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Bild: Nur gelegentlich werden helle Hintergründe von einem sanften Mattscheibeneffekt durchzogen (00.12.50, 00.36.10, 00.43.55, 00.46.02). Das Scopebild ist sehr Kontrast-/und Farbstark. Die Schwarzdarstellung ist hervorragend (00.40.35, Mond) und ermöglicht bis hin zur sehr sauberen Weißwiedergabe eine sehr große Darstellung auch feinster Farbstufen. Auch in Szenen völliger Dunkelheit bleiben im Fackelschein noch die Gesichtskonturen klar erkennbar (00.21.50). Die Schärfewirkung ist auch in Kameranahen Einstellungen etwas zurückhaltend in der Abgrenzung von Konturen (00.35.00 Schriftrollen).
Ton: Die englische Tonspur klingt ein wenig luftiger in seiner Raumentfaltung. Atmogeräusche, wie z.b. sanft wehender Wind, kommen hier klarer, manchmal überhaupt erst zu Gehör. Die Wiedergabe von Dialogen ist erstklassig und das Stimmvolumen reicht außerordentlich tief hinab in den Grundtonkeller. Feine Klänge des Scores, fernes Pferdewiehern und flammende Fackeln sorgen für ein detailfreudiges Ambiente. Effekte treten nicht immer, aber an den wichtigen Stellen auf (00.46.50, Jubel der Krieger).
Extras: Leider nur 6 Trailer, die Premium Edition wird eine Vielzahl Extras enthalten. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Oliver Stone hat nicht David Leans Subtilität oder den Luxus von 'Lawrence', an dem ein Jahr gedreht wurde, dafür aber Leidenschaft und Mut zur Kontroverse. In 'Platoon' zeigt er die Notwendigkeit von Killer und Gewissen fürs Überleben, in 'Alexander' mehr den Menschen als den Feldherrn und das Ideal einer reinen Liebe, die an eine Person, nicht an ein Geschlecht gebunden ist. Alexanders Verhältnis zum Jugendfreund Hephaistion (Jared Leto) spiegelt das von Achilles/Patroclus, doch Stone thematisiert, was 'Troja' nicht wagte - eine Beziehung von Urvertrauen, die eben auch sexuell war. Die Gewichtung ist von elementarer Bedeutung für das Verständnis von Alexander, der in einem vergifteten Klima des Misstrauens groß wurde. 40 Jahre nach seinem Tod setzt der Film ein.
Vor der traumhaften Kulisse Alexandrias diktiert Ptolemaios seine Erinnerungen, bleibt als Erzähler präsent im Film, schließt Informations- und Zeitlücken, gibt Einblicke in die Titelfigur und in die historische Entwicklung vor und nach ihm. Ein Rückblick führt in Alexanders Jugend, in der er aufgerieben wird zwischen seiner kultivierten, aber paranoiden Mutter (Angelina Jolie), die in ihm einen neuen Achilles, einen Gott sieht, und seinem wilden, übermächtigen Vater (Val Kilmer), um dessen Anerkennung er kämpfen muss. Das Motiv der Verschmelzung, von Barbar und Kulturmensch, sichtbar bei Alexander, seinen Eltern, aber auch im Verhältnis Griechen und Makedonen, zieht sich durch den ganzen Film, besonders in Alexanders Traum, die Kulturen des eroberten Ostens mit dem Westen zu vereinen. Der Rassismus, den hier mit Ausnahme Alexanders Figuren aus jedem Kulturkreis zeigen, wird in einer Brücke zur Moderne deutlich herausgefiltert. Auch Alexanders Entdeckerlust, seine Sehnsucht, die Grenzen der bewohnten Welt zu erreichen, spricht der Film in Bildern an, während seine Grausamkeit, die Vernichtung etwa von Theben und Persepolis, im Dialog versteckt wird. Stone weiß, was er Zuschauern zumuten darf, ohne die Sympathien zu verlieren. Natürlich muss der Film vieles verkürzen, gibt es keine Bilder vom Zug in die ägyptische Oase Siwah oder der Massenhochzeit von Susa, ist Beschränkung auch in den unzähligen Gefechten Alexanders unumgänglich.
Nach etwa 45 Minuten orchestriert Stone mit der Schlacht von Gaugamela, in der Alexander die persische Übermacht besiegt, den ersten von zwei Actionevents - ein digitales Spektakel, das Chaos und Konfusion stiftet und damit spiegelt, wie der persische Großkönig und die meisten Krieger auf beiden Seiten wohl die Schlacht erlebt haben müssen. Zwar wird so die mitreißende Dynamik der Ringschlachten nicht erreicht, aber mit ungewöhnlichen Perspektiven, Strategieeinblicken und Kampfgetümmel doch der Fanblock zufriedengestellt. Noch packender als diese Sequenz ist die Waldschlacht in Indien, in der sich die Makedonen mit Kriegselefanten schlagen müssen und Alexanders Charisma als Feldherr sichtbar wird.
Visuell ist Stones Film im Unterschied zu Vangelis' Soundtrack oft ein Genuss, ganz besonders in Babylon, das so traumhaft und verführerisch wirkt, wie es auch Alexander empfunden haben muss. Schauspielerisch überzeugt im Grunde das ganze Ensemble, haben Angelina Jolie, ganz besonders aber Colin Farrell in der Titelrolle große Momente. Am Ende, nach knapp drei Stunden, hat man vieles, wenn auch längst nicht alles aus diesem großen Leben gesehen, aber die Triebfedern dieser Persönlichkeit verstanden. Und das ist für 'Alexander', der nie eine Schlacht verlor, ein Sieg. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Angetrieben durch Träume von Ruhm und Abenteuer, ein Herrscher über ein riesiges Imperium aber innerlich zerrissen.
Mutig und ehrlich zeigt der Film Alexanders (Colin Farrell) Leben und die Beziehungen zu seiner Mutter Olympias (Angelina Jolie), seinem Vater Philipp (Val Kilmer), seinem Heeresführer Hephaistion (Jared Leto), der ein Leben lang sein bester Freund blieb, zu Roxane (Rosario Dawson), seiner ehrgeizigen und schönen Frau, und schließlich zu Ptolemaios (Anthony Hopkins), seinem zuverlässigen General und Vertrauten.
Alexander: Ein Mann, der mit 25 Jahren bereits 90 Prozent der damals bekannten Welt erobert hatte und in nur acht Jahren mit seinen nahezu unbesiegbaren Armeen eine Strecke von 35.000 Kilometern zurück legte. Als er mit 32 Jahren starb, hatte er durch seine Eroberungen ein Imperium geformt, das einzigartig blieb in