Es waren seine Alemannischen Gedichte , die dem südbadischen Dichter Johann Peter Hebel Anfang des 19. Jahrhunderts zu Bekanntheit und schriftstellerischem Erfolg verhalfen. Inspiriert von dem sehnsuchtsvollen Andenken an seine Heimat, die er aufgrund eines beruflichen Wechsels nach Karlsruhe 1791 hatte verlassen müssen, gelang ihm ein Werk mundartlicher Dichtkunst, für das er weitreichende Anerkennung fand. Mit seiner schlichten, urwüchsigen und doch kraftvollen, bildreichen Sprache schuf er Szenen des bodenständigen Volkslebens und einer lieb-vertrauten, in allem beseelten Natur, die über die Grenzen Deutschlands hinaus die Leser berührten. Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden deshalb Versuche unternommen, Hebels Mundartgedichte ins Französische zu übersetzen. Da diese Fassungen jedoch an vielen Stellen wichtige Inhalte und Pointen der Beibehaltung des Reimes opfern, besteht immer noch Bedarf an einer Übertragung, die dem Sinngehalt und der Originalität der Hebel schen Verse gerecht wird. Raymond Matzen, der als Elsässer im Deutschen wie im Französischen beheimatet und als emeritierter Leitender Professor des Dialektologischen Instituts der Universität Straßburg ein ausgewiesener Fachmann für das Thema ist, hat sich nun der Aufgabe angenommen.
Das vorliegende Buch erscheint anlässlich des Geburtstages von Johann Peter Hebel, der sich am 10. Mai 2010 zum 250. Mal jährt.
Das vorliegende Buch erscheint anlässlich des Geburtstages von Johann Peter Hebel, der sich am 10. Mai 2010 zum 250. Mal jährt.