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Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter.
 
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Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter. [Taschenbuch]

Christoph Spehr
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 319 Seiten
  • Verlag: btb Verlag; Auflage: 1 (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442755484
  • ISBN-13: 978-3442755486
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 11,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 203.498 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Anfangs ein beklemmender Dialog aus Akte X, dazu ein Buchtitel über unter uns weilende Aliens -- da könnte man leicht einen falschen Eindruck über den Inhalt dieses Buches bekommen. Mitnichten geht es um Außerirdische, sondern vielmehr um die Aliens innerhalb unserer menschlichen Gesellschaft. Wer die sind? All diejenigen, die still und heimlich dafür sorgen, daß viele Mitbürger ohne zu murren ihre alltägliche unbefriedigende Arbeit verrichten, und die davon profitieren. All diejenigen, die uns Demokratie vorgaukeln, in Wahrheit aber ein verlogenes System von Lobbyisten und Machtgeilen stützen. Kurzum, Christoph Spehr hat ein Buch über die Schattenseite unserer ach so sozialen und demokratischen Gesellschaft geschrieben und mahnt zur Befreiung aus deren einengenden Strukturen.

Seine Kritik hat er geschickt in den Ansatz der bereits unter uns befindlichen Aliens gepackt. Das klingt auf den ersten Blick befremdlich, funktioniert aber dank allerlei Bezüge auf unsere moderne Kultur erstaunlich gut. Es finden sich Queen-Zitate, Jimi Hendrix kommt zu Wort, der eine oder andere Kinofilm hält Einzug und immer wieder tauchen Aliens auf, deren aus Star Wars oder Raumschiff Enterprise entliehene Weisheiten erstaunlich gut auf unsere Gesellschaft passen. Doch liest man weiter, geht einem schnell auf, daß Spehr intensiv gegen die Bevormundung der breiten Masse durch eine kleine elitäre, sich aber volksnah gebende Schicht protestiert. Deren Herausbildung hat er historisch nachgezeichnet und ihr heutiges Vorgehen fundierter erläutert, als man es ob seines Alien-Ansatzes zunächst vermutet. Zugegeben, Spehrs Ausgangspunkt mag nicht jedermanns Sache sein, aber einmal aufgeblättert, fesselt sein Buch mit Aussagen, die ein weiteres Überdenken lohnen. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Sie gehen nicht einkaufen. Sie kochen nicht, sie ziehen ihre Kinder nicht selbst groß, sie produzieren nichts, was man essen, anziehen, lesen oder anschauen kann. Dafür gibt es andere: normale Menschen eben. Und denen können sie ganz genau begründen, warum sie effizienter werden und den Gürtel enger schnallen müssen, warum alle mitmachen müssen, um den Planeten zu retten, den Standort, das Abendland oder was immer.

Christoph Spehr spürt die "Aliens" unter uns auf, in Regierungen und Konzernen genauso wie im Betrieb, in der Familie, in Schule und Universität. Er zeigt, wie in unserer Gesellschaft Macht ausgeübt und begründet wird - gerade dort, wo sie sich vernünftig, offen und demokratisch gibt. Spehr fordert eine "Politik der Autonomie", die sich nicht der immer besseren Verwaltung der Welt verschreibt, sondern Herrschaft abwickelt. Und er fragt, wie wir künftig mit den Aliens in uns selbst umgehen sollen.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
In den letzten 20 Jahren sind die theoretischen und literarischen Produkte der westdeutschen Linken im wesentlichen von Nostalgie, Selbstmitleid und Besserwisserei geprägt gewesen (Ausnahmen bestätigen ... usw.). Christoph Spehr ändert das endlich und gründlich: "Die Äliens sind unter uns" ist die Zusammenfassung der Realität, auf die die Überlebenden gewartet haben, also diejenigen, die trotz überwältigendem Zeitgeist nicht glauben wollen, daß Emanzipation und Befreiung endgültig erledigt sind, auch wenn ihnen grade nichts Originelles mehr einfällt, wie das zu bewerkstelligen sei. Wer noch ab und zu aus seiner Höhle kriecht und einen Blick auf das richtige Leben wirft, erkennt in Christophs bissigen und witzigen Beschreibungen das wieder, was es da zu sehen gibt. Und findet die scheinbar so postmodern unübersichtlichen Strömungen, Gruppen, Personen, Moden, Kulturen usw. in einer ebenso einfachen wie überzeugenden Analyse zugeordnet und mit Begriffen benannt, die nicht nur aussagekräftig und benutzbar, sondern auch noch originell und der linken (Sub)Kultur angemessen sind. Hier handelt es sich um tatsächliche linke Begriffsbildung, nicht um die Erfindung immer neuer und nichtssagender "Bindestrich-Gesellschaften" (Informationsgesellschaft, Risikogesellschaft, Wissensgesellschaft), mit denen die SoziologInnen und PolitologInnen in den letzen Jahren sich bestätigt und uns gelangweilt haben. Aliens, ZivilistInnen, FaschistInnen und der Maquis sind die Gruppen, die die Struktur des Postfaschismus bilden und zu einer von diesen wird man jedeN zugehörig finden, mit der/dem man sich so auseinanderzusetzen hat. Und am Ende kriegt man auch noch eine Idee davon, wo es weitergeht und was vielleicht zu tun sei. Ganz abgesehen davon, daß Christoph Spehr nicht nur feststellt, das Leben mache manchmal Spaß, obwohl wir Postmoderne haben und das zwanzigste Jahrhundert ziemlich unwitzig war, sondern auch beweist, daß auch das Lesen und Überdenken von linker Geschichte, Theorie und Politik mindestens ebenso unterhaltsam (und aufschlußreicher) sein kann wie die neueste Star-Wars-Produktion. Also: Lesen, weitersagen, verschenken, drüber diskutieren und vor allem: weitermachen!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Richtig gut!!! 15. Mai 2003
Von shelfwiz
Der Titel zwingt zu Assoziationen, und tatsächlich beginnt das Buch auch mit einem Zitat aus Akte X, gefolgt von Ausflügen zu Star Trek und anderen Kultklassikern im TV. Aber dann...! Da wird ein Bogen gespannt, von Humanistik über Soziologie, Utopie und Volkswirtschaft bis hin zu brandneuen ethisch-politischen Gedankenexperimenten - das ist abgefahren. Und bei der Zivilisten-Typologie mit dem Bild der wanderfreudigen Landschildkröte, die sich die Herkunft ihrer Salatblätter mit "Vielleicht kommt's vom Laufen" erklärt, habe ich Tränen gelacht. Der Spruch wird inzwischen von uns Dauerbrenner benutzt, wann immer uns angesichts mancher Zivilisten-Absurdität nichts mehr einfällt... Danke, und bitte mehr davon!!!!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Das Buch ist respektlos, witzig und elegant. Obwohl es auf 320 Seiten mal eben die Geschichte der letzten 100 Jahre, die theoretischen Anregungen der neuen sozialen Bewegungen und die Grundzüge der Postmoderne abhandelt, kann man es auch noch abends im Bett oder in der Badewanne lesen. Science-Fiction-Fans haben mehr Spaß dabei, aber auch die anderen sollten es sich nicht entgehen lassen. In einem am modernen SF-Serienkonzept geschulten Verfahren wird eine Mythologie eingeführt, von der aus die wundersamsten Verzweigungen gefunden werden. Dass Voyager nich die dritte, sondern die vierte Star-Trek-Serie ist (S.168) sollte für die nächste Auflage aber bitte berücksichtigt werden.
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