Während die bisherigen Rezensionen das Thema des Buches sehr gut beschreiben, finde ich, dass in diesem Buch das Gefühl für die Natur, die Menschen oder die Schlittenhunde fehlt. Ich hatte irgendwie immer den Verdacht, dass er sich von der Erdöl-Lobby sponsern lässt, zumal er ja seine eigene Tätigkeit im Dunkeln hält und anders kann ich mir seine positiven Äusserungen auch nicht erklären. Der Autor stellt sich selbst als mitreisender Schmarotzer dar, dem einerseits bewusst ist, dass seine Anwesenheit teilweise Stress und Hunger auslöst, dennoch ist er doch immer nur ein ferner und fremder Beobachter, der zwar alles um ihn herum sehr detailiert beschreibt, aber keinerlei wirkliche Anteilnahme rüberbringt. Weder als sein ehemaliger Freund langsam durchdreht, noch als ein befreundeter Schlittenhundefüher tagelang im Schnee verschollen ist, noch als sein Führer sich bei der Eisbärenjagd selbst schadet, macht er auf mich einen sympatischen Eindruck. Er mag zwar einige Zeit in Alaska gewesen sein, das Land und die Leute scheinen ihm dennoch fern geblieben zu sein. Das schmachvolle Ende seines Aufenthaltes habe ich ihm dann irgendwie richtig gegönnt, wie die Einheimischen schon sagten, er ist halt doch bloss ein Neuling...
Was kann man also erwarten? Es ist ein Erfahrungsbericht mit mehreren Stationen (Ölfeld, Holzhütten, Eisbärenjagd, Hunderennen, Goldgräber, Fallensteller), die jedoch alle ein wenig kurz kommen und das Gefühl für das Leben dort nicht vermitteln können.