Wer noch keinen Lieblingsautor hat, aber gern einen hätte, sollte sich den Namen Sarek merken. Aldikalypse Now ist ein guter Einstieg. Von schwarzem Humor wie in "Der Komparse", wo ein Leiche spielender Statist im Verlauf nur weniger Zeilen als sein eigener Mörder gesucht wird, über die an Bösartigkeit grenzende Satire in "Die Anderen", bis hin zur rührenden Liebesgeschichte zwischen einem deutschen Hundertmarkschein und einer italienischen Tausend-Lire-Note (Der Geruch des Geldes), lernt man in diesem Buch einen Autor seltener Prägung kennen. Wer bisher glaubte, Yoga-Volkshochschulkurse könnten nicht spannend sein, wird durch "Zen" eines besseren belehrt. Und wer nicht weiß, wie man sich als Deutscher an italienischen Stränden verhalten soll, erfährt es durch "Bella Italia". Dieses Buch trifft ins Schwarze. Wenn auch nicht immer von vorn.