens, glücken Katharina Hacker Passagen von ungeheurer Kraft. Mit Alix, Anton und den anderen geht der Leser durch das halbe Jahr eines präzise beschworenen Berliner Winters ... Dieser Roman von Katharina Hacker ist der erste Teil eines auf mehrere Bände angelegten epischen Projekts, das zu den höchsten Hoffnungen berechtigt.«

(Patrick Bahners Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Katharina Hacker...ist eine subtile und hochsensible Erzählerin. Gerade mit ihrem letzten Roman hat sie viel gewagt und eine feinnervige, reflexive Erzählweise mit einem sozial drastischen Stoff kurzgeschlossen - eine wichtige Kombination...«

(Nicole Henneberg Frankfurter Rundschau )

»Der Roman ruht fest auf starken Szenen, bleibt bei aller Einfühlung erstaunlich leichtherzig. Katharina Hacker hat mit Alix, Anton und die anderen den ersten Teil eines gekonnten Triptychons über die menschliche Einsamkeit vorgelegt.«

(Eva-Maria Lemke )

»Katharina Hacker hat einen kunstvollen Patchwork-Roman geschrieben, ein versiert produziertes Textnetzwerk mit lose verknüpften Erzählfäden.«

(Günter Kaindlstorfer )

»Das Glück des einen ist das Leid eines anderen. Das macht Hacker wiederum ohne Erbarmen klar, indem sie den Roman nach dem unabänderlichen Gesetz des Lebens orchestriert, das besagt: Werden und Vergehen; Leben und Tod; Glück und Schmerz - alles ist eins. Daher verknüpfen sich hier die Geschichten und Geschicke der einzelnen Personen, selbst wo sie nur Randfiguren zu sein scheinen ... So ist nur folgerichtig, dass der Roman selbst in vielen Stimmen zu uns spricht, wie eine Art Gesang, in dem eine Stimme die andere ergänzt und jede Stimme gleich viel zählt. Hacker hat diese Mehrstimmigkeit bis ins Druckbild hinein überführt.«

(Claudia Kramatschek )

»Das Lebensgefühl einer Generation, die glaubte, sich nicht entscheiden zu müssen: Selten wurde es so treffend, so erbarmungslos beschrieben.«

(Britta Heidemann Westdeutsche Allgemeine Zeitung )

»Um falsche Zeitpunkte geht es in diesem wunderbaren Roman, um die Verabschiedung von Träumen und wie man sich einrichtet, Leid verteilt dabei achtgibt, möglichst wenig zu zerbrechen.«

(Bücher-Magazin )

»Katharina Hacker ist eine kluge, nüchterne Erzählerin. Wie auf einem Schachbrett ordnet sie ihre Figuren an, führt Züge mit ihnen aus, positioniert sie, formt Konstellationen, Abhängigkeiten, Schlagkraft. Im Gegenzug kniet sie sich wechselweise in deren Innenleben, evoziert Bilder und Stimmungen für Gefühlslagen, welche die Figuren zwar selber nicht verstehen, aber mit diagnostischer Sorgfalt zur Kenntnis nehmen.«

(Sibylle Birrer Neue Zürcher Zeitung )

Kurzbeschreibung

Im neuen fulminanten und vielstimmigen Roman von Katharina Hacker hat es die Protagonisten, in den Vierzigern, aus ganz unterschiedlichen Gründen, von der deutschen Provinz nach Berlin verschlagen. Alix, Anton und die anderen Freunde, die sich eher zufällig kennengelernt haben, treffen sich regelmäßig bei den Eltern von Alix, meistens Sonntags, und man wandert, in wechselnden Gruppen, um den Schlachtensee. Viele der Freunde sind in »in der Mitte des Lebens«angekommen – und in diesem Winter in der Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts haben sie auf so vieles zu reagieren, daß sie ihre Geschichte rekapitulieren, erzählen, wie sie aus welchen Gründen so geworden sind, wie sie nun zu Beginn der zweiten Lebenshälfte sind. Der Kunst von Katharina Hacker ist es zu verdanken, wenn jeder und jede einzelne mit eigener unverwechselbare Stimme vom Lauf der Dinge berichtet, jeder und jedem dasselbe Erzählrecht zusteht – und so ein Kosmos entsteht, in dem deutsche Geschichte, vergangen und gegenwärtig, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, auf jeder Buchseite dieses Romans sich versammeln.

Über den Autor

Katharina Hacker, geboren 1967 in Frankfurt am Main, studierte ab 1986 Philosophie, Geschichte und Judaistik an der Universität Freiburg. 1990 wechselte sie an die Hebräische Universität Jerusalem. Seit 1996 lebt sie als freie Autorin in Berlin.
Katharina Hacker wurde zur Stadtschreiberin 2005/2006 von Bergen-Enkheim gewählt.
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