Mal ehrlich: In meinem Alter glaubt man, man habe schon alles gelesen. Vor allem bei den auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Themen Finanzcrash und Zuwanderung. Eigentlich kann man beide Themen nicht mehr hören. Und dann kommt dieses Buch. Die Kurzfassung des Inhalts, ich versuche das mal möglichst neutral und ohne Emotionen zusammenzufassen:
Bei allen Berichten über die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise wird von Politik und Medien ein entscheidender Punkt vergessen (oder verdrängt). Ulfkotte schreibt, bei den schweren Krisen der vergangenen Jahrhunderte habe sich der deutschsprachige Raum stets relativ schnell wieder hocharbeiten können, weil es hier früher ein großes Potenzial an hochintelligenten Menschen gegeben habe, die mit technischen Erfindungen, Leistungswillen und hoher Qualifikation die Basis für neuen Wohlstand gebildet hätten. Der Autor führt dann hunderte Studien und renommierte Quellen an, wonach die Intelligenz von Menschengruppen auf der Welt nicht gleich auf der Erde verteilt ist, sondern asiatische Länder wie Südkorea einen extrem hohen durchschnittlichen Länder-IQ haben (Südkorea 108, Japan 105), Europa im Mittelfeld liegt (Österreich 100, Schweiz 101), orientalische Staaten einen erheblich niedrigeren Länder IQ haben (Ägypten 81, Qatar 78) und Menschen in Ländern wie dem afrikanischen Guinea gerade mal einen durchschnittlichen IQ von 59 haben. Der Autor weist darauf hin, dass es hunderte aktuelle Studien zu dem durchschnittlichen IQ der Bevölkerung von Regionen der Welt gebe und dass diese zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen kommen, aber letztlich die Grundaussage überall identisch ist, wonach er erheblich Unterschiede bei der Intelligenz auf der Welt gibt. Unbestritten ist auch, dass Intelligenz zu etwa 50 Prozent vererbt wird.
Der Autor schlägt dann die Brücke vom Finanz- und Wirtschafscrash zum IQ der jeweiligen Bevölkerung eines Landes, weil der Wohlstand eines Landes untrennbar mit dem durchschnittlichen IQ der Bevölkerung verbunden ist. Länder, die Menschen aus Regionen mit hohem IQ wie ein Magnet anziehen, haben demnach das Potenzial, sich schnell wieder aus Krisen herauszuarbeiten. Bei Ländern, die viele Menschen aus Regionen mit extrem niedrigem Länder-IQ anziehen, ist genau das Gegenteil der Fall.
Ulfkotte beschreibt, dass in Ländern wie Australien, Kanada und den USA vor allem Menschen aus Ländern mit hohem Länder-IQ aufgenommen wurden/werden, während wir im deutschsprachigen Raum seit Jahren jene in Massen aufgenommen haben, die woanders keine Chance haben/hätten. Er zeigt auf, wie der durchschnittliche IQ der Länder im deutschsprachigen Raum rasant sinkt (man sieht das ja parallel auch bei den PISA-Studien in den Schulen), dass wir unter den Zuwanderern schon weit mehr als 3 Millionen völlige Analphabeten haben und nennt so viele Fakten, dass einem schwindelig wird.
Der Autor behauptet, dass alle Prognosen für die Zukunft Deutschlands und Österreichs, wonach diese Länder die Euro-Rettungsschirme finanzieren könnten, auf der falschen Annahme beruhten, dass wir wie in der Vergangenheit ein hohes Potenzial an jungen intelligenten Menschen hätten, die uns aus der Krise herausarbeiten. Er beschreibt in jeder Zuwanderergruppe die hohe Zahl der Schulabbrecher und wie wir unsere Anforderungen ihnen zuliebe beständig absenken. Er zitiert etwa eine Reihe von Studien, wonach beispielsweise serbische Roma nur einen durchschnittlichen IQ von 70 haben und damit in Deutschland in die Sonderschule müssten - aber sie sitzen in unseren Schulen meist direkt neben Kindern mit durchschnittlichem IQ. Bei orientalischen Jugendlichen ist der IQ nach den zitierten Studien ebenfalls extrem niedrig. Kurz gesagt: Das geistige Potenzial, mit dem sich Länder wie Japan, Kanada, Australien, die USA und andere aus einer schweren Wirtschaftskrise wieder herausarbeiten können, haben wir nicht mehr. Der GAU ist laut Ulfkotte perfekt und unabwendbar.
Schlimmer noch: Ulfkotte listet dann alle Länder mit ihrem durchschnittlichen Länder-IQ auf und stellt dar, dass es Demokratie nur in Ländern mit hohem Länder-IQ gibt. Wo der Länder-IQ (wie in Deutschland und Österreich) extrem abfällt, da wird auch die Demokratie auf Dauer nicht haltbar. Der Autor setzt Wirtschaftsleistung, IQ und Werte/Normen von Bevölkerungsgruppen in europäischen Ländern in Relation zueinander und zeigt auf, was passiert, wenn diese innerhalb eines Landes extrem unterschiedlich sind: die Folgen hat man laut Ulfkotte im brennenden London im August 2011 gesehen.
Der Autor behauptet, man könne bei den politischen Parteien jetzt wählen, wen man wolle - die Entwicklung sei für Deutschland und Österreich nicht mehr abzuwenden. Leider belegt der Autor diese ganzen Behauptungen mit so vielen (erdrückenden) Fakten, dass man sich überlegt, es wie 165.000 andere hochqualifizierte in Deutschland zu machen, die pro Jahr auswandern. Und zwar für immer. Mit jedem ausgewanderten Arzt verliert der deutsche Staat rund eine Million Euro Steuereinnahmen, die der Arzt im Laufe seines Lebens in Deutschland zahlen würde, mit jedem Zuwanderer aus einem Land mit durchschnittlich niedrigem Länder-IQ braucht der deutsche Staat 300.000 Euro, um diesen zu alimentieren (so die Durchschnittszahlen bei Ulfkotte). Die Grünen fordern ja gerade im Bundesrat, die Bundesregierung solle 220.000 weitere afrikanische Flüchtlinge aufnehmen und ihnen den sofortigen vollen Zugang in die deutschen Sozialsysteme ermöglichen (Sächsischer Landtag Drucksache 5/5921 aus 2011).
Demokratie, Wohlstand, Zukunftsperspektiven - alles weg. Und keine Chance mehr, das alles zu ändern.
In Frankreich gibt es ein Sprichwort, das lautet: Nur die Wahrheit verletzt" (Il n'y a que la vérité qui blesse). Auf fast jeder Seite dieses Sachbuches des umstrittenen Bestseller-Autors Ulfkotte habe ich daran denken müssen. Neunzig Prozent des Inhaltes waren mir völlig fremd. Mehr noch: Ich konnte es einfach nicht glauben. Doch es gibt genau 1.023 Fußnoten mit Links zu den entsprechenden Originalquellen, die man im Internet sofort nachprüfen kann.
Ein Jahr nach Thilo Sarrazin habe ich mit diesem Buch den Eindruck gewonnen, dass Thilo Sarrazin uns damals etwas verschwiegen hat.