Auf kaum eine andere CD einer deutschen Rockband haben deren Fans wohl sehnsüchtiger gewartet, als auf die neuste Scheibe dieser fünf Jungs aus Schwaben. Bereits die beiden Vorgänger »A Friendly Place« und »For The Sake Of Clarity« wurden durchweg positiv aufgenommen und auch live hat sich Sacrety in den letzten Jahren zu einem nur schwer vergleichbaren Phänomen entwickelt. Nicht zuletzt durch die Unterstützung ihrer jahrelang treu gebliebenen und stetig wachsenden Fangemeinde findet mittlerweile nur noch relativ wenige Orte im Land, an dem die Band das Publikum noch nicht zum Kochen gebracht hat.
Was eine Sacrety-Liveshow ausmacht, findet man im Wesentlichen auch auf ihren CDs wieder ' eingängige und mitreißende Refrains, sowie genügend harte und verrückt-verspielte Parts, die zum Tanzen, Springen, Kopfnicken, Pogo und vielem mehr einladen, sei es auf der Tanzfläche oder vor der heimischen Anlage. Die neue CD »Alive« unterscheidet sich von den bisherigen Veröffentlichungen vor allem durch den verstärkten Einsatz von elektronischen Klängen, sowie einigen noch härteren Songs, als man es bisher gewohnt war. Im Vergleich zum vorigen Album stehen alle 12 Titel noch viel mehr für sich selbst und klingen weder musikalisch noch textlich so ähnlich, dass man sie miteinander verwechseln könnte. Als passender Kontrast zur »neuen schwäbischen Härte« dieses Albums gibt es auch zwei schöne Balladen zu hören - »Be Like Kids« und »Storm Inside My Head«. Textlich steht bei allen Liedern wiederum ein klares Glaubensbekenntnis und das Feiern des Lebens im Vordergrund, was absolut authentisch und ehrlich rüberkommt.
Meiner Meinung nach hat sich das jahrelange Warten wirklich gelohnt. Man mag etwas Zeit brauchen, um sich in den neuen leicht veränderten Stil einzuhören, doch spätestens nach den ersten drei Liedern kommt man nicht mehr davon los und fragt sich, wann die Songs endlich (wieder) live zu hören sind.