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5.0 von 5 Sternen
die 10 wichtigsten Metal-Perlen des Jahres - hier ist eine, 24. Oktober 2005
War man schon bei den ersten drei Alben dieses Quartetts aus Kanada unter Leitung von Mastermind Devin Townsend einiges an Klanggewitter und wahnsinnigen Geschwindigkeits- und Brutalitätsaustartungen gewöhnt, melden sie sich auf diesem Album mit einer Intensität, die kaum noch getoppt werden kann. Bereits im ersten Song herrscht sprichwörtlich Krieg. Neben dem druckvollen und faszinierend variablen Drums von Gene Hoglan (einer der Meister sines Fachs), den streckenweise abgrundtief runtergestimmten Gitarren (Meshuggah-like) von Devin und Jed Simon sowie dem dröhneden Bass von Byron Strout findet man hier eine Flut von Klangsamples, Xylophonen, Kinderchören und allen erdenklich Geräuschen, die sich perfekt in die Musik integrieren. Ebenfalls beim Leadgesang geht Devin Townsend bis an die Grenzen des menschlich Machbaren.
Wer allerdings glaubt, hier herrscht nur das absolute Chaos hat sich gewaltig geirrt. Denn in vielen Passagen besitzen die Songs eine Atmosphäre und Melodik, wie man sie sonst von Townsend-Soloscheiben und Projekten wie Ocean Machine kannte.
Deswegen, beide Daumen hoch. Diese Platte sollte in keiner gut sortierten härteren CD-Sammling fehlen. 42 Minuten, an der man sehr lange seine Freude hat.
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5.0 von 5 Sternen
Brachialer Bombast mit Chaos, 6. Dezember 2007
Ja er ist schon ein Workaholic der dürre Kanadier mit der genialen ich bin Metal, habe aber Haarschwund-Frisur.Im Halbjahrestakt schmeiß er mit irgendeinem seiner Projekte Alben en masse auf den Markt und seine Feder sieht noch lange kein Ende.
Nun zum 2005er Higlight Alien. Der Titel beschreibt es schon die Musik ist streckenweise über und außerirdisch genau so wie seine Stimme. Anders als bei den anderen Alben und Bands war nun der Rest der Band Drummonster Gene Hoglan, der ruhige Byron Stroud Ferengi und der "ich schwitze bei keinem Riff" Gitarrist Jed Simons maßgeblich am Songwriting beteiligt. Es klingt dennoch nach Devin's innerlicher Zerrissenheit haut musikalisch aber noch einiges mehr raus als die Vorgänger und schielt streckenweise auch auf den zum Glück eh sehr rockig gewordenen Mainstream was aber kein Problem darstellt. Denn wer soviel Arbeit in seinen Traum als Musiker investiert möchte wenigstens auch davon leben können.
Mit zwei ultrabrachialen Neckbreakern namens Imperial und Skeksis lassen SYL das Kinnd es Zuhörers das erste mal auf den Boden klatschen und ihn verstört zurück um sofort mit dem sehr persönlichen Shitstorm noch oben einen drauf zu setzen. Dieser sogar für mich recht wirr erscheinende Song kommt aus Devin's tiefster Ecke der Seele und wurde angeblich in einem Zustand geschrieben in derm Devy zwichenzeitlich mal seine Medikation (bipolare Störung) abgesetzt hat. Man bemerkt es. Dennoch merkt man wie viel von ihm in dem SOng steckt und wie er sich seine Ängste und Wut vond er Seele schrei(b)t. Persönlich wird es nunmal bei Textstellen wie "I can't even f***ing p*ss".Nachdem sich die Snypasen wieder einigermaßen erholt haben holt SYL den Ohrwurmzauberer raus das es fasst schon krank ist. Love? ist eines der trägsten,schwersten,düstersten aber verdammt nochmal genialsten,ehrlichsten und einprägsamsten Stücke die je von den Jungs kamen. Ein genialer Text, eine Wahnsinnsmischung aus Trash, Trägheit, Geschwindigkeit und Melodie. Und dazu noch diese Wahnsinnig variable Stimme die von Keifen, Röhren und Grunzen in unendliche Höhen im Refrain hinausschreit. "Love, the paradoxx of needing. Love is about control" kann man es besser in Worte fassen? Nein, nicht umsonst die erste Single des Albums. Genialer Songd er mich seit einem Jahr verfolgt und jede Coverband verzweifeln lässt. Shine und We Ride sind weiterhin recht eingängig und bei We Ride wirds schon fast etwas weniger Trashig und man verlässt sich auf progressives Riffing was schon anders aber mit Devins Stimme sehr geil klingt.Possesions säbelt gekonnt mit Ohrwurm-gekreische, vertrackten und verzogenen Gitarrenparts und einem herrlich schrillen Mädchenchor alles ab.Two Weaks, Thalamus und Info Dump zälen für mich zu den standartisierten und schwächeren Stücken des Albums, wobei Info Dump einfach und simpel ein Ambient Track ist.Wer es mag sollte auf Devlab und The Hummer zurückgreifen.Die zweite Single Zen schraubt auch nochmal am Kopf mit ironisch typischem SYL Text und grandioser Stimme.Dennoch weniger eingängig wie z.B. Detox. Also mutig für eine Singleauskopplung.
