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Sigourney Weaver kehrt in der Rolle der Ripley zurück. Sie erwacht auf der Erde und muss feststellen, daß sie sich seit ihrer Flucht vor dem Monster nicht weniger als 57 Jahre in Stasis befunden hat. Jeder Mensch, den sie gekannt hat, ist tot. Um ihre Geschichte eines Alien-Angriffes zu beweisen, erhält sie die Möglichkeit -- mit einer Gruppe schwer bewaffneter Marines -- zu einer weit entfernten Kolonie zu fliegen, wo angeblich ein Alien, wie sie ihn beschrieben hat, gesichtet wurde. Angekommen in der Kolonie, entdeckt Ripley ein kleines Mädchen, das ihre Mutter-Instinkte weckt. Wie sie feststellen muss, ist das Mädchen die einzige Überlebende eines Angriffs der Aliens. Und die Gesellschaft, für die Ripley arbeitet, ist gar nicht darin interessiert, ihre Unschuld zu beweisen. Ihr geht es alleine darum, in den Besitz eines Monsters zu gelangen, um dieses in eine Waffe verwandeln zu können. Doch da haben sie die Rechnung ohne Ripley gemacht.
Dieser von James Cameron (Titanic) geschriebene und inszenierte Thriller ist einer der intensivsten und vor allem furchteinflößendsten Actionfilme, die jemals gedreht worden sind. In der Rolle der Ripley hat Sigourney Weaver außerdem eine Frauenfigur kreiert, die es vorher in der Art im Actionfilm-Genre nicht gegeben hat. Ihre Leistung wurde, was bei Actionfilmen sehr selten ist, mit einer Oscarnominierung belohnt.
Neben Sigourney Weaver sind unter anderem Bill Paxton (Titanic, Ein einfacher Plan), Lance Henriksen (Millennium), Paul Reiser (Verrückt nach Dir und Michael Biehn (Terminator) zu sehen. --Marshall Fine
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Actionlastigere, nicht weniger nervenzerreißende Fortsetzung des stilprägenden Vorreiters des Dark-SF-Genres,
Von J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Aliens - Die Rückkehr - Century3 Cinedition (2 DVDs) (DVD)
Dass - im heutigen Filmgeschäft undenkbar - erst sieben Jahre nach dem klaustrophobischen SF-Thriller ALIEN das Sequel in Angriff genommen wurde, zeugt vom Respekt, der Ridley Scott und seiner überzeugend umgesetzten Vision gezollt worden war. Der Erfolg James Camerons - damals auf dem Regiestuhl seines ersten Big Budget Movies - beruht letztendlich auf der völlig gegensätzlichen Herangehensweise an das vielversprechende Sujet. Die Prämisse "mehr Aliens, mehr Action" ging entsprechend auf und ließ einen modernen Klassiker des Science Fiction Genres entstehen.Wie im Original wurde um den zentralen, von Sigourney Weaver diesmal abgeklärter und härter verkörperten Charakter Ripley erneut ein namhafter Cast versammelt, der mehr Identifikationspotenzial bietet als die üblicherweise in derartigen Actionern eingesetzten Waffenhalter und Kommissköppe. Michael Biehn (Corp. Hicks) - wirkte außerdem in Camerons TERMINATOR und ABYSS mit - gibt den verlässlichen Partner und einzig Vernunftbegabten in der Gruppe der Schießwütigen. Der sonst als Charmebolzen besetzte Paul Reiser (Burke) zeigt sichtlich vergnügt seine fiese Seite - und erhält die gerechte Strafe seitens der Aliens. Und Lance Henriksen legt als Android Bishop - damals freilich noch ahnungslos - den Grundstein für seine Rückkehr als Androidenentwickler und Konzernchef in ALIEN VS. PREDATOR. Die Hauptrolle - Sigourney verzeih'! - spielen allerdings die von H.R. Giger vermutlich nach einer Alptraumnacht oder im Beziehungsschmerz ersonnenen Kreaturen, die diesmal in ungeahnter Artenvielfalt auftreten. Die Dosierung der gezeigten Brutalitäten wie auch der Gebrauch von Schleim gelingt Cameron viel besser, als es besonders im an Ekel überladenen Teil 4 der Fall ist. Nach dem - im Director's Cut etwas zu lang geratenen - Prolog wird unter Einsatz aller Tricktechniken ein Actionfeuerwerk abgebrannt, das sich selbst nach 20 Jahren immer noch sehen lassen kann. Der treibende, mit dem Oscar belohnte Score James Horners (u.a. TITANIC, BRAVEHEART) tut sein Übriges, die dynamischen Sequenzen wie die Flucht mit dem Geländefahrzeug oder den Showdown zwischen Laderoboter und Alien-Queen kongenial zu untermalen. Neben ALIEN ist Camerons Beitrag zur Erfolgsserie den Nachfolgern um Längen voraus. