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Alfred Hitchcock
 
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Alfred Hitchcock [Broschiert]

Alfred Hitchcock , Lars-Olav Beier , Georg Seeßlen , Georg Seesslen
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Bertz + Fischer (12. August 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3929470764
  • ISBN-13: 978-3929470765
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 17,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 398.508 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Die Zeit, 09.12.1999
In einer Sammelrezension hat sich Norbert Grob mit den folgenden zehn Büchern über das Metier des Films, seinen Mythen, Machern und Mitspielern beschäftigt:
1) Robert Fischer (Hrsg.): "Truffaut/Hitchcock"
Wie die Videokopie zur Breitwand verhält sich das bisher greifbare Taschenbuch der Truffautschen Interviews mit Alfred Hitchcock ("Mr.Hitchcock, wie haben Sie das gemacht") zu dieser Ausgabe: die Fotos aus den entsprechenden Filmen sind neu beigefügt. Ob dieser Band allein dadurch schon zur "vollständigen" Ausgabe wird (so vollständig wie das frz. Original?), darüber klärt der Rezensent nicht weiter auf, begeistert sich dafür aber noch einmal für den "abenteuerlichen Dialog" der beiden so wichtigen Regisseure.
2) Lars-Olav Beier/Georg Seeßlen: "Alfred Hitchcock"
49 Autoren, und zwar die "wichtigsten deutschsprachigen Filmkritiker und -essayisten" sind von den Herausgebern zu teils freundlichen teils "respektlosen" und gar "zornigen" Aufsätzen über den Meister animiert worden.
3) Enno Patalas: "Alfred Hitchcock"
Ein "entspanntes" und "reflektiertes" Portrait zu Karriere und Werk Hitchcocks ist Patalas gelungen, meint Grob und hebt besonders die Einsichten des Autors in die "seltsame Fantasie" Hitchcocks hervor, die in H.s früher Entdeckung Edgar Allan Poes ihren Ursprung habe; dessen "Lust an der Furcht" habe Hitchcock früh als seine eigene entdeckt.
4) Donald Spoto: "Alfred Hitchcock und seine Filme"
Sehr breit angelegt und manchmal "umständlich" hat dieser Autor seine Hitchcock-Würdigung angelegt, – allein die Analyse des Films "Vertigo" nimmt schon 42 Seiten in Anspruch, moniert der nicht allzu enthusiastische Rezensent.
5) Antoine de Baecque/Serge Toubiana: "Francois Truffaut"
Als sehr detaillierte Biografie des wichtigsten Vertreters der französischen Nouvelle Vague, würdigt Grob dieses Buch. Kindheit bei den Großeltern, Erziehungsheim und Rowdyjahre, Soldatenzeit und Truffauts erste Tuchfühlung mit dem Medium des Films als Kritiker sind nachgezeichnet. Die Kinoleinwand wird von den Autoren als "Fluchtpunkt" herausgearbeitet für einen, der sich an der "Wirklichkeit rächen" wollte, bemerkt Grob.
6) Barbara Leaming: "Marilyn Monroe"
Obwohl die Autorin sich für ihre Biografie etwas anderes vorgenommen hatte, nämlich die Suche nach den psychischen Wunden, die der Monroe durch die mangelnde Achtung ihrer Arbeit geschlagen wurden, hat sie doch wieder nur den bekannten Durchmarsch durch die bekannten Affären, Zusammenbrüche und Skandale geliefert, urteilt der enttäuschte Rezensent.
7) Richard Blank: "Jenseits der Brücke. Bernhard Wicki"
Eine "anschauliche" Schilderung Wickis als "authentischer" Schauspieler, den auch Grob seinerzeit, wie er bekennt, als "Idealbild des Neuen Mannes" bewundert hat; dabei hat der spätere Regisseur selbst seine Zeit vor der Kamera eher als vergeudete angesehen.
8) Elisabeth Bronfen: "Heimweh"
Die Autorin entdeckt in diesem Essay als unterschwelliges Thema Hollywoods die amerikanische Erzählung von der Fremde, von Heimatlosigkeit, Weggang und Rückkehr, die sie beispielhaft für mehrere Regisseure – darunter Pabst, Sternheim und auch Hitchcock – analysiert; Grob meint: ein "interessanter Entwurf".
9) Geoff Andrew: "Stranger than paradise"
Mit Filmemachern außerhalb des Mainstream – wie Hartley, Haynes, Jarmusch und Sayles – beschäftigt sich dieses Buch, dessen Autor die "Lust des Filmesehens" anzumerken ist, schreibt Grob.
10) Georg Seeßlen: "Copland"
Der Autor beschäftigt sich mit der Mythologie des Polizisten im Film (besonders den USA), der am Ende als kaputter Typ zur Doppelfigur von "Erlöser und Dämon" geworden ist. Seesslen ist hier eine "detailkundige Genre-Exegese" gelungen, urteilt Grob.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Das Opus magnum des Hitchcock-Jahres ... ein Werk, an dem keiner vorbei kommt" (epd Film)