Eine echte Weiterentwicklung und ein Wahnsinnig gutes Album.
Anspieltipps:
Love?
Possesions
Zen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Extreme Metal par excellence, 3. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Der kanadische Freak Devin Townsend ist mit "Alien" den richtigen und nötigen Schritt gegangen, indem er den exakten Spagat zwischen dem letzten Album "SYL" und "City" geschaffen hat, der super in die Linie seiner bisherigen Alben mit STRAPPING YOUNG LAD paßt.
Mit einem tierischen Haßbatzen, namentlich "Imperial", beginnt die Scheibe und macht sofort unmißverständlich klar, dass diese Formation auf jeden Fall noch eine Menge zu sagen hat. Drum-Gott Gene Hoglan (DARK ANGEL, TESTAMENT, DEATH) legt mit einem astreinen Blast los und aus den Boxen quillt erneut das musikalische Inferno.
"Skeksis" legt wert auf brutale Midtempohärte, inklusive ersteckten Melodiebögen und Devins unverwechselbaren Gesang.
Danach folgen mit "Shitstorm" (brachial), "Love" (1a headbangkompatibel) und "Shine" (große Melodien) ein paar Nummern, die typisch SYL Maßgeschnitten sind.
Das heftige, kurze Zwischenspiel "We Ride" kommt mit einem erneut super eingängigen Refrain daher und verbindet erneut alle Trademarks dieser Band in einem Song. Einmalig wie Townsend das immer hinkriegt.
Im Anschluß kommt mit "Possessions" ein Track, welcher problemlos auch auf "SYL" hätte stehen können. Eingängig, Mitträllerrefrain und immer die nötige Härte um nicht nach Weichkeks zu klingen.
Auf dieses Stück folgt eine kleine Verschnaufpause namens "Two Weeks". Atmosphärische Keyboard-Teppiche im Hintergrund und Akustikgitarrenfiedelei, dazu Devins wundervoller, klarer Gesang. Sehr schön zur Entspannung; vollkommen ohne Drums oder verzerrte Klampfen.
Dann will uns Townsend reinlegen. Total harmlos beginnt "Thalamus", mit einer taktgebenden Hi-Hat und einer abgedämpften Akustikgitarre, die langsam vor sich hin hackt. Aber es stünde nicht STRAPPING YOUNG LAD drauf, wenn's nicht auch drin wär'. Sehr schnell wandelt sich der Song zu einem Gewaltkracher der einem die Glubscher aus den Höhlen treibt, um vollkommen überraschend wieder in eine abgedrehte Slo-Mo-Atmosphäre überzugehen; alles inklusive der Townsend-typischen, flächendeckenden Keys. Einfach Hammer.
Den Abschluß bildet "Zen", allerdings kann hier von Erlösung keine Spur sein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Im Rausschmeißer drehen die Burschen noch mal richtig auf und werfen eine saftige Midtempogranate ins Feld. Fett und ballernd rollt das Teil über einen hinweg; vollkommen abgedrehte Vocal-Arrangements ergänzen diesen Track noch mal zu einem finalen Höhepunkt, der am Ende gar in einem wahren Geschwindigkeitsrausch ausartet. Der absolute Wahnsinn.
Auch wenn ich mit diesem Album ein paar mehr Anläufe benötigt habe als bei den Vorherigen, "Alien" ist abermals eine Wucht geworden und steht den Vorgängern in nichts nach. Wenn's beim ersten oder zweiten Mal also nicht klappt: Mehrmals hören!
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