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Alice und ich: Roman [Gebundene Ausgabe]

Melanie Benjamin , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Thomas Wollermann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

8. Februar 2010
Der Roman über Alice, die Titelheldin des weltberühmten Klassikers von Lewis Carroll
"Ach, ich bin es leid, Alice im Wunderland zu sein. Hört sich das undankbar an? Das tut es. Nur, dass ich es wirklich leid bin."
Das sagt die erwachsene Alice, die als Heldin des Kinderbuchklassikers unsterblich wurde. Sie war es, die Lewis Carroll bat, die Geschichte, die er ihr erzählt hatte, aufzuschreiben. Doch der Ruhm hat sich mit der Zeit ebenso gegen Alice wie gegen Lewis Carroll gewandt. Und als sich der jüngste Sohn der Königin Victoria in die junge Frau verliebt, wird Alice endgültig aus dem Wunderland vertrieben.
Melanie Benjamin hat einen atmosphärisch dichten Roman über die wirkliche Alice geschrieben. Und sie erzählt von einem Leben, das von einem einzigen Buch bestimmt wurde.

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Produktinformation

Rezension: Jetzt reinlesen [165kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (8. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100472
  • ISBN-13: 978-3570100479
  • Originaltitel: Alice I have been
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 677.213 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich musste diese Geschichte erzählen, denn ohne die hinreißende Heldin meines Romans wäre die Welt ärmer, es gäbe keine Alice im Wunderland." (Melanie Benjamin )

Über den Autor

Melanie Benjamin lebt in Chicago, Illinois, mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen. Sie schreibt zurzeit an ihrem zweiten Roman.
Mehr Informationen auf ihrer Website www.melaniebenjamin.com

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine hinreissende Romanbiographie. Lesen! 1. August 2010
Format:Gebundene Ausgabe
'"Ach, ich bin es leid, Alice im Wunderland zu sein. Klingt das undankbar? Gewiss. Aber ich bin es wirklich leid.'"

Dass ein Buchcover mich magisch anzieht, ist eher selten. Bei 'Alice und ich' ist genau das passiert. Dem Inhalt habe ich mich eher zögerlich genähert, denn was aussen so toll aussieht, kann eigentlich nur enttäuschen. Aber weit gefehlt. Mit dieser Mischung aus Roman und Biografie, hat Melanie Benjamin eine zauberhafte Geschichte geschaffen. Sie erzählt die Entstehungsgeschichte von Lewis Caroll's 'Alice im Wunderland' und ist geschrieben aus der Ich-Perspektive von Alice Liddell.

Charles Lutwidge Dodgson, der später unter dem Künstlernamen Lewis Caroll 'Alice im Wunderland' veröffentlicht, arbeitet als Mathematikprofessor in Oxford, wo Alice Liddell zusammen mit ihrer Familie ein behütetes, privilegiertes Leben führt. Seine grosse Leidenschaft gehört der Fotografie. Mit Alice's Familie verbindet ihn eine enge Freundschaft. Ganz besonders zugetan ist er den drei Töchtern der Familie. Er verbringt viel Zeit mit den dreien, gibt aber vor allem Alice das Gefühl, sie sei etwas ganz Besonderes. Bei einem Ruderausflug erzählt er ihnen wie so häufig eine Geschichte ' er ist ein sehr begabter Geschichtenerzähler ' und Alice, die ihn sowieso schon anhimmelt, hängt förmlich an seinen Lippen. Diese neue Geschichte ist so aussergewöhnlich, dass sie ihn drängt, diese aufzuschreiben.

'"Aber du wirst dich nicht ändern, Alice, oder? Du wirst nicht wie die anderen werden? Du bist anders ' warst als Kind schon alt und weise. Da ist es nur folgerichtig, dass du im Alter jung sein wirst'."

Als Alice 11 und Dodgson 31 Jahre alt sind, passiert etwas, was diese ganz engen Bande zwischen den beiden schlagartig zerstört und was ihrer beider Leben nachhaltig beeinflussen wird. Die Alice aus 'Alice im Wunderland' zu sein, scheint wie ein Fluch auf Alice's Leben zu liegen. Statt ihrer grossen Liebe ' Königin Viktoria's jüngsten Sohn Prinz Leopold ' heiratet sie einen reichen Gutsbesitzer. "'All dies gehörte mir, einfach nur, weil ich eingewilligt hatte, einen Mann zu heiraten, den ich zwar nicht liebte, der aber letztlich der Einzige war, der mich je gefragt hatte'."

Was ist an diesem 'Alice im Wunderland' dran, dass die erwachsene Alice es nicht über sich bringt, die Geschichte ihren Kindern vorzulesen?

Fazit: Eine hinreissende Romanbiographie. Lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Mischung aus Fakten und Fiktion 18. September 2010
Von Anja Thieme (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ist es undankbar, in Form eines Welterfolges verewigt zu sein, diese Ehre aber nicht zu wollen? Für Alice Lidell ist es das nicht, sie kämpft ihr ganzes Leben gegen einen Schatten aus der Kindheit, der als Makel über allem liegt, was sie macht. Dies gefährdet in späteren Jahren ihre gesellschaftliche Stellung erheblich, viel Kummer bringt ihr das Buch "Alice im Wunderland". Was genau geschah, das bleibt offen, allerdings kann der Leser durch geschickte Andeutungen, Mutmaßungen und Gerüchte ein ganz gutes Bild darüber erhalten, was hier vorgefallen sein könnte. Dadurch wird das Buch auch ein bisschen zu einer Spurensuche. Der Roman ist komplett aus Alice' Sicht erzählt, dadurch, dass sie sich weigert, über "Alice im Wunderland" und ihre Rolle darin zu sprechen, macht sie die Suche für den Leser schwieriger.