"Ein ebenso faszinierendes wie hochrangiges Konvolut ... eine Schule des filmischen Sehens" (film-dienst)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hitchcock einmal anders 11. November 2009
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Pluralismus belebt die Meinungsbildung. Nachdem der hochgeschätzte Top-Rezensent Mathias zu dem Schluss gekommen ist, das Buch führe zu keinen neuen Erkenntnissen und die Genialität der Hitch-Filme spreche für sich selbst, lautet mein Urteil anders: Die Hitch-Klassiker wie Alfred Hitchcock und seine Filme. (Donald Spoto) und Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?: Aktualisierte Taschenbuchausgabe (François Truffaut) sind zwar ungemein wichtig, aber der vorliegende Band kann sich von ihnen noch abheben und viel Neues hinzufügen. Wer sich für Hitch interessiert, kommt ohne ihn eigentlich nicht aus. Das Buch ist auf erfrischende Weise alternativ, enthält bekannte Themen und Filme unter einem neuen Blickwinkel oder auch einmal neue Themen, die die anderen Bücher auslassen. Die ungeheure Varianz hat es der Tatsache zu verdanken, dass es sich um ein Sammelwerk handelt. Zahlreiche anerkannte Filmpublizisten widmen sich den einzelnen Filmen und Themen. Es seien nur wenige genannt: Lars-Olav Beier (heute "Der Spiegel"), Michael Althen, Verena Lueken (beide F.A.Z.), und diese sympathische junge wilde Clique, die u.a. auch für das Liebhaberprojekt "steadycam - eine Filmzeitschrift" mit einer erfrischenden Mischung aus Sachkenntnis und hemmungsloser Filmliebe schreibt bzw. es herausgibt (zum Beispiel Milan Pavlovic und Ulrich von Berg).

Der Band hat, wie alles aus dem Bertz-Fischer-Verlag (und übrigens auch "steadycam") zunächst einmal bei der Bebilderung die Nase vorn: In Hülle und Fülle gibt es Bilder und Fotostrecken von ganzen Sequenzen, die der Verlag auch immer passend in den jeweiligen Text integriert. Und der ist ebenfalls nicht ohne, der Text. Neben kurzen Aufsätzen zu den Filmen gibt es einen immerhin über zweihundert Seiten langen Anfangsteil mit längeren Essays zu bestimmten Schwerpunkten. Es kann nur Einzelnes herausgegriffen werden: Wenn Lars-Olav Beier beschreibt, "Wie Hitchcock seinen ärgsten Feind bekämpfte - die Logik", so ist dies nicht nur ein Lesevergnügen, sondern auch eine dringende Notwendigkeit: Während Spoto und Truffaut wie Jünger zu ihrem Gott aufschauen und die Einwände der Wahrscheinlichkeitskrämer nicht gelten lassen, wagt Beier einen unverstellten wachen Blick auf so manchen Schwachsinn in Hitch-Plots. Dass er dennoch voller Bewunderung für den Meister ist und gleich mit erläutert, wie er sehr kalkuliert von den Logiklöchern ablenkt, zeigt: Beier macht es sich nicht zu einfach, verfällt trotz gnadenloser Dekonstruktion nicht in Häme und führt die Hitch-Bewunderer nicht als Idioten vor. (Dies will höchstens Lästermaul Ulrich von Berg in seinem Torn-Curtain-Verriss, der etwas überzogen, aber schon verdammt scharfsinnig und lebendig geschrieben ist.)

