Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wortgewaltiges, kluges, gut recherchiertes Buch!, 14. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Natürlich wird sofort vermutet, es handle sich nur um eine weitere sexistische Attacke auf Alice Schwarzer. Genau das Gegenteil ist der Fall: wir haben es hier mit einer exzellenten Analyse der Schwarzer'schen Werke und Worte zu tun. Durchgeführt von jemandem, der sein Handwerk versteht. Und zurecht beschuldigt er Schwarzer, daß die Dame mit dem "Monster-Ego" die Frauenbewegung runiniert hat, reaktionäre Denkmuster unter das Volk schüttet und eine autoritätsfixierte Egomanin ist. All seine Thesen belegt Sokolowsky exemplarisch an den Büchern und Essays von Alice Schwarzer und demontiert ENDLICH eine Frau, die über keine guten Gedanken verfügt, sich aber medienwirksam zu verkaufen und als Opfer darzustellen versteht. Im Gegensatz zu Schwarzer, die jede sachliche Kritik sofort zur Attacke auf alle Frauen dieses Planeten negiert, um das eigene Denken und Handeln bloß nicht hinterfragen zu müssen, versteht es der Autor klug und präzise zu formulieren, nicht in platte Polemik abzuschmieren und mit spitzer Zunge sowie einem guten Sinn für Humor der ehemaligen (und selbsternannten) Radikalfemistin den egomanischen Zahn zu ziehen. Dieses Buch ist KEIN (!!) Leitfaden für Frauenhasser, im Gegenteil. Es ist ein Buch für Menschen, die noch kritisch hinterfragen können und sich nicht von Floskeln und aufgeblasenem Geplapper Augen und Ohren zuschmieren lassen, somit: JEDEM DRINGEND ZU EMPFEHLEN!!!
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15 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Ikone wird gestürzt, 20. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Lange schon hat man sich gefragt, warum ausgerechnet eine Frau, die so fragwürdige Thesen vertritt, wie Alice Schwarzer es immer wieder tut, in den letzten Jahren zunehmend in den Bereich des Unangreifbaren gestellt wurde. Jede Kritik an Schwarzer schien für so manche(n) eine Kritik an Frauen bzw. an der Gleichberechtigung selbst zu sein. Da kommt dieses Werk gerade richtig: Es ist bissig, respektlos und trifft sehr oft den Punkt. Insbesondere Schwarzers Verhältnis zum Faschismus sowie zum Staat Israel wird sehr kritisch unter die Lupe genommen - eine Betrachtungsweise, die man übrigens sehr gut über Schwarzers generell nicht störungsfreies Verhältnis zu anderen Staaten und Kulturen (Islam, Japan) fortführen könnte.
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11 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ganz amüsant, 16. April 2001
Von Ein Kunde
Nein, ich mag die Schwarzer auch nicht besonders, sonst hätte ich mir wohl dieses Buch gar nicht gekauft. Und Sokolowsky schreibt wirklich gut, er hat Niveau und schreibt mit Witz. Er ist keiner der, ernstlich in seinem männlichen Selbstwert getroffen, nun der Schwarzer mal zeigen will, wo bei uns Testosteronmonstern der Hammer hängt, er ficht eher mit dem Florett. Das ist wohltuend, zumal der Kerl es drauf hat. Aber er muß aus zu wenig zu viel machen. Man muß schon zwei mal hinschauen um zu sehen was Alice da verbrochen haben soll. Gut, beim zweiten mal findet man (und frau auch, wenn sie denn will) es auch, aber ist das so dolle? Richtigt unsympathisch finde ich, wenn Menschen immer wieder hinter herum angedichtet wird, ihre Äußerungen ließen auf einen irgendwie gearteten Antisemitismus schließen. Also wieder mal, jetzt auch Alice Schwarzer. Sokolowsky muß denn auch aus hohen Gefilden auf die Niederungen der schreibenden Zunft blicken und er findet schon einiges bei Frau Schwarzer, keine Frage, es wirkt nur trotz des gekonnt lockeren Schreibstils des Autors immer etwas abgestrengt. Sicher, Schwarzers Thesen sind fragwürdig, ihre Autoritäten auf die sie bezug nimmt umstritten, ihre Art Argumente anderer niederzuknüppeln wirken eher männlich als weiblich, aber haben wir das nicht schon vorher gewußt? Mir hat sie nie so recht gefallen können, die Ikone der Frauenbewegung, aber wahrscheinlich war ihre Art damals tatsächlich genau richtig. Heute wirkt sie auf mich unzeitgemäß, oder - wir kennen sie einfach zu gut. Man kann das Buch mit Amüsement lesen, keine Frage, man haßt die Schwarzer auch danach nicht, soviel Takt hat Sokolowsy und man kann sich wahrscheinlich nur richtig ärgern, wenn man glühender Anhänger der Schwarzer ist. Trotz der erwähnten Abstriche hat mir die Lektüre Spaß gemacht, mir kleinem gemeinen Phallologozentristen.
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