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Produktinformation
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18 Audio-CDs, 2 Bonus-MP3-CDs, Laufzeit 22:38 Std.
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Das Buch ist in historischer Hinsicht verläßlich, was die bekannten Tatsachen betrifft. Selbst Alexanders Bisexualität ist ein Thema, obwohl ich das gar nicht erwartet hatte. Es werden natürlich größere Zeitsprünge gemacht, da das Buch sich über ca. 30 Jahre zieht; trotzdem kann man den Entwicklungen gut folgen.
Ein paar Mängel hat das Buch jedoch, nämlich das Auslassen nachvollziehbarer Gründe, wieso sich Phillip und Olympias entzweien. Desweiteren verkommt Olympias, über die historisch nicht viel Zuverlässiges bekannt ist, zu einem schrecklich flachen Charakter. Ich fand es schon etwas zweifelhaft sie als so "böse" darzustellen, wie ihre Gegner das in den einzig erhaltenen historischen Quellen getan haben, aber muß zugeben, dass sie anfangs trotzdem ein interesanter Charakter war. Gegen Ende wr sie aber nur noch die macht- und geldgeile Mutter, die ihrem Sohn ins Gesicht sagt, er solle ihr alle Reichtümer aus Asien schicken, da er selbst nicht lange genug leben wird um sie auskosten zu können. Das machte sie für mich völlig unglaubwürdig.
Ein weiterer Minuspunkt sind die Karten, die im Buch enthalten sind. Es ist eine Zumutung! In der Mitte zwischen zwei Seiten wurde nämlich nicht einmal ein bißchen Platz gelassen, so dass man die Städtenamen an dieser Stelle raten darf. Außerdem fehlte bei meiner HC Ausgabe ein Teil des Glossars, d.h. ein Eintrag endete mitten im Wort und wurde auf der nächsten Seite nicht fortgeführt. So gut der Roman auch geschrieben ist, so schlampig wurde der Anhang zusammengestellt. Schade.
Haefs Roman ist nicht einfach zu lesen. Die Vielfalt der verschiedenen, teils recht exotisch klingenden Namen ist enorm, Haefs tendiert dazu in langen Exkursen vom eigentlichen Erzählstrang abzuschweifen, die Geschichte wird überhaupt recht episodenhaft erzählt und es dauert seine Zeit bis die Handlung an Fahrt aufgenommen hat. Hält man jedoch durch und hat sich erst einmal eingelesen, wird man belohnt mit einem spannenden, sprachlich brillanten und raffiniert zusammengesetzten literarischen Mosaik, welches sich nach und nach aus den einzelnen Episoden zusammensetzt. Auch die Lebendigkeit mit der Haefs seine Geschichte erzählt, ist atemberaubend. Er nimmt seinen Leser mit in die billigen Spelunken des antiken Griechenlands, so dass man fast schon glaubt, den billigen Wein zu riechen und den Musiker Dymas spielen zu hören. Wenn der Autor die Schlachten beschreibt, meint man die Schreie der sterbenden zu vernehmen und den Geruch der Verwesung zu atmen. Mit "Alexander" ist Haefs sein wohl bester Roman gelungen.
Ich kann mich den vielen guten Rezensionen zu diesem Buch leider nicht anschließen. Lesen Sie weiter...
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