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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wichtigste Quelle der Spielforschung & schönstes Buch zur Kulturgeschichte des Spiels,
Von timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Alfons X. "der Weise": Das Buch der Spiele (Gebundene Ausgabe)
"Das Spiel ist die höchste Form der Forschung".(Albert Einstein) Während seiner Zentralspanienreise im April 2010 stattete timediver® auch dem zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden "Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial" einen Besuch ab. In der dortigen Real Biblioteca konnte er auch einen Blick auf das einzige Original des "Libro de los juegos", auch "Libro del ajedrez, dados y tablas" genannt, werfen. Das "Buch der Spiele" wurde zwischen den Jahren 1251 und 1283 auf Geheiß von Alfonso X. "el Sabio" de Castilla zusammengestellt. Die 98seitige Ludographie eines Enkels von Stauferkönig Philipp von Schwaben, der zudem zwischen 1257 - 1273 selbst als deutscher Gegenkönig fungieren sollte, enthält 150 Farbabbildungen und behandelt die ältesten, in Europa bekannten Probleme, die sich aus Figurenkonstellationen im Schachspiel ergeben. Daneben beinhaltet es früheste Beschreibung von Alquerque (einem Vorläufer des Damespiels), Backgammon und anderen Würfelspielen, sowie Tabellen, die zum Teil aus der muslimischen Welt stammten. Das "Buch der Spiele" wurde vom spanischen Mediziner, Historiker und Schachspieler Ricardo Calvo Mínguez (1943 - 2002) und dem Direktor des Schweizerischen Spielmuseums in La Tour-de-Peilz, Ulrich Schädler, aus dem Altspanischen übersetzt. Zusammen mit Ass. Prof. Dr. Rainer Buland vom Institut für Spielforschung/Playing Arts an der Universität Mozarteum Salzburg zeichnet sich Ulrich Schädler schließlich als Herausgeber für die im September 2009 erfolgte Veröffentlichung verantwortlich. In der vom im Wiener LIT Verlag publizierten Reihe "Ludographie" stellt das Buch Band I dar. Nach einer Einleitung der beiden Herausgeber zur Buchreihe und einem Vorwort von Ulrich Schädler folgt unter der Überschrift "Von Spielen, dem Menschen und dem wahren Glauben" eine 40seitige Einführung. Neben Entstehung, Aufbau und Sinn des "Libros de los juegos" ist dieses Kapitel auch einer Beschreibung der detailreichen Miniaturen des Werks gewidmet. In Kapitel zwei erfährt der Leser alles über Herkunft, Geschichte, Ausstattung, Regeln etc. des Schachspiels, das nach der persischen Bezeichnung für König (Schah) auch als Spiel der Könige bezeichnet wird. Der Einführung "Das Buch vom Schach" folgt "Das Schachbuch". Es werden zunächst der indische Vorläufer und dann die Regeln, Aufstellung, Benennung, Zugweise, Figuren usw. des arabisch-mittelalterlichen Schachs vorgestellt. Den Quellen arabischer Schachtraktate folgen islamische und europäische Merkmale, die zu Schwierigkeiten beim Kompilationsprozess führten. Danach folgt ein Kernstück des Werkes Alfons X., das anhand von Diagrammen und zum Teil mittelalterlicher Miniaturen insgesamt 103 "Schachprobleme" analysiert. Die nachfolgenden 131 Seiten behandeln nacheinander in fünf Kapiteln "Das Buch der Würfelspiele" mit einer Vielzahl von Tabellen, "Das Buch der Tricktrack-Spiel" (die abgebildeten Minaturen lassen an Backgammon erinnern), "Die Schach-, Würfel und Tricktrack-Varianten" (u. a. mit sieben oder achtflächigen Würfeln), "Das Buch vom Alquerque (und vom Mühlespiel)" und schließlich "Die Astrologischen Spiele" mit Spielsteinen für Sonne, Mond und die (damals) bekannten Planeten. Beeindruckend ist neben dem "Sphärenschach" und dem "Planeten-Tricktrack" besonders das Byzantinisches Rundschach (Seite 279). Erwähnenswert ist ebenfalls eine Synopse mit dem Titel "Die Planetengötter im Sentenario und im Spielebuch". Auch die letztgenannten Kapitel zeichnen sich durch kunstvolle Miniaturen, Originaltexte und Kommentare aus. Den Abschluss des Bandes bildet eine umfangreiche Auswahlbibliographie mit Quellen aus der Zeit Alfons X. Bis in die Gegenwart. Den beiden Herausgebern und dem LLIT Verlag ist nicht nur eine hervorragend kommentierte Übersetzung (Neuauflage) eines der wichtigsten Quellen der Spielforschung, sondern auch dem schönsten Buch zur Kulturgeschichte des Spiels gelungen. Hierfür gebühren ihnen 5 Amazonsterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Ein ausgesprochen gelungenes Buch,
Rezension bezieht sich auf: Alfons X. "der Weise": Das Buch der Spiele (Gebundene Ausgabe)
Das "Buch der Spiele" präsentiert das zugrunde liegende Werk Alfons des Weisen in einer überaus informativen und durch die zahlreichen Illustrationen aus dem Original höchst dekorativen und ansprechenden Weise, die zudem durch umfassende Kommentare zu den enthaltenen Spielen, deren Herkunft und Geschichte bereichert wird. Chapeau! Eine rundum gelungene Publikation, die neugierig auf die nächste macht.
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