Historische Romane sind wieder schwer im Kommen. Wer Romane mag, die im alten Rom spielen, sollte Hans Dieter Stöver lesen. Stöver schreibt so anschaulich, dass der Leser den Circus Maximus, das Colosseum oder die Via Appia zur damaligen Zeit wirklich vor Augen hat. Sein Held Gaius, Sohn eines römischen Senators und Offizier Caesars, kandidiert für das Amt des Aedilen. Nach einem Giftmord ermittelt er erneut in einem gekonnt inszenierten und überaus spannenden Fall. An vielen Stellen darf aber auch gelacht werden, etwa über seinen Gehilfen Alexander, dessen prudentia (Klugheit) doch hin und wieder zu wünschen übrig lässt.
Das Schöne für den Leser: Stöver ist Historiker und weiß, wovon er schreibt. Seine Helden sind zum Teil historisch verbürgt, zum Teil erfunden. Dieses Zusammenspiel von Geschichte und Dichtung ist das Besondere an Stövers Kriminalromanen. Unbedingt empfehlenswert.