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich nach fast zehnjähriger Regiepause (seit TITANIC!) bald wieder auf seine Wurzeln als einer der versiertesten Krawallhandwerker besinnt und die Leinwände dieser Welt mit neuen Schau- und Staunwerten beglückt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die beste Fortsetzung, die man sich nur wünschen kann...,
Rezension bezieht sich auf: Aliens - Die Rückkehr - Century3 Cinedition (2 DVDs) (DVD)
Meistens fallen die Fortsetzungen erfolgreicher Filme deutlich schlechter aus als ihre Vorgänger, weil die Produzenten, Drehbuchautoren und Regisseure nicht den Mut aufbringen, die Geschichte konsequent weiter zu erzählen, sondern sich lieber auf (scheinbar) bewährte Erfolgsrezepte verlassen und diese mit einem enormen Mehraufwand an Gags und Special Effects aufmotzen. GHOSTBUSTERS II, OCEAN?S 12, ESCAPE FROM L.A. und MEN IN BLACK II sind hierfür Paradebeispiele, und die Liste ließe sich endlos weiterführen.Es gibt jedoch Ausnahmen. FRENCH CONNECTION II war mindestens ebenso spannend und mitreißend wie der erste Teil, auch SHREK II konnte die Fans restlos begeistern, und die Filme der BOND-, BOURNE- und INDIANA JONES-Reihe beweisen eindrucksvoll, dass man auch innerhalb ausgetretener Pfade höchst erfolgreich sein kann. Und natürlich darf man hierbei die ALIEN-Filme nicht vergessen. Ridley Scotts ALIEN aus dem Jahr 1979 schockierte ein weltweit begeistertes Kinopublikum und etablierte sich schon nach kurzer Zeit als Kultfilm und Klassiker, der im Genre des Science-Fiction-Horrors neue Maßstäbe setzte. Zwar war die Story nicht unbedingt neu, doch deren großartige Inszenierung, die exzellenten darstellerischen Leistungen sowie das innovative Design der Kulissen und insbesondere des fremden Wesens gelten bis heute als revolutionär. Natürlich war eine Fortsetzung unvermeidlich. Und damit hätte die Erfolgsgeschichte des berühmtesten außerirdischen Monsters aller Zeiten auch schon wieder zu Ende gehen können... hätte sich nicht James Cameron dieser gewaltigen Aufgabe gestellt. Cameron, der mit THE TERMINATOR bereits selbst einen Meilenstein abgeliefert und nebenbei Arnold Schwarzenegger zum Weltstar gemacht hatte, war von Anfang an ein glühender Fan des ersten ALIEN-Films und verfügte sowohl über die nötige Phantasie als auch das richtige Feingefühl, um die Saga gebührend fortzuführen. Dabei griff er zwar auf die beiden zentralen Figuren des ersten Films zurück, nämlich Lt. Ellen Ripley und das Alien, erweiterte die Handlung aber um so viele neue Ideen und Personen, dass dadurch ein völlig eigenständiges Werk entstand. Cameron bewies Respekt vor Scotts Meisterwerk, war sich aber gleichzeitig seiner eigenen Vision sicher genug, um nicht in falscher Ehrfurcht zu erstarren. Wir erinnern uns: Im ersten Teil gelingt es Ripley, das unheimliche Wesen, das die Besatzung des Raumfrachters 'Nostromo' getötet hatte, ins All zu befördern, und sich an Bord des Rettungsschiffes im Hyperschlaf auf den Weg Richtung Heimat zu begeben. Doch dann verliert sich ihre Spur in den unendlichen Weiten des Weltraums, und statt der erwarteten Flugzeit von sechs Wochen dauert es 57 Jahre, bis sie mehr oder weniger durch Zufall gefunden wird... soweit der Auftakt zu ALIENS - DIE RÜCKKEHR von 1986. Nur langsam gewöhnt sich Ripley - wieder gespielt von der faszinierenden Sigourney Weaver - an ihr neues Leben auf einer Raumstation. Sie wird von Albträumen gequält und muss mit dem Tod ihrer Tochter fertig werden, die sie zuletzt als kleines Mädchen gesehen hatte. Außerdem wird sie stundenlang durch einen Untersuchungs-Ausschuss