Meursault, einem jungen Büroangestellten in Algier, wird per Telegramm der Tod der Mutter mitgeteilt, die er vor vielen Jahren in einem Altersheim untergebracht hatte. Meursault nimmt sich für die Beerdigung zwei Tage Urlaub. Nach dem Begräbnis kehrt er nach Algier zurück und nimmt bereits am folgenden Tag sein gewöhnliches Leben wieder auf. Er geht mit Marie, einer ehemaligen Arbeitskollegin, ins Schwimmbad. Am Abend sehen sich die beiden einen Film an und verbringen die Nacht miteinander. Schließlich wird Marie seine Geliebte. Kurze Zeit später wird Meursault in eine Auseinandersetzung zwischen seinem Nachbarn Raymond und einem Araber hineingezogen. Diese Angelegenheit findet ihr Ende in einem Handgemenge, bei dem Meursault Raymonds Revolver an sich nimmt. Als er später auf einem Spaziergang den Araber trifft, zieht dieser das Messer. Einem inneren Druck folgend, greift Meursault nach dem Revolver und erschießt den Araber. Dann beginnt eine Untersuchungshaft von elf Monaten. In den Verhören steht immer weniger die Frage nach dem Tathergang im Vordergrund als sein Vorleben. Das Urteil lautet: Tod durch Hinrichtung. Das Erscheinen des Romans im besetzten Frankreich des Jahres 1942 fällt in eine Zeit der Perspektivlosigkeit. Camus' Behauptung, das Leben sei ohne Sinn, kam dem Lebensgefühl jener Zeit nahe: Niederlage, Hoffnungslosigkeit, Zusammenbruch, Krieg und Zerstörung führen das Dasein ad absurdum. Die vorliegende Ausgabe ist mit zahlreichen Vokabelhilfen auf jeder Seite versehen und eignet sich daher sehr gut für die Verwendung im Französischunterricht für Fortgeschrittene. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)