Drei Kleinganoven (Matt Dillon, Gary Sinise, William Fichtner) werden bei einem Einbruch gestört und fliehen in eine Kellerbar. Als plötzlich Polizei auftaucht, nehmen sie die Gäste als Geiseln.
Wer nun in Kevin Spaceys Regiedebüt ein actionreiches Geiseldrama im Stil von "Verhandlungssache" erwartet, liegt daneben. Die Gewaltszenen sind spärlich und werden selten direkt gezeigt. Das Ganze ist eher wie ein Kammerspiel aufgebaut, nur wenige Szenen spielen außerhalb der Bar. Dabei lebt der Film vor allem von seiner hochkarätigen Besetzung, denn immerhin spielen auch noch Faye Dunaway, Skeet Ulrich, M. Emmet Walsh, John Spencer und Joe Mantegna mit. Vielleicht sagen diese Namen nicht jedem was, aber wenn man sie sieht, erkennt man sie bestimmt. Bis auf Faye Dunaway gehören sie sicher nicht in die Riege der amerikanischen Superstars, haben sich aber immer als kompetente Nebendarsteller erwiesen.
Kevin Spacey hat ein bemerkenswertes Debüt abgeliefert, das man durchaus mit seinem eigenem Stil des Schauspielens vergleichen könnte. Ruhig, unaufdringlich, aber immer präsent und interessant. Dabei schafft er es dann auch noch, dem Zuschauer ein unbequemes Ende zu präsentieren.
Kritik ist nur bei der DVD selbst anzumelden. Bonus Fehlanzeige. Der Film ist trotzdem ein Must-See.