Abdul, Diamantis und Nedim sind Matrosen, die auf ihrem alten Cargo nicht mehr gebraucht werden. Ihr Schiff, die Aldabéran, liegt im Hafen von Marseille. Der Eigner des Schiffes ging Konkurs. Jean Claude Izzo, der leider zu früh verstorbene Dichter und Poet von Marseille, beschreibt das Warten dieser drei Gestrandeten. Eine traurige Geschichte (wie alle Geschichten von Izzo); wie immer gelingt es ihm, die Schicksale so zu schildern, dass die Lektüre einem das Herz wärmt. Beim Lesen spürt man trotz der häufigen Brutalität die Hitze dieser Stadt, man hört auch die Musik, die die Geschichte immer wieder begleitet.
Nedim, ein junger Türke, möchte zurück in seine Heimat.
Diamantis hat endlich Zeit, seine Jugendliebe in Marseille zu suchen.
Und Abdul, der Kapitain, versteht nicht, wieso ihn seine geliebte Frau verlassen will, weil er immer wieder weg auf das Meer gehen muss!
Arbeitslose Matrosen an Land, in Marseille, dieser quicklebendigen, vitalen Stadt. Vieles geschieht, Izzo wurde berühmt durch seine Krimis, Blut fliesst.
Eine spannende Lektüre, die betroffen macht.