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Alice Herz-Sommer - "Ein Garten Eden inmitten der Hölle": Ein Jahrhundertleben: Das Jahrhundertleben [Gebundene Ausgabe]

Reinhard Piechocki , Melissa Müller
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

21. September 2006
Vor über hundert Jahren, 1903, wird Alice Herz-Sommer in Prag geboren. Es ist das Prag der Habsburger Monarchie, es ist das Prag von Franz Kafka, Max Brod und Felix Weltsch, die häufige Gäste im Hause Herz sind. Alice empfindet Kafka wie einen großen Bruder, sie geht als Kind mit ihm spazieren und lauscht seinen Geschichten. Früh entdeckt Alice ihre Liebe zur Musik. Mit sechzehn wird sie jüngstes Mitglied der Meisterklasse an der Deutschen Musikakademie in Prag, und schon wenige Jahre später ist sie eine der bekanntesten Pianistinnen der Stadt. Doch nach und nach wird die Welt von Alice brüchiger. Schon als Kind ist sie antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, im Ersten Weltkrieg verliert ihr Vater fast sein gesamtes Vermögen, und als 1942 ihre Mutter deportiert wird, ist es für Alice, als sei auch ihr Leben an ein Ende gekommen. Da fasst sie einen verzweifelten Entschluss: Sie wird die 24 Etüden von Frédéric Chopin einstudieren, die technisch schwierigsten Klavierstücke, die sie kennt und die selbst Artur Rubinstein nie in einem Fluss gespielt hat. Die Musik rettet ihre Seele. Als zwölf Monate später auch sie, ihr Mann und ihr sechsjähriger Sohn nach Theresienstadt deportiert werden, ist einmal mehr die Musik ihre Rettung. Mit mehr als hundert Konzerten schenkt sie den Mithäftlingen Kraft und Hoffnung in einer Welt von Hunger, Leid und Tod. Ihrem kleinen Sohn, der als einer der Hauptdarsteller mehr als fünfzigmal in der Kinderoper »Brundibár« auftritt, schafft sie ein »Paradies inmitten der Hölle«. Nach der Befreiung hat Alice unter dem Terror Stalins zu leiden. Sie emigriert nach Israel und unterrichtet am Jerusalemer Konservatorium. Im Alter von 83 Jahren zieht sie zu ihrem Sohn, mittlerweile ein weltbekannter Cellovirtuose, nach London. Dort lebt sie bis heute – und noch immer spielt sie jeden Tag Klavier.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Droemer (21. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426273896
  • ISBN-13: 978-3426273890
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 327.535 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Reinhard Piechocki, geboren 1949, hat sich als Autor zeitgeschichtlicher und kunsthistorischer Publikationen einen Namen gemacht. Über seine Leidenschaft für die Klaviermusik ist er mit Alice Herz-Sommer in Kontakt gekommen, mit der ihn seit vielen Jahren eine enge Freundschaft verbindet. Melissa Müller, 1967 in Wien geboren, ist Autorin und Journalistin. Ihre Bücher, u.a. "Das Mädchen Anne Frank" und "Bis zur letzten Stunde - Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben" (zusammen mit Traudl Junge), waren Bestseller und wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Melissa Müller lebt in München.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ueberleben mit Hilfe der Musik 5. Dezember 2006
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Musik konnte Alice Sommer immer in ihre eigene paradiesiche Welt versetzen. Dies war ihr eine grosse Hilfe als ihre reale Welt in der Nazi-Zeit höllisch wurde. Das zentrale Thema dieses Buches beschreibt diese Jahre.

Sie wurde 1903 in einer jüdischen Familie in Prag geboren, die kulturell eingelebt und deutschsprechend war. Von frühen Jahren an spielte sie Klavier and mit 21 Jahren hatte sie ihr Debut als Solistin mit der Tschechischen Philharmonie. 1932 hat sie Leopold Sommer geheiratet und ihr Sohn Stephan (später Raphael genannt) wurde 1937 geboren.

Mit der Nazi Besetzung der Tschechoslowakei in 1939 und der täglichen, demütigenden Verfolgung der jüdischen Bürger änderte sich das Leben der Familie sehr schnell. Und dann fing es mit den Deportationen an. Im Julie 1942 wurde zuerst Alices 72-jährige Mutter aus ihrem Altersheim nach Theresienstadt deportiert (und von dort in das Treblinka Todeslager). Ein Jahr später, im Julie 1943, waren Alice, Leopold and der 6- jährige Stephan an der Reihe nach Theresienstadt deportiert zu werden.

