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Alice Schwarzer porträtiert Vorbilder und Idole.
 
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Alice Schwarzer porträtiert Vorbilder und Idole. (Taschenbuch)

von Alice Schwarzer (Autor)
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 233 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Aufl. (22. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462033417
  • ISBN-13: 978-3462033410
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 408.316 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein richtig schönes Lesebuch: 17 Porträts in Interviews und Texten, nicht zu lang, nicht zu kurz. Immer der Person, in Ausschnitten, Schwerpunkten und mit ganz privat-intimen Einblicken gerecht werdend. Und man kennt sie alle: von A wie Anke Engelke bis S wie Simone de Beauvoir.

17 Frauen sind es, die Alice Schwarzer ausgewählt hat, da ist etwas, das sie alle auszeichnet, sei es ihr Erfolg auf der Bühne, auf der Leinwand, in der Politik oder der Wissenschaft. Frauen, die Vorbilder oder, wie Brigitte Bardot und Prinzessin Diana Idole sind. Die Texte und Interviews, fast ausschließlich bereits in Emma veröffentlicht, hier nun zusammengefasst, geballte Frauenpower, sozusagen. Natürlich sind viele Fakten, Ansichten und Einstellungen bekannt, erhalten aber durch die sehr private und menschelnde Art des Interviews eine ganz eigene Note. Dennoch bleiben die Gespräche sanfter, weniger bissig und pointiert, als man sie sich angesichts des Rufes der Feministin Alice Schwarzer vorstellt. Kein unbedingter Nachteil.

Ihre Gespräche, ob mit Sandra Maischberger, Franka Potente oder Inge Meysel, haben ein privates Flair, der Umgangston ist vertraut und so plaudert es sich leichter über das, was hinter der Berühmtheit abläuft, abseits von Drehort, Theater, politischer Arena. Da kristallisieren sich Frauen heraus, deren Kraft und Stärke deutlich werden, die ihren Mann stehen, aber durch und durch Frau sind, dies auch trotz Karriere bleiben wollen. Aber auch Frauen, die laut Schwarzer "entschieden verneinen" würden, fragte man sie, ob sie sich als Vorbilder verstünden. "Denn das hieße ja, dass eine Frau sich selber ernst nimmt." Da ist sie dann, die bissige Alice Schwarzer.

"Frauen brauchen weibliche Vorbilder", so das Credo der Autorin, die hier Versammelten taugen dazu allemal. Kurzweilige Unterhaltung mit Anspruch. --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Welche Funktion haben weibliche Vorbilder und Idole? Was war prägend in ihrem Leben? Wie wurde ihr Ausbruch aus der Rolle möglich? Diesen Fragen geht Alice Schwarzer seit Jahrzehnten systematisch nach, vorzugsweise am lebendigen Stoff. Ihre Essays und Interviews zeichnen sich durch Genauigkeit beim Fragen und die vertrauensvolle Offenheit der Befragten aus. Vom Star bis zur Nobelpreisträgerin, von der Politikerin bis zur Unternehmerin, von der Komikerin bis zur Psychoanalytikerin - bei allen beleuchtet Alice Schwarzer - selbst eine der prominentesten Frauen der Gegenwart - auf gleicher Augenhöhe Stärken und Verletzlichkeiten, Rezeption und Realität, Leiden und Freude am Erfolg. Brigitte Bardot - Pina Bausch - Prinzessin Diana - Marlene Dietrich - Hannelore Elsner - Anke Engelke - Nina Hagen - Elfriede Jelinek - Hildegard Knef - Donna Leon - Gerda Lerner - Sandra Maischberger - Inge Meysel - Margarete Mitscherlich - Christiane Nüsslein-Vollhard - Franka Potente - Leni Riefenstahl - Marlene Streeruwitz - Heide Simonis - Friede Springer - Margarethe von Trotta.


