Der erste Film von "AvP" war wirklich schrecklich und den Zweiten hab ich gar nicht mehr gesehen, was nach vielen zerstörenden Kritiken auch gut ist. Da auch die Bewertungen für den ersten Score unterirdisch waren und ich sowieso finde, dass Harald Kloser nur eine gute Filmmusik geschrieben hat ("The Day After Tomorrow"), bin ich direkt zum Soundtrack von Brian Tyler gegangen. Dieser hat mich mit einigen seiner Werke schon beeindruckt, deshalb war ich gespannt, was er aus diesem lächerlichen Monsterkampf herausgeholt hat.
Und Tyler legt mächtig los mit dem Stück "Alien Vs Predator Requiem" und zeigt seine Spezialität: Schnelle Actionuntermahlung! Die Qualität der Musik ist wirklich fabelhaft. Die Art, wie er komponiert ist fabelhaft. Die Mischung aus den Horrorelementen und den Actioncues erzeugt genau die Stimmung, die ich erwarte, wenn ich an "Alien Vs Predator" denke. Zwar legt Tyler weniger wert auf Atmosphäre, als auf Szenenuntermahlung, dennoch wirkt sein Score perfekt! Zwischendurch gibt es auch etwas romantische und ruhigere Momente, jedoch überliegt die Action. Und bei einer Spielzeit von ca 70 Minuten bekommt man so Einiges davon. Das soll aber kein Kritikpunkt sein, denn dieser Soundtrack ist Nichts für Anfänger, die sich für Filmmusik interessieren. Wie gesagt, der Soundtrack ist mehr Szenen bezogen, auch wenn ich den Film nicht kenne, das hat aber auch Nichts mit der Musik zu tun...
Als Höhepunkte nenne ich einfach mal ein paar Stücke: "Opening Titles", "National Guard 1", "Taking Sides", "Striptease", "Outnumbered" und vor Allem das brachiale "Decimation Proclamation"!
Schön sind die Zitate an die "Alien" und- "Predator"scores, die Tyler mehrmals erklingen lässt. Genau das hat Kloser ja anscheinend nicht geschafft und genau das haben einige ja auch erwartet, damit auch ein wenig Zusammenhang besteht mit den alten Filmen, obwohl die "Avp" Reihe nicht unbedingt erwähnenswert ist in der Filmgeschichte...
Jedoch musste ich vier Sterne geben, weil Tyler einen Fehler macht: Er hat zu wenig Abwechslung in seiner Musik. Viele Actionpassagen sind allesamt gleich aufgebaut und bei einer solch langen Laufzeit, kann das auch manchmal ermüdend sein, wenn immer die gleichen Elemente benutzt werden. Auch das Ende der CD ist viel zu abprubt, vielleicht auch, weil der Komponist den roten Faden nicht ganz aufrecht halten konnte.
Dennoch bin ich zufrieden mit Tylers Arbeit, weil er wieder sein Talent unter Beweis stellt, große Hollywoodblockbuster zu vertonen. Für Fans von Tyler oder generell Filmmusik: "Eagle Eye"! Ein wirklich genialer Score mit Action und Gefühl.