zu den Vorkommnissen befragt, die zur Vernichtung der 'Nostromo' führten... und schließlich ihres Ranges als Flight Officer enthoben und degradiert. Während dieser Verhöre erfährt sie, dass der Planet LV 246, auf dem die Crew der 'Nostromo' das außerirdische Raumschiff-Wrack und das Alien gefunden hatte, inzwischen besiedelt wurde, um ihn für eine Kolonialisierung vorzubereiten. Natürlich will niemand auf Ripleys Warnungen hören, und so kommt es, wie es kommen muss... Bald darauf klopft Burke, ein Vertreter des Weyland-Konzerns, in dessen Auftrag die Siedler unterwegs sind, bei Ripley an. Mit dabei: Lt. Gorman, ein strammer Soldat aus dem Corps der Colonial Marines. Der Kontakt zur Kolonie auf LV 246 ist abgebrochen. Ein Erkundungstrupp soll der Sache auf den Grund gehen, und Burke möchte Ripley als Beobachterin dabeihaben. Zunächst sträubt sich Ripley, zwingt sich aber schließlich, sich ihren Ängsten endlich zu stellen, und willigt ein, allerdings nur aufgrund Burkes Versprechen, die fremde Spezies auf keinen Fall für irgendwelche Experimente einfangen zu wollen. Und so begibt sich einige Tage später das schwer bewaffnete Schlachtschiff 'Sulaco' auf den Weg nach LV 246. An Bord: ein verwegener Trupp knallharter, vor Selbstvertrauen nur so strotzender Marines sowie Burke, Ripley und Bishop, der standardmäßig vorgeschriebene Androide, mit dem Ripley aufgrund ihrer Erfahrungen während ihres letzten Fluges allerdings einige Probleme hat... (kleine Gag am Rande: Bishop ist ein Modell der Firma Cyberdyne Systems - genau wie der Terminator). Am Ziel der Reise angekommen, machen sich die Marines unverzüglich ans Werk, dem Rätsel der stummen Kolonie auf den Grund zu gehen... und ab diesem Zeitpunkt dreht Cameron die Terrorschraube unbarmherzig an und nimmt die Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt in die Hölle. Was wie ein Routine-Einsatz beginnt, entwickelt sich schon bald zum Kampf auf Leben und Tod, und zum ersten Mal sehen sich die ach so unbesiegbaren Soldaten einem Feind gegenüber, der ihnen nicht nur zahlenmäßig weit überlegen ist. Wie Ripley befürchtet hatte, sind nahezu alle Siedler von den Aliens als Wirtskörper missbraucht worden, und die Neuankömmlinge werden weniger als ernsthafte Gefahr wahrgenommen, sondern vielmehr als willkommener Nachschub. Lediglich ein kleines Mädchen namens Newt konnte sich wochenlang vor den Monstern verstecken und wird von Ripley kurzerhand zwangsadoptiert. Schon nach kurzer Zeit ist die kämpfende Truppe deutlich reduziert und muss den Rückzug antreten, doch die geplante Flucht wird durch die Aliens vereitelt. Und so beginnt für die Handvoll Überlebenden eine verzweifelte Verteidigungsschlacht, in deren Verlauf sich so mancher Protagonist völlig anders entwickelt als vorhergesehen. Ripley muss schließlich das Kommando übernehmen, um die Gruppe zusammen zu halten, und mausert sich zur rambomäßigen Amazone, als Newt dem Feind in die Fänge fällt... Obwohl ALIENS - DIE RÜCKKEHR über zwei Stunden dauert, lässt Cameron keine Sekunde Langeweile aufkommen. Statt dessen brennt er ein nervenzerrendes Action-Feuerwerk ab, das auch heute noch seinesgleichen sucht und an Spannung kaum zu überbieten ist. Gleichzeitig gönnt er sich und dem Publikum auch mal kleinere Atempausen, in denen er speziell Ellen Ripleys Charakter genauer unter die Lupe nimmt und sogar den zaghaften Beginn einer Freundschaft zwischen ihr und Col. Hicks andeutet, gespielt von Cameron-Veteran Michael Biehn. Die ansonsten unvermeidliche Liebesgeschichte bleibt angesichts der drohenden Gefahr unerfüllt, doch Hicks erweist sich als echter Freund in der Not, als es darum geht, Newt zu retten. Diese schwere Bürde jedoch bleibt Ripley überlassen, und hier zeigt sich eine der überragenden Qualitäten des Films: Sigourney Weaver verkörpert die verzweifelt heldenhafte Frau, die an Newt wieder gut zu machen versucht, was