Um 1945 schuf Alberto Giacometti (1901 - 1966) die fast lebensgroße Plastik "Die Frau auf dem Wagen". Sie blieb die einzige großformatige Arbeit dieser Periode und führte das Motiv des Wagens in sein Gesamtwerk ein. Das Katalogbuch gibt die Entstehungsgeschichte der Skulptur wieder und stellt sie in einen Dialog mit anderen Arbeiten Giacomettis.Die im Exil entstandene Arbeit "Die Frau auf dem Wagen" ist die einzige Gipsskulptur von Alberto Giacometti in einem deutschen Muse um, die seine Handschrift und Arbeitsweise bis ins Detail veranschaulicht. Im Vergleich zu den winzigen, gleichzeitig entstande nen, fragilen Gipsfiguren blieb sie auch Giacomettis einzige großformatige Arbeit dieser Periode.
Die Frau, die als Hommage an die Freundin Isabel Nicholas identifiziert werden konnte, steht auf einem massigen Würfelsockel, der auf einem niedrigen, vierrädrigen Holzwagen aufsitzt. Das mit diesem Werk neu eingeführte Motiv des Wagens ist wesent licher Bestandteil der Wirkung und Bedeutung der Figur: Bewegungslosigkeit und Lebendigkeit erzeugen ein dramatisches Spannungsfeld. Dies kennzeichnet auch die 1950 entstandene zweite Fassung des Wagens: Er erinnert an antike Kampfwagen, mehr noch aber an Zeremonialobjekte keltischer Herkunft, bei denen eine Frau auf einem Wagen steht. So wird die Skulptur im Zyklus von Triumph und Tod ein Mahnmal für die Lebenden und die Toten.
Der vorliegende Band dokumentiert in Texten internationaler Wissenschaftler und mit zum Teil unveröffentlichten Werkgruppen ausführlich und zum ersten Mal die Entstehungsgeschichte sowie die Veränderungen und Modifikationen der Skulptur in Gips und Bronze; Vergleiche mit weiteren Skulpturen sowie mit Gemälden, Zeichnungen und Fotografien markieren deutlich die Umbruchphase im Gesamtwerk des Künstlers. Endgültig gelingt die "Ganzheit einer Gestalt", in der sich Nähe und innere Vision zu einer schlanken und fragilen Figuration zusammenschließen.
Die Frau, die als Hommage an die Freundin Isabel Nicholas identifiziert werden konnte, steht auf einem massigen Würfelsockel, der auf einem niedrigen, vierrädrigen Holzwagen aufsitzt. Das mit diesem Werk neu eingeführte Motiv des Wagens ist wesent licher Bestandteil der Wirkung und Bedeutung der Figur: Bewegungslosigkeit und Lebendigkeit erzeugen ein dramatisches Spannungsfeld. Dies kennzeichnet auch die 1950 entstandene zweite Fassung des Wagens: Er erinnert an antike Kampfwagen, mehr noch aber an Zeremonialobjekte keltischer Herkunft, bei denen eine Frau auf einem Wagen steht. So wird die Skulptur im Zyklus von Triumph und Tod ein Mahnmal für die Lebenden und die Toten.
Der vorliegende Band dokumentiert in Texten internationaler Wissenschaftler und mit zum Teil unveröffentlichten Werkgruppen ausführlich und zum ersten Mal die Entstehungsgeschichte sowie die Veränderungen und Modifikationen der Skulptur in Gips und Bronze; Vergleiche mit weiteren Skulpturen sowie mit Gemälden, Zeichnungen und Fotografien markieren deutlich die Umbruchphase im Gesamtwerk des Künstlers. Endgültig gelingt die "Ganzheit einer Gestalt", in der sich Nähe und innere Vision zu einer schlanken und fragilen Figuration zusammenschließen.