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Alice [Gebundene Ausgabe]

Judith Hermann
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [115kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Fischer, S., Verlag GmbH; Auflage: 1. (4. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100331826
  • ISBN-13: 978-3100331823
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 194.462 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Sie kann ja schreiben. Ein genauer Blick auf das, worauf es ankommt: ein verlassener, weißer Kiesstrand, ein blauer Bikini, eiskaltes Wasser. Doch, das kann sie: schauen. Und aufschreiben. Judith Hermann hat ihr drittes Buch fertig, zehn Jahre nach "Sommerhaus, später", sechs Jahre nach "Nichts als Gespenster", wieder nicht der von ihr erwartete Generationenroman, wieder nur Erzählungen, fünf an der Zahl. Aber: In jeder die gleiche Protagonistin, Alice, Mittdreißigerin, Berlinerin, einsam und traurig. Und in jeder das gleiche Thema: Tod, Trauer, Abschiednehmen. Man kann den Inhalt so beschreiben, flapsig: Um Alice herum sterben die Männer wie die Fliegen. Der Geliebte, der Freund, der Mann. Krebs, Fieber, Suizid. Nur Malte ist die Ausnahme, der ist Alice' Onkel und bringt sich um, einen Monat vor Alice' Geburt. Im Ergebnis ist "Malte" damit die stillste Geschichte in diesem Buch, das sich ohnehin an der Grenze zum Verstummen bewegt. Man darf Hermann nichts vorwerfen, sie kann ja, was sie macht: schauen. Und aufschreiben. Schweigen, sich durch Berlin schleppen, die Wohnung zu groß, das Auto zu teuer, jetzt wo der Partner fort ist. Das passiert ja wirklich, das stimmt ja alles. Jetzt aufschreiben. (fis)

Kurzbeschreibung

Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr - und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Judith Hermann erzählt mit fester und berührender Stimme, wie Lebenswege sich kreuzen, die Richtung ändern und unwiederbringlich auseinandergeführt werden. Vollständige Lesung -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nichts als Gespenster 24. Juli 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Judith Hermann ist mittlerweile 39 Jahre alt, Mutter außerdem, und wer Kinder kriegt, läßt auch den Tod in sein Leben. Die Tatsache, dass man sterblich ist, läßt sich nicht mehr wegdrücken, wenn man älter wird, wenn man Kinder hat, und es ist gut, dass eine Schriftstellerin sich mit dem Thema auseinandersetzen will.
Schade ist, dass es nicht so recht gelingt. Die vorliegenden fünf Geschichten, die sich locker in einem Tag weglesen lassen, bleiben hängen in Beobachtungen der Oberfläche. Was dahinter liegt, ist allenfalls zu ahnen; das Unerhörte, das geschieht, wenn jemand stirbt, den man kennt, bleibt unbeschreiblich im Wortsinn. Schön geschrieben ist das alles durchaus, ruhig und gesammelt. Aber die Texte öffnen keine neuen Blickrichtungen, Alice verändert sich nicht durch ihre Begegnungen mit dem Tod, sie geht durch all das hindurch, ohne davon wirklich berührt zu werden. Es gelingt Judith Hermman nicht, ihren Figuren Leben einzuhauchen - letzlich sind sie nichts als Gespenster.

Für den Umfang des Bandes ist der Preis viel zu hoch, die Aufmachung allerdings sehr hübsch. Trotzdem würde ich raten, auf die Taschenbuchausgabe zu warten oder, besser noch, "Sommerhaus, später" wieder einmal zu lesen.
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Braucht kein Mensch 25. Mai 2009
Von Tobias Nazemi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wie habe ich mich gefreut, als ich in meiner Buchhandlung endlich das neueste Werk einer meiner Lieblingsautorinnen erblickte. Vier oder fünf Jahre hat sie einen auf ein neues Werk warten lassen. Leider wieder kein Roman. Etwas dünn, große Lettern, teuer - aber egal.

Die erste Geschichte fand ich noch ganz passabel. Kein großer Wurf, sprachlich etwas konstruiert literarisch, aber ok. Ein-Wort-Sätze, keine Anführungszeichen und Fragezeichen bei wörtlicher Rede, etc. Wer es mag...