ihr bei der eigenen Tochter so schmerzlich versagt blieb, absolut glaubwürdig und wird dadurch zur idealen Identifikationsfigur, welche den nun folgenden und in seiner Perfektion immer noch mustergültigen Horror-Trip erst mit der notwendigen Prise von Gefühl und Leben füllt. Und so fährt sie tief hinunter in die Eingeweide des Planeten, nicht ahnend, welches Inferno des Schreckens sie dort unten erwartet... Immer, wenn man als Zuschauer denkt, der Film habe seinen absoluten Höhepunkt erreicht, setzt Cameron noch einen drauf und schafft es wie kein Zweiter, einem den Atem zu rauben. Zudem gelingt es ihm, mit der von ihm selbst entwickelten eierlegenen Alien-Königin (deren Design sogar die wohlwollende Anerkennung des Alien-Urvaters H.R. Giger fand) einen enorm wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Alien-Mythos beizusteuern. Auf den ersten Blick mag ALIENS - DIE RÜCKKEHR wie ein futuristischer Vietnam-Kriegsfilm wirken, und im Grunde genommen ist er das auch, daran lässt Cameron keinen Zweifel. Es scheint ihm sogar auf boshafte Weise Freude zu bereiten, den aufgesetzten Heroismus der kampferprobten Muskelpakete bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wie eine Seifenblase platzen zu lassen. Darüber hinaus präsentiert er, wie in all seinen Filmen, eine intelligente und charismatische Heldin, die es in Sachen Mut und Entschlossenheit problemlos mit ihren männlichen Kollegen aufnehmen kann. ALIENS - DIE RÜCKKEHR hat aber noch mehr zu bieten: eine hervorragende Besetzung bis in die Nebenrollen (darunter Lance Henriksen als Bishop, Paul Reiser als Burke und - in ihrer ersten und leider einzigen Rolle - Carrie Henn als Newt), großartige Kulissen und Spezialeffekte (der Anblick der Alien-Königin verschlägt einem auch heute noch die Sprache), James Horners dramatischen Soundtrack und einen fulminanten Showdown, wie es ihn in der Alien-Saga kein zweites Mal gibt, all das von Cameron atmosphärisch extrem dicht und nicht ohne ein Quentchen schwarzen Humors in Szene gesetzt. Camerons Strategie ist dabei so einfach wie genial: Aus dem ersten Film weiß das Publikum, wie grauenvoll die Aliens aussehen und sich vermehren. Statt also Bekanntes einfach nur zu wiederholen, wagt Cameron den nächsten Schritt und lässt in einem gewaltigen Rund-Um-Schlag eine... Lesen Sie weiter... › Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Packende aber kommerzielle Fortsetzung,
Rezension bezieht sich auf: Aliens - Die Rückkehr - Century3 Cinedition (2 DVDs) (DVD)
Dass erfolgreiche Filme Fortsetzungen nach sich ziehen, die qualitativ nicht an das Original heranreichen ist der Normalfall. Meist sind diese vergleichsweise billig produziert und nur darauf ausgelegt noch etwas Geld aus dem Nachruhm des Kassenschlagers heraus zu leiern. Bei James Camerons >ALIENS-Die Rückkehr< lag der Fall etwas anders. Das Budget war erheblich höher und das Resultat spielt durchaus in der Oberliga. Die inhaltliche Tiefe des Vorgängers erreicht >ALIENS< jedoch nicht. Dies war aber wohl auch nicht Camerons Absicht.Zur Handlung: Jahrzehnte nach den Ereignissen auf der Nostromo wird Ripley aus der Rettungskapsel geborgen und auf eine Raumstation nahe der Erde verbracht. Kurze Zeit später wendet sich ein Mitarbeiter des Konzerns an sie: sie soll mit einer Einheit Marines zu dem Planetoiden zurückkehren wo sie und die Besatzung der Nostromo das Alien gefunden hatten. Dieser Planetoid ist mittlerweile seit Jahren besiedelt und nun ist der Funkkontakt zu den Siedlern abgebrochen. Nach kurzem Zögern bricht Ripley mit den Marines auf und der Horror beginnt von Neuem. Cameron ist mit >ALIENS< ein hocheffektiver Mix aus Action, Sci-Fi und Horror gelungen. Dennoch habe ich einige Kritikpunkte: Cameron bündelt die perfiden Umtriebe der Company auf die Figur Carter Burke (Paul Reiser), was dem zeitkritischen Aspekt eines nach Allmacht strebenden