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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Alice Schwarzer porträtiert Vorbilder und Idole, 27. November 2003
Alice Schwarzer überdenkt im Vorwort ihres neuen Buches den Begriff Vorbild und grenzt ihn scharf von dem des Idols ab. Während für die Autorin das Vorbild eine neue Ausrichtung der Frauenrolle verkörpern soll, spiegelt das Idol, wie etwa Lady Diana, bloße diffuse Wunschträume wider. Es wird der Frage nachgegangen , wie Frauen eine Vorbildfunktion erlangen können, die fernab vom herkömmlichen Mutterideal angesiedelt ist. Die Journalistin porträtiert siebzehn prominente Frauen, von der die ein oder andere möglicherweise Vorbild für ihre Geschlechtsgenossinnen sein könnte, insofern nämlich, dass sie mit ihrer herkömmlichen Rolle gebrochen hat und nach Schwarzer damit zur Wegbereiterin für alle Frauen geworden ist. Allerdings zeigt selbst die erfolgreichste unter diesen siebzehn Damen - die Biochemikerin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein - Volhard - nur ganz verhalten ihre Freude, wenn es um ihre Verdienste geht, weil sie sich des Neides der Männer bewusst ist und die Probleme kennt, die sich aus diesem Neid entwickeln können. Trotz der hervorragenden intellektuellen Vorleistungen Simone de Beauvoirs, über die die Autorin im vorliegenden Buch einen interessanten Essay geschrieben hat, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sich die Frauen ihren fairen Anteil an dieser Welt dauerhaft gesichert haben. Ob eine Anke Engelke oder eine Inge Meysel sich diesbezüglich als geeignete Wegbereiterinnen erweisen werden, wird sich zeigen! Alice Schwarzer allerdings, das dürfte heute schon klar sein, leistet für nachfolgende Frauengenerationen wirklich Vorbildliches , indem sie unbeirrt und mit viel Bewusstsein versucht alte Zöpfe abzuschneiden und nicht selten in ihren Bemühungen erfolgreich ist! So bleibt zu hoffen, dass Alice Schwarzers Traum vom vollständigen Menschen, bei dem das biologische Geschlecht keine Rolle mehr spielt, irgendwann in naher Zukunft einmal wahr werden wird!
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12 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Die aktuelle Sparempfehlung, 13. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Es scheint, als veröffentliche Schwarzer angestaubte Emma-Aufsätze, wenn ihr so gar nichts mehr einfällt. Die Lobhuddeleien haben allerdings wiederum Tradition bei ihr: waren da
bereits „Warum gerade sie?" (wo nichts weiter als Klatsch und ein bißchen Schwarzer'sche Psychologisierung zu finden waren), die Romy Schneider-Biografie (wobei zu erwähnen wäre, daß die leider NICHT verhinderte Journalistin Schwarzer hierbei einmal mehr die Grundregel für seriösen Journalismus mißachtet hat, die Quellen genau zu prüfen, was ihr einen Plagiatsprozeß bescherte, den sie zwar gewann, was aber dennoch peinlich für Schwarzer ist: was taugt bitte eine Biografie, die sich ungeprüfter Quellen bedient??) oder auch die Dönhoff-Hommage, in welcher Schwarzer unterwürfig auf die Knie sinkt (und sich ungewollt als Verfechterin des Klassenunterschiedes outet). Mit ihrem Vorbilder-Buch untermauert unsere Alice einmal mehr etwas, was wir bereits seit zwei Jahrzehnten wissen: die Infotainerin ist endgültig im Establishment angekommen und möchte es sich in den Wohnzimmern der Stars gemütlich machen. Allerdings sind ihr penetranter Hang zur Selbstinszenierung und auch das für sie charakteristische egozentrische Schulterklopfen nicht zu vermissen: sie versteht es auch hier, das Interesse vom Sujet wieder auf die eigene Person zu ziehen. Von den Portraitierten bleibt somit meist wenig übrig und ihre Gedanken werden, wie schon so oft zuvor, zu aufgeblasenen und bodenlosen Phrasen, die den Anschein von Tiefe erwecken möchen, sich bei genauerem Hinschauen aber als zu kurz gedacht (wenn überhaupt) erweisen. Schlimmer noch: wer auch nur ein klitzekleines bißchen mit der deutschen Sprache vertraut ist, wird peinlich berührt sein von Schwarzer's katastrophal schlechtem Stil und ihren verquanzten Sätzen. Das Ärgerliche an Schwarzer ist, daß sie nicht mehr an einer Sache interessiert ist und ihre Texte immer und immer wieder dieselbe Mischung aus Selbstherrlichkeit, Oberflächlichkeit, Großquatscherei und ein Geschiele auf medienwirksame Skandale (was, das muß man fairerweise sagen, in dem besprochenen Buch ein wenig hinten angestellt wird, dafür gibt der Stoff wohl auch zu wenig her) aufweisen. Anyway... Schwarzers unkritische Stammleserschaft wird auch dieser Uralt-Aufguß erfreuen.
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