Ein geniales, witziges und nicht dummes Buch für Radfahrer und solche, die es werden möchten '
Albina und das Fahrrad
Jacques Faizant wurde 1918 geboren und verstarb im Jahr 2006. Er zählt zur Garde der großen franz. Humoristen. Man kannte ihn als Karikaturist. Er erschuf politische Zeichnungen und war für die Titelseite der Zeitschrift LE FIGARO tätig. Auch Drehbücher schrieb er und illustrierte selbst geschriebene Romane. Sein Hobby war das RENNRAD. Er war passionierter Tourenfahrer ' sein Faible: ausgedehnte Reisen und lange Strecken '.
Wer kann also ein Buch über das Rad besser schreiben als er ???
Inhalt und Gliederung:
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Das Buch beginnt mit dem Vorwort, es folgen 35 Kapitel und die Anmerkungen zum Schluss.
Albina ist unsere Protagonistin. Sie ist ihres Zeichens Amerikanerin, wird als frech, jung und blond dargestellt. Sie ist ein Frankreich ' Paris ' um eigentlich Sprachen zu studieren. Eines Tages ist sie per Zufall in einer Fahrradausstellung gelandet. Sie möchte ihren kostbaren Hintern nicht auf einen Sattel setzen, wehrt sich gegen dieses Vehikel, aber '
' es kommt wie immer alles anders, als erwartet.
Sie fährt bald mit einem maßangefertigten Rennrad durch die Lande. Dabei lernt sie viele andere Radfreaks kennen. So lernt auch der Leser diese Menschen kennen, die ' so denkt man ' mit ihrem Sattel verwachsen sind. Man lernt sie als Menschen und Radfahrer mit all ihren Besonderheiten und ihrem Faible kennen und muss oft schmunzeln.
Albina kommentiert das, was sie erlebt witzig, durchdacht und nachvollziehbar ' auf jeden Fall amüsant und nachdenklich machend. Die 35 Kapitel sind 35 humorvolle und spannende Geschichten rund um das Rad und die Menschen, die damit und dafür leben. Leicht liest sich dieses Buch, komisch mitunter, aber spürbar ehrlich. Auch teilweise poetisch angehaucht ' einfach wunderbar'.
Man spürt, wie sehr der Autor das Rad liebt und kann verstehen, warum dies so ist, wenn er auch die Spezies, der er selbst angehört teilweise auf die Schippe nimmt. Er erzählt von Albina und was sie auf und mit ihrem Rad erlebt, von den technischen Raffinessen und auch von den Pannen, von den Erlebnissen mit Autofahrern am Rande, von Werkstattbesuchen, die nicht ausbleiben oder Problemen, die Radfahrer während des Fahrens haben (Hunger usw. *g*)
Oft verwendet der Autor die wörtliche Rede, was es dem Leser erleichtert, in die Handlungen der einzelnen Kapitel einzusteigen und sich auf dem imaginären Rad treiben zu lassen.
Kurze Leseprobe:
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'Das ist nicht möglich', sagte er. 'Ich habe gestern Morgen mit Nachdruck darauf bestanden, dass mein Fahrrad noch am selben Tag transportiert würde. Man hat es mir versprochen. Übrigens habe ich heute vor der Abfahrt nachgesehen, aber es war nicht mehr im Gepäckwagen. Also ist es gestern mitgenommen worden, muss also hier sein.'
'Oder anderswo', sagte der Inspektor in einem Anflug liebenswerter Philosophie. 'Das passiert dauernd, wissen Sie. Nach Vergny-sur-la-Theule kommt Mondon-sur-la-Theule und danach Sermancay-sur-la-Theule. Also manchmal gibt es da eine Verwechslung. Nur wer nichts tut, kann sich auch niemals irren!'
'Nun', sagte Patrick, 'dann rufen wir halt in Mondon und in Sermancay an.'
'Na ja! Dort werden sie schon von alleine merken, dass das Velo nicht für sie ist ' und sie werden es mit dem Zug morgen Mittag zurückschicken '
Meine zusammenfassende Meinung:
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Dieses Buch ist für mich eine satirische Hommage an das Rad in seiner gesamten Bandbreite ' aber auch eine Hommage an die Menschen, die dieses 'Vehikel' lieben.
Ich finde, dass das Buch abwechslungsreich, spannend und kurzweilig geschrieben ist, es liest sich sehr amüsant, aber auch interessant. Man erfährt vieles über das Rad an sich, aber besonders über die verschiedenen Charaktere, die diesem Hobby frönen.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich wurde bestens unterhalten. Es ist sicher ein Buch für Radfans, das unbedingt, aber auch eines für solche, die das Auto vorziehen oder die eigenen Füße.
EMPFEHLUNG !!!!