Produktinformation
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| 1. Agnus Dei |
| 2. Bait And Chase |
| 3. The Beast Within |
| 4. Lento |
| 5. Candles In The Wind |
| 6. Wreckage And Rape |
| 7. The First Attack |
| 8. Lullaby Elegy |
| 9. Death Dance |
| 10. Visit To The Wreckage |
| 11. Explosion And Aftermath |
| 12. The Dragon |
| 13. The Entrapment |
| 14. Adagio |
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Mit seiner Handhabung der Moderne ist Goldenthal seinen Kollegen Chris Young nicht unähnlich . Neben krasser Avantgarde treten romantisch, tonal geprägte Aspekte, die im Gegensatz zu Young allerdings mit dem radikalen Teilen ein Ganzes bilden. Er netzt diese sogar aus, ein wirklich angstvolles Bild zu entwerfen. Exemplarisch hierfür ist das eröffnende "Agnus Dei". Über einer schwebenden Klangfläche, getragen von elektronisch abgemischten Schlagzeugtexturen, proklamiert eine einsame Stimme den traditionell im Requiem mit Erlöserfunktion belegten Text und geht zu einem robusten, hauptsächlich vom Blech getragenen, noch tonalen Satz über. Die Behandlung dieses Elements in finsteren Tonlagen begründet die unkonventionelle, irritierende Basis der Musik. Die vertrauten Aspekte werden von neuen Strukturen akustisch und inhaltlich unterwandert. Auf diesem Wege entsteht eine fließende Einheit, die den Hörer an der Sicherheit, der ihm stark vertrauten Harmonien, zweifeln läßt.
Neben dem "Agnus Dei" sind als herausragende Beispiele "Candles in the Wind" sowie die Satzfolgen "Lento" und "Adagio" zu nennen (Bezeichnungen indes, die man auf den Drang des Komponisten nach eher absoluten musikalischen Formen verweisen). Eine Orientierung an der Moderne ist in diesem stilistischen Merkmal bei Goldenthal sicherlich an den Werken John Coriglianos festzumachen, dessen filmmusikalischer Ausflug "Altered States" in seiner Härte und Konsequenz allerdings weiterhin unübertroffen bleibt. Die Geisteshaltung, dem Spiel mit vertrauten Motiven und deren Umwandlung in beängstigende Dimensionen, ist in der Moderne wohl exemplarisch bei Schnittke vorformuliert. Inwieweit sich Goldenthal hier orientiert hat, muß vorläufig offen bleiben (das "Agnus Dei" legt diese Vermutung allerdings nahe).
Neben dem finsteren Klangfluß dominieren krude, rhythmische Texturen. Diese sind abrupt und unregelmäßig, nicht selten von den Pauken getragen. Verstärkung finden sie im aufheulenden Blech und elektronisch erzeugter oder verfremdeter Klänge. Eine erstrangige Stellung nimmt hier das Stück "Death Dance" ein. Goldenthals Totentanz wird von reißenden, synthetischen Geräuschen getragen, die vom Blech übernommen werden und von den Pauken mit barbarischen Spiel unterstützt werden. Auch die Behandlung der Rhythmik stellt hier die Hörgewohnheiten in Frage und unterstützt das schon bestehende Bild. Die hier geschilderten Elemente erinnern darüber hinaus stark an atonale, nicht akademisch arbeitende Musiker und Gruppen (ich verweise vor allem mal auf SPK). Besonders stark tritt dies in "Wreckage" und "Rape" hervor. Die sonst im Untergrund eingeschobenen, verwirrenden synthetisch erzeugten Elemente treten hier in reiner Form auf.
Elliot Goldenthal ist mit "Alien III" ein grenzüberschreitendes, künstlerisch geschlossenes Werk gelungen, das mit Sicherheit mehr Furcht einflößt, als es der arg abgenutzte Horrorfilm könnte.
Obwohl fast alle Songs eine beachtliche Länge aufweisen, werden sie nie langweilig.
Elliot Goldenthal hat einen Score geschaffen, der für sich selbst stehen kann und den Film bei weitem übertrifft.
Schön das es solche Musik zu kaufen gibt.
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