-
Tipp für Studenten
Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.
| ||||||||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Alexander der Große. Eroberer der Welt gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 1,35 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern. |
Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel? |
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Die neue Ausgabe (und verbesserte Übersetzung) von Klett kommt rechtzeitig zur Kinoversion von Alexanders Leben, für die diese Biografie von Fox eine Vorlage lieferte. Das Buch ist edel in Leinen gebunden, mit schönem Schuber und Lesebändchen, ausreichend Kartenmaterial (etwas mehr hätte nicht geschadet), einigen Bildern und in edel-eleganter Aufmachung - kurz: der bibliophile Leser kann begeistert sein.
Für wissenschaftlich vorgebildete sei noch gesagt, dass Fox Zitate aus alten Quellen oft direkt in den Text einbaut, ohne jedoch jegliche Quellenangabe, was ein Nachvollziehen oft aussichtslos macht. Der Anmerkungsapparat zu den Kapiteln ist ebenso eigenwillig, mit etwas Mühe jedoch durchschaubar.
Insgesamt ein Must-Read zum Thema Alexander - eine wunderbar ausgestaltete Lebensbeschreibung mit ausführlicher Schilderung der historischen Hintergründe pikant gewürzt mit fein-britischem Humor. Fortgeschrittenen ans Herz zu legen und für Einsteiger die beste erste Wahl.
Man mag einiges kritisieren: weder werden strukturgeschichtliche Fragen tiefergehend erörtert (wie etwa der Aspekt von Alexanders Vergöttlichung, sein Verhältnis zur indigenen Bevölkerung oder die Logistik seiner Feldzüge), doch war es ja auch nicht die Absicht des Autors, dies zu tun (dem daran interessierten Leser sei unter anderem Joseph Roisman (Hg.): Brill's companion to Alexander the Great, Leiden 2003 und Hans-Ulrich Wiemer: Alexander der Große, München 2005, ans Herz gelegt).
Lane Fox wollte ein Panorama des Mannes entwerfen, der auch noch in der Moderne verehrt (Droysen, Tarn oder auch Hammond) oder eher abgelehnt wird (Worthington, Bosworth, ähnlich Peter Green und Ernst Badian). Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Seine Darstellung ist sehr flüssig geschrieben, teils sogar ausgesprochen spannend, und dabei doch, bei aller Zuneigung, die er zweifellos für Alexander empfindet, kein reines Loblied, sondern eine historisch funiderte Lebensbeschreibung des Mannes, der aus Makedonien auszog, ein Weltreich zu erobern und der damit den Griechen das Tor zur Welt öffnete: Auch wenn bereits vorher die Griechen im Osten wirkten, erst der Alexanderzug ebnete den Weg für die Hellenisierung des Orients und damit für das Römische Reich, welches daran anknüpfte, und das Christentum, welches sich nach Paulus Aspekte der griechischen Philosophie bediente.
Aufgrund der ambivalenten Quellenlage bezüglich Alexanders ist das Problem, das sich jedem Biographen dieses Mannes stellt, beträchtlich: nicht so sehr die Ereignisse, vielmehr ihre Interpretation ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Daher muss man die Darstellung von Lane Fox nicht unbedingt teilen, sie ist aber kaum weniger treffend als diverse andere Versuche, das Wesen des Makedonen einzufangen - jede Generation schafft sich wohl ihren eigenen Alexander und das vorliegende Buch ist dabei durchaus überzeugend.
Kritisieren möchte ich an dieser höchst geschmackvoll gestalteten Neuausgabe (an der mir auch das interessante Nachwort von Wolfgang Will gefiel; Klett-Cotta mausert sich langsam zu einem interessanten Anbieter für antiken Geschichte: siehe auch "Die Römische Revolution" von Syme, "Hannibal" von Barceló und "Sparta" von Welwei) nur wenig: der Anmerkungsapparat ist etwas umständlich gestaltet (man wollte wohl wieder auf "abschreckende" Fußnoten verzichten...), ein paar Abbildungen mehr hätten nicht geschadet, ebenso wünschte ich mir, dass manche Ergebnisse der modernen Forschung stärker mit eingeflossen wären - sei`s drum, die Biographie von Lane Fox ist hervorragend geschrieben und recherchiert und ein Beispiel für lebendige Geschichtsschreibung - dies kann man leider nicht von vielen modernen Geschichtswerken sagen.
In einem 600-Seiten dicken Schmöcker (der sich jedoch besser und flüssiger lesen lässt als so manches Taschenbuch zu diesem Thema) beschreibt Robin Lane Fox das Leben, Kämpfen und Sterben von Alexander dem Großen. Dass er dabei sämtliche Quellenangaben in den Anhang verbannt hat, mag auf den echten Historiker befremdlich wirken, für einen Geschichtslaien wie mich war der Lesegenuss dadurch jedoch umso größer.
Lane Fox steht Alexander eindeutig positiv gegenüber, stellt ihn nicht als Tyrann oder größenwahnsinnigen Brutalo dar, verschweigt jedoch auch seine dunkle, widersprüchliche Seite nicht. Er versucht die Beweggründe und Motive der Taten des antiken Feldherrn verständlich zu machen, nicht jedoch sie zu entschuldigen. Der Autor lädt den Leser ein auf eine überraschende, spannende, manchmal erschreckende und oppulente Suche nach Alexander dem Großen, und man folgt ihm nur zu gerne, was, neben einer Fülle von Informationen zur makedonischen, griechischen und persischen Kultur, vorallem auch an dem unkomplizierten und famosen Erzählstil von Lane Fox liegt. Manche Kapitel waren so interessant und spannend, dass ich sie zweimal lesen musste, wie etwa der Tod Phillips, die Schlacht bei Gaugamela, die Ermordung des Kleitos oder die Verschwörung der königlichen Pagen.
Ich muss sagen, wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man auch den umstrittenen Film von Oliver Stone um ein vielfaches besser. Auch wenn ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, warum so wichtige Ereignisse, wie die Schlacht von Issos oder die Zerstörung von Persepolis darin nicht vorkommen.
In jedem Fall kann ich diese Biographie jedem wärmstens empfehlen, der sich für Alexander oder für Geschichte im Allgemeinen interessiert. Ein besseres Buch zu diesem Thema ist kaum zu finden.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|