Im Weltraumm hört dich niemand schreien. Im Wohnzimmer allerdings hört dich der Nachbar jammern - wenn du "Alien vs. Predator 2" schaust. Ja, das Wehklagen ist groß bei diesem stupiden und grotesken Gemetzel. Der achte Film aus dem Alien/Predator-Universum zeigt deutlich, dass es offensichtlich nicht mehr möglich ist, die Monster-Thematik in einer innovativen Weise umzusetzen.
Statt dessen bekommen wir eine abgedroschene Standardhandlung (Monster attackieren Kleinstadt) vorgesetzt, die mit noch abgedroscheneren Nebenplots aus der Teeniefilm-Ecke aufgeblasen wird (Pizzabote liebt Highschool-Blondine, wird aber von ihrem Schlägerfreund verdroschen). Das darstellerische Niveau ist dabei nicht außer-, sondern unterirdisch. Glücklicherweise werden die talentbefreiten Chargen im 5-Minuten-Takt von Aliens zerfetzt.
Dass die regieführenden Gebrüder Strause dies für "Spannungs-Dramaturgie" halten, spricht natürlich nicht für sie. Die Strausens haben auch ein "visuelles Konzept": Es besteht darin, Kampfszenen mit einer Taschenlampe zu beleuchten und sie dann noch schnittechnisch zu zerfetzen. Kurz gesagt: Bei dem, was der Zuschauer eh nicht sieht, verliert er komplett die Orientierung, weil es viel zu schnell passiert. Und wenn einem schon nichts mehr einfällt, muss man wenigstens die letzten Tabus brechen: Alien-Babies platzen hier aus den Bäuchen von Kindern und Schwangeren, was einfach nur abstoßend und ekelhaft ist. Gespannt warten wir auf "Alien vs. Predator 3 - Terror im Waisenhaus".