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Alexander Zemlinsky. Der Traumgörge (Oper) (Gesamtaufnahme) [Doppel-CD]

Alexander von Zemlinsky , James Conlon , Davis Kuebler , Patricia Racette , Iride Martinez , et al. Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Audio CD (12. Januar 2001)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: EMI Classics (EMI)
  • ASIN: B00004Z0EF
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.063 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Der Traumgörge - Alexander von Zemlinsky,James Conlon,Davis Kuebler,Patricia Racette,Iride Martinez,Andreas Schmidt,Michael Volle,Lothar Odinius,Zelotes Edmund Toliver,Julian Rodescu

Produktbeschreibungen

Amazon.de

1906 stellte Alexander von Zemlinsky -- während seiner erfolgreichen Tätigkeit als Opernchef in Prag -- sein drittes Bühnenwerk Der Traumgörge vor. Nachdem der Komponist Anton Webern Einsicht in die Partitur genommen hatte, teilte er Zemlinsky mit, dass ihm das Werk "unsäglich gefalle". Gustav Mahler, dazumal noch Direktor der Wiener Hofoper, erklärte sich bereit, das Werk uraufzuführen. Allerdings sollte es nicht dazu kommen. Mahler trat von seinem Direktionsposten zurück und sein Nachfolger Felix Weingaertner fühlte sich an das Versprechen nicht mehr gebunden. So wurde das Werk 1980, fast ein Dreivierteljahrhundert später inmitten einer freudig begrüßten Zemlinsky-Renaissance in Nürnberg uraufgeführt. Dennoch fand Der Traumgörge nur eine bescheidene Anerkennung. Ob es an dem eher trivialen Libretto von Leo Feld lag, mag man kaum glauben -- wie viele Opern über belanglose Libretti sind weltberühmt geworden! Man weiß es einfach nicht. Dabei verfügt das Stück über etliche brillante Einfälle und raffinierte harmonische Konstellationen, die für äußerst expressive Momente sorgen.

James Conlons Einspielung der Oper ist mehr als eine Wiedergutmachung. Vor allem kann er sich auf die solide Leistung seiner Solisten stützen, die sich über die triviale Reimerei des Librettisten Feld hinwegsetzen und den Figuren ein überzeugendes Charakter-Gepräge geben. Sie verleihen der Geschichte um den verträumten Bücherwurm Görge, der von der kessen Müllerstochter Grete wegen des forschen Hans' abgewiesen wird, und der schließlich mit der Waisen Getraud sein Glück findet, Plastitzität und Glaubwürdigkeit. --Teresa Pieschacón Raphael

Produktbeschreibungen

EMI 557087; EMI ITALIANA - Italia;

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollständig überzeugende Einspielung 3. Februar 2001
Format:Audio CD
Musikalisch gehört diese erst 1980 nach langer Vergessenheit uraufgeführte Oper Zemlinskys sicher zu seinen schönsten und ergreifensten Werken. Der Klangzauber, den Zemlinsky zur Darstellung von Görges Traumwelt und der Idylle des Nachspiels aufbietet, ist so betörend, daß sich die Frage aufdrängt, warum dieses Stück nicht häufiger den Weg in ein Opernhaus findet. Wahrscheinlich ist die äußere Handlung des Stücks doch zu mager, um Regisseuren auf Dauer einen Anreiz bieten zu können (was jedoch den Hörgenuß daheim kaum schmälern dürfte); vielleicht haben aber auch einfach zu viele Leute die abschreckende, furchtbar zusammengekürzte Einspielung Gerd Albrechts gehört, in der sich die Sänger durch ihre Partien stemmen und von dem orchestralen Zauber nichts mehr zu spüren ist. Wer das Stück bisher nur durch diese Aufnahme kennt, sollte der Oper jetzt eine zweite Chance geben, denn:

Dies ist die beste Einspielung des Stücks, die man sich nur wünschen kann! (Fast) alle Sänger verzichten zugunsten der Textverständlichkeit und Klangschönheit auf überflüssiges Vibrato und forcierte Töne (nur bei den beiden Bässen ist ein übermäßiges Tremolo kaum zu überhören). Ein derartig kultivierter Gesang wird natürlich erst durch einen einfühlsamen Dirigenten wie James Conlon ermöglicht, der seine Sänger mit dem Orchester nicht zudeckt. Susan Anthonys Prinzessin singt wirklich bezaubernd schön, und Patricia Racette gestaltet Gertrauds Monologe mit herzzerreißender Eindringlichkeit. An den dramatischen Höhepunkten („Pfingstfeuer!") mag man die nötige Klangfülle in ihrer Stimme vermissen, aber der größte Teil ihrer Partie ist sehr lyrisch angelegt, wofür ihr Stimmklang genau richtig ist. Doch jede Aufführung dieser Oper steht und fällt mit der richtigen Besetzung der Titelpartie, und bei David Kuebler ist sie genau in der richtigen Kehle. Er bewältigt diese mörderische Partie nicht nur scheinbar mühelos, sondern stellt auch sehr überzeugend einen vielschichtigen Charakter dar. Der introvertierte Träumer gelingt ihm ebenso glaubwürdig, wie der verbitterte Zyniker oder der erzürnt seine Geliebte verteidigende Held.

Diese Aufnahme ist selbst ein Traum, und kein Liebhaber der Werke Zemlinskys sollte sie sich entgehen lassen. Wer mit den Opern Zemlinskys bisher nicht soviel anzufangen wußte, wird sie vielleicht durch dieses Stück für sich entdecken können.

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