Konzerns, wie in Scotts >ALIEN<, weitgehend die Schärfe nimmt. Auch scheint es Cameron ein Anliegen gewesen zu sein den Androiden zu rehabilitieren, denn im Gegensatz zu Ash scheint Bishop gar nicht so sehr die Interessen des Konzerns zu vertreten. Ist er denn kaputt? Oder haben wir es plötztlich mit einem vollkommen geläuterten Konzern zu tun, der seine Maschinen altruistisch programmiert? Offenbar steckt hinter diesem Film eine völlig andere Weltanschauung. In Scotts >ALIEN< gab es keine Waffen. Warum sollten Space-Trucker auch Waffen bei sich tragen? Camerons >ALIENS< ist hingegen geradezu eine Leistungsschau imaginärer zukünftiger Waffentechnik. Dass Marines Waffen tragen ist natürlich nicht verwunderlich, dieses ständige aufdringliche Gepose mit den Ballermännern erscheint mir allerdings doch allzu deutlich auf ein pubertierendes männliches Publikum zugeschnitten. Obendrein sind diese Marines ein ziemlich undisziplinierter Sauhaufen. Mit der, meiner Ansicht nach, verunglückten Einführung einer Alien-Königin veränderte, ja verhunzte, Cameron zudem den ursprünglich fein ausgeklügelten Lebenszyklus der Alien-Kreatur völlig unnötig und auf wenig originelle Weise. Darüber hinaus lässt die Animation der Königin stellenweise sehr zu wünschen übrig. Ihre Laufbewegungungen wirken nicht besonders glaubwürdig, erinnern mich ein wenig an Grobi aus der Sesamstraße, zumal ihre Beinchen für den massigen Körper zu dünn sind und ihr Körper im Lauf nicht im Gleichgewicht ist.. Und schließlich finde ich Ripleys Verhalten gegen Ende des Films recht unglaubwürdig oder doch zumindest hochgradig unvernünftig, um nicht zu sagen dusselig. Welchen Sinn macht es denn in dieser Situation im Nest die komplette Munition zu verpulvern? Aber es brachte dem Film natürlich einen zusätzlichen Knalleffekt. Paul Reiser (Carter Burke) ist für meinen Geschmack ein etwas zu affektierter Darsteller (und auch die von ihm gespielte Figur Burke verhält sich ziemlich idiotisch). Ansonsten geht die Besetzung in Ordnung. Sigourney Weaver ist auch hier wieder überragend. Dass Cameron das Alien vervielfältigte finde ich ganz interessant und wirkungsvoll, obwohl es natürlich für eine Fortsetzung naheliegend und nicht sonderlich originell ist. James Horners Filmmusik ist nicht ganz so subtil ausgefallen wie die von Goldsmith, unterstreicht aber sehr gut die Spannung, die unheimliche Atmosphäre und den militärischen Charakter des auch nicht ganz so subtilen Films (Aliens (The Deluxe Edition) von James Horner). Von den ersten drei ALIEN-Filmen gewinnt Camerons Version im Directors Cut wohl am wenigsten an Reiz. Die nachträglich eingefügten Szenen erreichen überwiegend nicht die Qualität des restlichen Films. Die Nachsynchronisierung ist passabel gelungen. Trotzdem ist es interessant den Film auch mal in dieser Version zu sehen. Die Extras der Century3 Cinedition sind sehr reichhaltig, interessant und informativ. Bild und Ton lassen kaum Wünsche offen. Alles in allem halte ich >ALIENS< in dieser Edition für eine empfehlenswerte Anschaffung für Leute, die trotz des Genusses des Vorgängers nicht allzu viel erwarten. Packende Unterhaltung bietet der Film allemal. Die Geschichten der ersten drei Filme der Reihe hat übrigens der amerikanische Science-Fiction-Autor Alan Dean Foster in Romanform niedergeschrieben. Dabei verwendete er auch Teile des Drehbuchs die seinerzeit für die Kinofassungen herausgeschnitten wurden. Seine Erzählungen kommen also den Director's Cuts näher. Die Resultate sind, vor allem für Fans, durchaus lesenswert, wenngleich sie, als Bücher zu den Filmen, eher Merchandising-Charakter haben (Alien. Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt / Die Rückkehr / Alien III. Die drei Alien- Romane in einem Band. von Alan Dean Foster, Heyne Verlag). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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