Ihr Charakter wird ihr Leben lang begleitet. Als kleines Mädchen mit erster Schwärmerei für einen viel älteren Mann, als Jugendliche von den typischen Problemen einer Heranwachsenden geplagt, als Erwachsene auf dem glatten gesellschaftlichen Parkett, alle Lebenssituationen dieser Frau werden gelungen dargestellt und überzeugen auch über die Tatsache hinaus, dass diese junge Frau Vorbild für einen Klassiker war.

Viele Themen werden im Buch behandelt, die das ganze sehr spannend und abwechslungsreich machen. Zuvorderst steht natürlich die Frage, was zwischen Charles Dodgson und Alice Lidell vorfiel, dass ihre und seine Familie dieses Erlebnis aus allen Briefen, Tagebüchern und sonstigen Quellen tilgte, es gibt Andeutungen über Dodgsons Freundschaften zu jungen Mädchen, Fotografien und Gerüchte, doch bleibt es immer ein Geheimnis. Aber auch das gesellschaftliche Leben im viktorianischen Zeitalter wird anschaulich dargestellt, Umgangsformen, Mode und Technik, politische Umbrüche fließen in die Handlung ein.

"Alice und ich" beleuchtet das Leben einer Figur, die fast jedem ein Begriff ist, obwohl über die historischen Gegebenheiten kaum etwas bekannt ist. Der Autorin gelingt es hier sehr gut, historische Fakten, Gerüchte und Mutmaßungen so zu verflechten, dass die Übergänge fließend sind und dem Leser sehr viel mehr geboten wird, als er erwartet.
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Format:Gebundene Ausgabe
"Ach, mein Lieber, ich bin es leid, Alice im Wunderland zu sein. Klingt das undankbar ? Gewiss. Aber ich bin es wirklich leid."

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte der wahren Alice im Wunderland. Alice Liddel, aufgewachsen Mitte des 19. Jahrhunderts in Oxford, England, Tochter des Dekans und angesehener Familie... Für sie wurde "Alice im Wunderland" geschrieben, auf dass das kleine Mädchen nie erwachsen werden müsse,... doch Alice wurde erwachsen und die Geschichte brachte ihr nichts als Leid...

Die wenigsten von uns wissen, dass "Alice im Wunderland" für ein Mädchen Namens Alice geschrieben wurde. Lewis Carroll, so sein Pseudonym war Mathematikprofessor in Oxford, sein Name Charles Lutwidge Dodgson. Als Freund der drei kleinen Liddell Mädchen, Alice mit ihrer älteren Schwester Ina und der jüngeren Schwester Edith, verbringt er so manche Nachmittage mit den Mädchen, fotografiert sie und erzählt ihnen Geschichten. 1862 erzählt er die Geschichte von Alice im Wunderland, da war Alice 11 Jahre alt und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass Mr. Dodgson die Geschichte für sie aufschreibt. Ihr Wunderland. Ihre nie endende Kindheit...
Auch Elemente des Lebens finden sich in der Geschichte wieder, die Katze Dinah oder eine Anlehnung an den Vater in Form des Kaninchens, Žmit der Taschenuhr in der Hand und ständig "Keine Zeit. Keine Zeit"...

Doch schon 1963 kam es zum Bruch zwischen Alice und Mr. Dodgson... was war vorgefallen in diesem Schicksalshaften Sommer ?
Jahre später scheint "Alice im Wunderland" wie ein ŽFluch über Alice's Leben zu hängen. Verhindert sie doch zu ihrer wahren Liebe Prinz Leopold zu finden... doch was war so schlimm an dem Buch, dass es Alice vergangenheit und Zukunft überschattete ?

Melanie Benjamin hat einen sehr einfühlsamen Roman erschaffen, der auf dem wahren Leben der Alice Liddell beruht. Es gab sie wirklich DIE Alice... und damit auch ihr Leid, dass kaum jemand kennt, aber deren genaues Ausmaß auch wohl nur Alice und Mr. Dodgson allein kennen und mit ins Grab genommen haben.
Wir halten hier sozusagen eine Biographie in den Händen, allerdings in Romanform gefasst und als Ich-Erzähler aus der Sicht von Alice erzählt. Getrennt in drei Lebensabschnitte, als Kind, als junge Dame und ihrer Liebe zu Prinz Leopold und als drittes im hohen Alter, welches auch weiterhin von Leid geplagt ist, verliert sie doch auch ein Teil ihrer Sohne.

Sehr gefühlvoll ist die erzählweise, der Leser ist gefangen, gerührt und tief ergriffen. Ein Buch, dass einen so manches Tränchen verdrücken lässt. Und nicht allein deshalb verdient ein Buch ein Stern mehr, wenn es einen Leser so ergreifen kann.
Ich bin froh die Geschichte der wahren Alice zu kennen, so leidvoll sie auch ist.
Ich kann es einfach nur weiterempfehlen !

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