Das Buch von Ottmann und Widmayer gehört sicherlich zu den etablierten Algorithmen-Einführungen im deutschsprachigen Raum. Alle wichtigen Verfahren zum Sortieren, Suchen und zur Manipulation von Listen, Mengen, Bäumen und Graphen sowie geometrische Algorithmen werden ausführlich vorgestellt. Gegenüber dem Buch von Sedgewick fehlen allerdings einige Verfahren aus den Bereichen Mathematik und Kryptographie, auch sind die Beispiele hier in einem Pseudocode verfaßt, was immerhin den Vorteil hat, das man von konkreten Programmiersprachen unabhängig ist. Wenn man alle Komplexitätsbetrachtungen verstehen will, kommt man ohne gute Uni-Mathekenntnisse nicht weit, die Erläuterungen sind hier eher knapp. Alles in allem wohl ein Buch für Informatikstudenten an der Uni, für Hobbyprogrammierer oder Leute, die es gern praxisnah haben, weniger geeignet.