Weitere Höhepunkte: Georg Seeßlen schafft in seiner gelegentlich etwas komplizierten Art ein aufschlussreiches Kompendium derjenigen Filme, die Hitch imitieren, zitieren oder parodieren (hier kann sogar der eingefleischte Brian de Palma-Fan vielleicht noch etwas lernen), und Frank Arnold widmet sich einem bei der Konkurrenz sträflich vernachlässigten Thema: Alfred Hitchcocks Fernseharbeiten.

Bei den einzelnen Filmen können die allermeisten Beiträge noch etwas herauskitzeln, was bei Spoto und Truffaut nicht drinsteht. Aus Platzgründen möchte ich mich auf ein Beispiel beschränken, das sehr ungewöhnlich gewählt scheint, aber meines Erachtens symptomatisch ist: Zu "Mr. und Mrs. Smith" (nein, nicht der Brangelina-Ballerfilm, sondern Hitchs Screwball Comedy von 1940) findet man ausschließlich im vorliegenden Band einen brauchbaren Text (von Frank Schnelle). Truffaut und Spoto erscheinen hier zu devot: Letzterer kann dem Film wenig abgewinnen, meint aber, ohne Hitch als Regisseur wäre er noch viel schlechter geworden (warum, bleibt im Dunkeln). Ersterer hakt kaum nach, wenn Hitch erzählt, er habe sich nicht für die Figuren interessiert und auf Autopilot geschaltet. Doch Schnelle macht es vollkommen anders. Er nähert sich dem Film nicht aus der Hitch-Perspektive, sondern aus der Screwball-Comedy-Perspektive, und das ist ein Gewinn. Schalten wir einfach einmal das Vorwissen um die typischen Hitch-Elemente aus und schauen uns an, was dieser Film taugt, so lässt sich einiges Substanzielles über ihn berichten, was jemanden, der aus der Hitch-Innenperspektive schreibt, nicht interessiert, oder was ein solcher "Insider" gar nicht erst bemerkt. So ist das öfter in diesem Buch. Die Autoren kennen ihn zwar gut, ihren Hitchcock, und sie respektieren ihn (bis auf Ulrich von Berg), aber sie sind nicht hörig und trauen sich ruhig einmal, Unsinn Unsinn und beispielsweise Farley Granger ("Der Fremde im Zug") einen schlechten Schauspieler zu nennen. Die Autoren sind unbefangener als die Konkurrenz. Gerade dieser unbefangene Blick auf Hitchs Werk ist eine Bereicherung und macht diesen Band einzigartig.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Dieses 1999 erschienene Buch ist vor allem insofern innovativ, als man endlich einmal etwas über einen von der Hitchcock-Literatur bisher sträflich vernachlässigten Bereich im Schaffen des Meisters erfährt: seiner Fernseharbeit. Das rund 480 Seiten umfassende Werk widmet dieser Periode immerhin 20 Seiten. Bemerkenswert auch die spannend geschriebenen Essays, die diverse Aspekte von Hitchcocks Oeuvre beleuchten (z.B. Liebe auf der Flucht, Logik bei Hitchcock, Soundtracks etc.) Das Herzstück des Buches bilden die detaillierten Besprechungen der einzelnen Filme, wobei namhafte Kritiker jeweils einen Titel vorstellen. Neben etlichen Hommagen an den „Master of Suspense" findet sich hier auch ein herber Verriss: Ulrich von Berg über „Torn Curtain". Ich finde es sehr gut, dass diese mutige Kritik mit aufgenommen wurde, zumal sie ungeheuer lebendig und humorvoll abgefasst wurde. Man kann Herrn von Berg sicherlich in vielen Punkten zustimmen, zumindest was diesen speziellen Film betrifft, wenn man auch seine generelle Aversion gegen Hitch nicht ganz nachvollziehen kann. Insgesamt ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch!
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