50 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der tägliche Kampf..., 5. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alice im Hungerland: Leben mit Bulimie und Magersucht. Eine Autobiographie (Taschenbuch)
Das Buch "Alice im Hungerland" hat mich durch schwere Zeiten begleitet. Ich habe es schon an die 7 Mal gelesen, es ist das beste Buch, was ich je über Essstörungen gefunden und gelesen habe.
Da ich ebenfalls vor ca. 7 Jahren an Anorexie erkrankt bin, kann ich mich in vielen Situationen, die Marya beschreibt wiedererkennen. Auch wenn der Umfang des Buches vielleicht im ersten Moment abschreckend ist, war ich sehr betroffen, als ich es das erste Mal zuende gelesen hatte.
Marya schildert viele Situationen, die ich durchlebt habe oder durchlebe, die mir schwer fallen in Worte zu fassen. Sie hat eine tolle Art sich auszudrücken und enthüllt Verhaltensmuster, die nur Betroffene in und auswendig kennen. Als ich es das erste Mal gelesen habe, war der Zeitpunkt wohl nicht gerade der Beste, ich befand mich zwischen meiner Entlassung aus der ersten Klinik und meinem schlimmsten Absturz, wo es wirklich um Leben oder Tod ging.
Ich würde es nicht unbedingt weiter empfehlen, wenn man sich ohnehin schon in einem instabilen Zustand befindet, da es ziemlich ernüchternd ist und vieles deutlich macht, was man ignoriert oder nicht wahr haben möchte. Das Buch bringt die eigene erschaffene Welt, der Magersüchtigen und Bulimieker näher, in der es ausschließlich um Zahlen, Gewicht und Kalorien geht.
Es ist ein täglicher Kampf, den man an manchen Tagen verliert und an manchen Tagen gewinnt.
Ich denke mit diesem Buch kann man auch den Laien oder Angehörigen einen besseren Eindruck verschaffen, was es heisst essgestört zu sein, es geht schon lange nicht mehr nur ums Abnehmen... .
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das beste Buch zu diesem Thema, 3. April 2000
Von Ein Kunde
Marya Hornbacher hat ihre eigene Geschichte ohne Selbstmitleid und Verniedlichung der Gefahr von Bulimie und Magersucht geschrieben. Da ich selbst seit 2 Jahren an Bulimie leide kann ich sehr gut nachvollziehen wie sie sich in dieser Zeit gefühlt hat. Ich kann ihre Gefühle nur voll und ganz bestätigen!!! Ich habe viele Bücher zum Thema Bulimie gesucht und das war das einzige Buch, das kein Sachbuch war und sich mit der Geschichte einer Betroffenen befasst hat. Ich denke, dass Leute, die nicht's mit diesen Süchten zu tun haben das nicht nachvollziehen können, aber das Buch ist es wert es zu lesen, egal ob man Bulimikerin oder Anorektikerin ist, oder nicht. Wirklich sehr empfehlenswert. Das Buch hat mir geholfen!!!
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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
alles echt, alles wahr...aber gefährlich!, 20. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Alice im Hungerland: Leben mit Bulimie und Magersucht. Eine Autobiographie (Taschenbuch)
Ich habe es mehrmals gelesen(immer in guten Phasen meiner Essstörungen)-fand es jedesmal zermürbender, aufreibender und deprimierender. Es zog mich nur noch tiefer in die Probleme hinein. In der Tat ist dies ein fesselndes und ehrliches Buch. Betroffenen würde ich vom Lesen allerdings eher abraten - auf die Gefahr hin, dass gerade das jemanden, der selbst in einer essstörung steckt (vielleicht ohne es zu wissen??), neugierig macht. Ich kann nur diese Lobeshymnen nicht so im Raum stehen lassen! Das Buch schreit in den Ohren gefährdeter Personen förmlich nach Nachahmung-so schrecklich auch alles geschildert ist. Intelligenter Stil und für Angehörige oder Interessierte sicher eine Hilfe fürs bessere Verständnis.
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