Der Autor hat in dieser Trilogie gut recherchierte Fakten und Ereignisse zusammengetragen und zu einem Roman zusammengefasst.
Er gibt dabei einen präzisen und korrekten Überblick über Zahlen, Daten und Ereignisse rund um das Leben Alexanders des Großen.
Schlachten werden detaillegetreu und spannend wiedergegeben, der Lebensstil der unterschiedlichen Kulturen mit Liebe zum Detail dargestellt. Anhand von Landkarten kann man jeden Schritt der Protagonisten nachvollziehen.
Bei der Darstellung von Personen verzichtet der Autor jedoch darauf, mehr als notwendig in die Tiefe zu gehen. Die jeweiligen Charaktere werden in der Regel eindimensional dargestellt, eine Entwicklung findet kaum statt. Gut und böse sind somit von Anfang an leicht zu
erkennen. Auch hat man als Leser nicht den Eindruck, in archaische Denkmuster eingeführt zu werden, die Akteure muten in ihrer Denkweise eher modern an.
Die Intimität der wenigen frivolen Szenen steht im Gegensatz zu den meist schablonenhaft und distanziert agierenden Akteuren.
So bleibt am Ende ein einfach strukturiertes, aber gut lesbares und spannendes Geschichtsepos, welches antikes Grundwissen auf schlichte, aber gefällige Art vermittelt.
Da es außer von Gisbert Haefs meines Wissens keine weitere Romanvorlage Alexander des Großen gibt, und mir die Romane Haefs' in den Formulierungen zu ordinär ausfallen (schmatzen, rülpsen, grunzen, ausgeschlagene Augen auf das Schlachtfeld werfen, ect.), wird die Trilogie Manfredis hier relativ hoch bewertet.