Wie der Titel schon sagt, ist diese Version von "Alice im Wunderland" ein klein wenig anders als die, die man sonst kennt.
Wie bei der Verfilmung mit Johnny Depp ist Alice auch hier schon erwachsen, doch das das Wunderland wirklich Wunderland ist, kann man auf den ersten Blick nicht so richtig erkennen. Es sieht vielmehr wie eine verlassene und heruntergekommene Stadt ohne Menschen aus. Doch das erscheint nur auf dem ersten Blick so, denn viele verstecken sich vor den Schergen der roten Königin und halten sich meist im Verborgenen auf.
Nicht nur von der Umgebung und der Atmosphäre her haben sich die Produzenten nur geringfügig an den anderen Alice-Filmen gehalten, sondern auch von den Charakteren und der Geschichte her.
Selbstverständlich versuchen die wenigen "freien" Bewohner des Wunderlandes die rote Königin zu stürzen und natürlich spielt auch wieder der Hutmacher eine große Rolle dabei.
Doch hier hören meiner Meinung nach die Gemeinsamkeiten und Parallelen auch schon auf.
Denn nicht das weiße Kaninchen lockt Alice ins Wunderland, sondern die Entführung ihres Freundes Jack, welcher später noch ein wichtige Rolle einnehmen wird (welche, möchte ich hier nicht verraten). Außerdem führt der Weg ins Wunderland nicht wie üblich über ein Loch in der Erde, sondern über Spiegel, die durch den Ring von Wunderland geöffnet und geschlossen werden.
Außerdem findet Alice Hinweise auf ihren verschwundenen Vater, welchen sie seit ihrer Kindheit nie mehr gesehen hat und sie versucht ihn aus den Händen der Königin zu befreien, was alles andere als leicht ist.
Alice findet auf ihrer Reise durch das Wunderland und im Kampf gegen die rote Königin einige Verbündete und Freunde und schlussendlich gelingt es ihnen, die Königin zu Fall zu bringen und ihre Macht zu zerbrechen. Jemand anderes wird neuer Herrscher von Wunderland und Alice kehrt zurück in ihre Welt, doch nicht allein.
Denn im Laufe des Film hat sich die Beziehung zwischen dem Hutmacher und ihr sehr geändert und so kommen sich die beiden am Ende ziemlich nahe, was mich persönlich sehr gefreut hat, denn ich fand es schon bei "Alice im Wunderland" mit Johnny Depp schade, dass die beiden nicht zusammen gekommen sind. Bei "Alice" steht die leicht dramatische Beziehung der beiden etwas mehr im Vordergrund und das könnte ein Grund dafür sein, dass mir diese Verfilmung am besten gefällt.
Zudem muss ich zugeben, dass ich mir "Alice" nur allein wegen dem Schauspieler gekauft habe, der den Hutmacher spielt: Andrew-Lee Potts. Denn in diesem Film kann er meiner Meinung nach endlich einmal zeigen, was in ihm steckt und das finde ich einfach nur großartig. Außerdem harmoniert er wunderbar mit Caterina Scorsone, die die Alice verkörpert und ich finde, dass die zwei super zusammenpassen. Zudem geht Andrew in dieser Rolle voll auf und ist meistens sehr witzig, aber auch ernster und erwachsener als in manch anderen Rollen.
Das es "Alice" nur auf Englisch mit niederländischen Untertiteln gibt mag zwar manchen deutschen Fan etwas abschrecken, doch ich selbst habe den Großteil wunderbar verstanden und Englisch ist nun wahrlich nicht gerade meine größte Stärke. Gut, wenn die Dialoge zu sehr ins Detail gingen habe ich schon etwas den Faden verloren, doch meistens kann man schon allein durch logisches Denken sich vorstellen was gerade gesagt wurde.
Ich kann also "Alice" nur weiterempfehlen, denn obwohl es eine völlig andere und neue Version von "Alice im Wunderland" ist, ist es trotzdem sehr gelungen und ich finde es auch gar nicht tragisch das es bisher nur die englisch-sprachige DVD gibt, denn die Original-Stimmen hören sich meiner Meinung nach immer noch am besten an. Zudem spielt Andrew einfach göttlich und das allein macht alles andere wieder wett^^
Deshalb meine 5 Sterne für diese etwas andere Version von "Alice im Wunderland".