Markus Albers' MEconomy ist ein typischer Fall von stark angefangen und dann ebenso stark nachgelassen. Liest sich zunächst locker flockig UND interessant - aber die immer gleich These mit anderen "Interviews" durchzukauen, wird doch recht schnell ermüdend. Da hätte Herr Albers doch lieber häufiger zum "Barbeque mit dem Nachbarn" gehen sollen, wie die Beschreibung eines typischen Schreibtages erhellend erwähnt.
Ebenso erhellend: Das Resumée am Schluß läuft unter der Überschrift "Was hat das Schreiben dieses Buches mir, Markus Albers, gebracht". Interessant - vielleicht. Aber nicht für denjenigen, der sich das Buch gekauft hat, um für sich selber eine Veränderung zu skizzieren und umzusetzen.
Dafür allerdings ist das Buch nicht geeignet. Oder eher im Sinne klassischer Sekundärliteratur. Denn am hilfreichsten ist es dort, wo es andere Bücher und Veröffentlichungen zitiert und auf sie verweist. Da finden sich dann wirklich praxisnahe und anwendungs-, arbeitslebenswendende (oder zumindest richtungweisende und denkanstoßgebende) Texte. Zumindest erscheint das anhand derjenigen Bücher so, die ich tatsächlich auch ohne Herrn Albers' Verweis auf sie bereits gelesen hatte. Oder heißt das womöglich einfach nur, daß Markus Albers sehr geschickt alten (und deutlich schmackhafteren, höherwertigen) Wein in neuen Schläuchen verkauft hat? Womöglich. Aber auch das kann ja ein MEconomy-Rezept sein. Wer mag, probiere es selber aus ...