Bei der zweiten Geschichte fängt es dann schon an, sehr durchschaubar zu werden. Da ist ein kranker Conrad, der plötzlich und unerwartet stirbt. Wer dieser Conrad ist und was die Protagonistin mit ihm zu tun hat, wird einem nicht verraten. Diese Geschichte hätte Potenzial zu mehr gehabt. Bricht aber leider ab.

Die dritte Geschichte ist dann nur noch eine weitere Variation des bereits bekannten Schemas. Schon wieder ein alter Mann kurz vor dem Ende, Alice schon wieder am Abschied nehmen, schon wieder null Information über die Beziehung zur Protagonistin.

Die vierte Geschichte habe ich dann nur noch angelesen. Allein der Name "Malte" hat mir schon Unwohlsein bereitet und ich fing an, beim Lesen zu schimpfen und mit den Augen zu rollen. Bitter enttäuscht habe ich das Buch vierzig Seiten vor dem Ende dann zur Seite gelegt und mir dabei noch mal das Autorenfoto im Klapper angeschaut. Müde Augen, Oma-Frisur - was ist nur mit der jungen, dynamischen Frau Hermann passiert?

Fazit: Definitiv kein Buch für alte Judith Hermann-Fans. Eher ein Buch für alle, die bei den Büchern von Elisabeth Kübler-Ross das literarische Etwas vermissen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein bisschen blass 2. Januar 2012
Von eyas
Format:Taschenbuch
In jeder der fünf Geschichten dieses Erzählbandes begegnet die Protagonistin Alice dem Tod. Die Menschen, denen sie kurz vor dem Tod begegnet, rücken zunächst in die Ferne, sind ehemalige Geliebte, lang nicht mehr gesehene Freunde, Verwandte von Freunden, schließlich ein bereits vor ihrer eigenen Geburt verstorbener Verwandter. Sie sterben an Krankheiten, am Alter oder am Selbstmord. Alice wird zufällig mit ihrem Tod konfrontiert, weil die Toten irgendwann einen Auftritt in ihrem Leben hatten. So distanziert wie ihr Verhältnis zu den Sterbenden ist auch Alices Verhältnis zu deren Tod. Sie hat ihrem Platz im Leben.
Schließlich stirbt Alices Lebensgefährte; die Verhältnisse verkehren sich. Das blühende Leben hat nur noch kurze Auftritte und wo es auftritt, knüpft es sich an Erinnerungen an den Verstorbenen, an den Tod.

Judith Hermann unternimmt einen ehrlichen Versuch, sich dem Thema Tod zu nähern. Sie verweigert sich dem Pathos und den großen Deutungen. Die meisten Tode ziehen an Alice vorüber, ohne einschneidende Veränderungen in ihrem Leben zu hinterlassen. Das Sterben - wer könnte auch das Sterben beschreiben? - bleibt ein unnachvollziehbarer Prozess, der nur in der Faktizität medizinischer Nachrichten überhaupt fassbar wird.

Die Protagonistin bleibt dem Leser über 180 Seiten so fremd wie die Sterbenden der Protagonistin. Auch Alices Trauer geht zuletzt am Leser vorüber, ohne Spuren zu hinterlassen. So ist das eben im Leben, könnte man meinen: Der Tod eines Menschen geht uns selten nahe. Aber was hätte die Literatur dann gekonnt, wenn alles in ihr genauso wäre wie im Leben, genauso effizient, genauso blass?
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Vor 13 Monaten von Chrissi veröffentlicht
Der Mensch hinter den Geschichten
Um hinter das Geheimnis, den speziellen Klang von Judith Hermanns Geschichten zu kommen, sollte man sich einmal mit der Autorin selbst beschäftigen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von P.Hastings veröffentlicht
???
Begegnung mit dem Tod? --- aber bitte nicht so unterkühlt, sachlich, keine Ahnung, es hat mich wenig gefesselt. Lesen Sie weiter...
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Ich bin Judith Hermann verfallen seit ich 1999 ihr erstes Buch geschenkt bekommen habe. Ihre klare Sprache, ihr einfacher, aber gewaltiger Ausdruck und der meist reduzierte Inhalt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2010 von Christian Rösch
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Auch ich hatte mich sehr auf das neue Buch von Judith Hermann gefreut und muss nach Beendigung der Lektüre mich nun leider in die Schlange derer einreihen, die bitter... Lesen Sie weiter...
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