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... oder einfach hinreißend. Wie auch immer jeder für sich diese wundervollen Songs und Melodien erlebt, die ganz schlicht instrumentiert die volle Fragilität Laura Marlings Stimme für sich sprechen lassen oder mit unglaublich schwungvollen Rhythmen dermaßen antreiben, dass irgendwann immer mindestens ein Körperteil anfängt mitzugehen, bis es sich einfach nicht mehr ruhig sitzen lässt. Einige der Songs bieten auch beides, fangen erst bedächtiger an und steigern sich auf selten spannende Weise zu teilweise ganz neuen Songs. Herrlich, dieses Potential, dass in Klasse statt Masse einfließt. Und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass der 12. letzte Titel am Ende, nach einer Weile Vogelgezwitscher, in aller Bescheidenheit noch eine kleine Überraschung, nämlich den Titelsong, zu bieten hat.
Jedes Klangelement für sich betrachtet und insbesondere Marlings Tonfall könnte aus dem Folk entliehen sein, jedoch ist das Ergebnis kreative klare Songwriter-Popmusik mit akustischen Instrumenten. Begleitende Streicher klingen klassisch und nicht fiddelig, eine Trompete klar und raumöffnend. Einen riesen Spaß bereitet es, die teilweise vielen verschiedenen Klang- und Perkussionselemente herauszuhören und sich vorzustellen, welche Spielkunst und auch -freude dahintersteckt.
Die Aufnahme klingt sehr gut, klar, natürlich und transparent. Etwas wärmer oder dynamischer dürfte sie vielleicht sein, aber das ist eine kosmetische Betrachtung und ändert nichts am Spaß, den die Scheibe macht. Spätestens beim fünften Song erlaubt der Bewegungsdrang ohnehin kein Verharren in einer andächtigen klangidealen Sitzposition...
Vergleiche mit anderen Songwriterinnen, derer sich ja gerade im Königreich momentan viele tummeln, wären nutzlos. Laura Marling ist eine Klasse für sich und für jeden Plattenschrank eine Bereicherung.
Bleibt spannend abzuwarten wie sich das sympathische Bubiköpfchen weiterentwickelt. Wegen mir dürfte sie auch einfach so weitermachen.
(Es lohnt sich übrigens auch, im Internet nach einem der köstlichen Liveauftritte Ausschau zu halten. Ihr mit der "One Man Popgroup" Marcus Mumfort beim Musizieren zuzusehen, ist ein seltener Genuss.)