Die körperlichen Zustände waren dort grauenvoll, aber einige Monate ehe die Familie Sommer dort ankam, hatte die SS entschieden Theresienstadt ein `Muster-Lager' zu machen

für die Inspektoren des Internationalen Roten Kreuzes. Somit erhielten die Deportierten Musik-Instrumente (die von Juden konfiskiert worden waren) und die Erlaubnis, ihre eigenen Vorstellungen anzulegen. Alice gab als Pianistin viele Solo-Konzerte welche sehr ergreifend in dem Buch beschrieben sind.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein exzellentes Buch über eine wunderbare Frau 6. Dezember 2006
Von P. Bohley
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses "Jahrhundertleben", in dem Alice Herz-Sommer ihrem kleinen Sohn

Raphael einen "Garten Eden inmitten der Hölle", - im KZ Theresienstadt -,

bereiten konnte, wird in diesem Buch engagiert und spannend geschildert,

so spannend, daß man Tag und Nacht liest und danach sofort wieder mit dem

Lesen beginnt. Bisher habe ich dieses Buch dreimal gelesen und werde es

sicher wieder und wieder lesen, weil ich stets von Neuem verstehen lerne,

welche Kraft die Musik dieser wunderbar tapferen Frau gegeben hat und

immer noch gibt. Sie lebt ja noch und führt ihr Leben in klarer und beispielhafter Weise.

An ihrem Leben darf man lesend teilhaben und man gewinnt bei diesem

Lesen Freude und neuen Lebensmut.

Dank an Melissa Müller und Reinhard Piechocki für dieses sehr gute Buch !

Ein besonders schönes Weihnachtsgeschenk !!!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Agnes-Bernadette VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Portal zum Bewerten von Büchern dient meinem Verständnis nach im allgemeinen dazu, Interessenten mitzuteilen wie gut oder schlecht ein Buch ist. Da es sich bei diesem Buch aber nicht um einen Roman, sondern um die Schilderung eines Lebenswegs handelt, muss man anders vorgehen als üblich. So kann im Vordergrund nicht die Bewertung der literarischen Leistung stehen. Es erscheint mit deshalb besser zu erklären, wie das Buch auf mich gewirkt hat und welche Eindrücke es hinterlassen hat.
Das Buch beginnt in Prag des Jahres 1903, als Alice und ihre Zwillingsschwester Marianne zur Welt kommen. Obwohl Marianne von der Mutter bevorzugt wird, während Alice sich deren Aufmerksamkeit beinahe erarbeiten muss, durchlebt Alice eine glückliche Kindheit. Als sie fünf Jahre alt ist beginnt sie, Klavier zu spielen. Eine Geschichte der Großmutter über Gustav Mahler veranlasst sie dazu.

Ihre Kindheit, die Jahre als junge Pianistin und Klavierpädagogin in Prag sowie alle anderen Stationen und Situationen in Alices Leben werden authentisch geschildert. Mir ist natürlich bewusst, dass das Lob auf schriftstellerischer Ebene vor allem den beiden Autoren gebührt, dennoch hätte dieses Buch nicht ohne Alice eindrucksvolles Erinnerungsvermögen entstehen können, vor allem gelingt es ihr stets, dem Leser die damalige Zeit, die Menschen, ihre Charaktere und Situationen nahe zu bringen. Man bekommt so nicht nur eine Vorstellung vom Prag der 20er Jahre, sondern auch von vielen anderen Orten und Menschen in Alices Leben. Nicht zuletzt wird selbstverständlich auch die Entrechtung der Juden durch die Nationalsozialisten geschildert. Alice, ihr damals sechsjähriger Sohn und ihr Mann werden nach Theresienstadt deportiert.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik ist eine Himmelsmacht 18. Oktober 2006
Von Rena Ritz
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Vielen Dank an die Autoren Melissa Müller und Reinhard Piechocki für dieses wunderbare Buch über das Leben dieser ganz großartigen Frau Alice Herz-Sommer!Ich habe das Buch in wenigen Tagen ausgelesen. Ich konnte gar nicht aufhören. Mir ging die unglaublich schwere authentische und doch so versöhnliche Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau total unter die Haut. Eine Frau, die das KZ hauptsächlich durch ihre Musik überlebte, heute noch lebt und in ihrer Lebensgeschichte aussagt: "Laßt nie den Hass in euren Herzen aufkommen. Die Musik ist einfach wirklich eine Himmelsmacht, ganz egal welchen Glauben mat hat und welcher Religion man angehört." Ach würden nur alle Menschen so denken und alle dieses Buch voller Zuversicht und Lebensmut lesen, die Ältern von uns, die ja um das Schicksal des jüdischen Volkes wissen, aber vor allem alle jungen Menschen, . Es würde helfen zu WOLLEN, daß so Fürchterliches nie mehr wieder geschehen möge. Ich war tief beeindruckt und der Stil der Schriftsteller hat mich sehr angesprochen. Grosses Kompliment!!!
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