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79 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Roboter, Shakespeare und das Id, 9. Dezember 2006
Shakespeare hätte sich wohl kaum träumen lassen, dass mal jemand sein Werk `Der Sturm` in den Weltraum verlegt. Dennoch, es ist geschehen. `Forbidden Planet` (bzw. dt. ziemlich unzutreffend `Alarm im Weltall`) strotzt nur so vor neuen und ungewöhnlichen Einfällen. Allein die Optik des Films ist anders als alles, was es vorher gegeben hatte: die Klarheit und Tiefe des Weltraums, das elegante Dahingleiten des Raumschiffs C-57D vor dem sternenübersäten Hintergrund und die Landung auf dem Planeten, die gewaltigen Überreste der längst verschwundenen Krell-Rasse und natürlich Robby der Roboter. Die Spezialeffekte sind ganz einfach wunderschön und ein Genuss für das Auge. Die `electronic tonalities`, die dem Film aus Geräuscheffekte und auch als Filmmusik dienen, sind fremdartig und unvergesslich und meines Wissens des erste Mal, dass man keine konventionelle Musik für einen Film wählte, sondern elektronisch erzeugte Klänge. Außerdem kann `Forbidden Planet` eines der denkwürdigsten Ungeheuer der Filmgeschichte vorweisen: Das Monster aus dem Id (nicht `it`, wie es gelegentlich falsch zu lesen ist und dann auch prompt falsch als `es` übersetzt wird). Auch war dies einer der ganz wenigen SF-Filme der Fünfziger, die kein B-Film waren. Dieser Film war richtig teuer, und das sieht man auch. Die unvergesslichsten Filmmomente in `Forbidden Planet` sind für mich der Anblick des Raumkreuzers, der durchs All gleitet und in den Orbit des Planeten eintritt (wunderschön!), bevor er landet, und das unfassbare Id-Monster, wie es gefangen im Energiezaun und im Strahlenfeuer der Raumfahrer brüllend seinen Angriff führt. `Forbidden Planet` ist eines der Science-Fiction-Werke, die einen sehr umfassenden Einfluss auf das gesamte Genre ausübten. Auch trifft man immer wieder auf Fragmente aus diesem Film: das Raumschiff wurde später in zahlreichen Episoden der Fernsehserie `Twilight Zone` (1959-64) wieder verwendet (und flog dort manchmal sogar auf dem Kopf); die Uniformen finden wir in zahlreichen späteren Filmen wieder, z.B. in `Die Zeitmaschine`, wo sie vom Sicherheitspersonal während der Sequenz mit dem Atomangriff getragen werden; Requisiten aus dem Labor der Krell tauchen in verschiedenen Filmen wieder auf; der gewaltige unterirdische Krell-Komplex wurde im Pilotfilm der Serie `Time Tunnel` nachgeahmt; und natürlich sehen wir Robby den Roboter, der im Filmvorspann wie ein Darsteller aufgeführt wird, immer mal wieder, z.B. als eine der Hauptfiguren in `The Invisible Boy` (der sich hier auf der Bonus-Disc befindet), in der Serie `Lost In Space` oder sogar im Film `Gremlins` (wo man ihn auf der Erfindermesse sieht, genauso wie auch die Zeitmaschine dort zu sehen ist). Auch im Titelsong der `Rocky Horror Picture Show` wurde der Film verewigt: `Anne Francis stars in `Forbidden Planet``. Direkte Einflüsse des Films finden sich z.B. auch ganz unverkennbar bei der späteren Serie `Star Trek` wieder. Ich möchte sogar behaupten, dass die deutsche Serie `Raumpatrouille` von diesem Film ein wenig beeinflusst wurde, zumindest was das Reisen der Menschen in sog. Fliegenden Untertassen angeht. Wo sieht man das sonst schon? Und McLanes Orion landet sogar ebenso wie die C-57D auf einem zentralen Stützbein. Als Bonus hat die Doppel-DVD eine Menge vorzuweisen. Besonders hervorzuheben wären eine Episode aus der `Thin Man`-Fernsehserie, in der Robby mitspielt; eine hervorragende Dokumentation über die Science-Fiction der 50er, in der man viele Ausschnitte alter Streifen sieht, sogar von ein paar, die in Deutschland nie gelaufen sind; eine Doku über `Forbidden Planet`; eine Doku über Robby den Roboter und sogar entfallene bzw. erweiterte Szenen finden sich hier, und das bei einem so alten Film! Großartig! Wie schon erwähnt, wird auch der komplette Spielfilm `The Invisible Boy` mitgeliefert, worin Robby ebenfalls eine tragende Rolle hat. Leider liegt der Film nur in englischem Ton vor, obwohl es seinerzeit eine deutsche Fassung gab (unter dem unsäglich schlechten Titel `SOS Raumschiff`). Dieser Film kann zwar `Forbidden Planet` nicht das Wasser reichen, ist für sich betrachtet aber sehr anständig und spannend. Es geht darin um einen Supercomputer, der die Weltherrschaft an sich reißen will, und dadurch wird ein Thema vorweg genommen, wie es eigentlich erst um 1970 herum populär in Filmen wurde, z.B. in `Colossus` (1969) oder in `Des Teufels Saat` (1977). Fazit: `Forbidden Planet` ist einer der ganz Großen im SF-Genre. Und eine bessere und umfassendere Präsentation eines solchen Klassikers ist meines Erachtens kaum vorstellbar.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein SciFi-Doublefeature, 17. Januar 2007
Endlich, endlich ist "Alarm im Weltall" auf einer deutschsprachigen DVD zu bewundern!!! Wie lange musste man doch darauf warten, dass dieser Klassiker endlich veröffentlicht wird und nun ist es so weit! Die Besatzung des Raumkreuzers C57-D landet auf Altair 4, um nach Überlebenden eines vor zwanzig Jahren verschollenen Expeditionstrupps zu suchen. Sie finden jedoch nur einen Überlebenden, Dr.Morbius und eine "Eingeborene", Morbius auf Altair 4 geborene Tochter Altaira vor. Morbius warnt die Raumfahrer vor einer unsichtbaren Macht, die schon vor zwanzig Jahren wütete und alle bis auf ihn und seine Frau tötete. Die Männer hören jedoch nicht auf ihn, sie interessieren sich mehr für seine Tochter, doch damit beschwören sie dass unsichtbare Unheil von damals herauf... Der Film ist einfach genial! Es ist jedem bekannt, dass "Alarm im Weltall" auf Shakespeares "Der Sturm" basiert und das merkt man ihm (nicht nur auf Englisch) sehr gut an, denn die Dialoge sind für eine 50er Jahre SciFi-Film sehr gehoben und voller sprachgewaltigkeit (gerade im O-Ton) und dass ohne das typische pseudowissenschaftliche Gelaber oder Overacting! -"Schuldig?-Schuldig! Schuldig!-Mein böses Selbst steht vor der Tür, und ich habe keine Macht es aufzuhalten!"- Bei "Alarm im Weltall" trifft diese Sprachgewaltigkeit zusätzlich auf Bildgewaltigkeit und tolle, dezente Spezialeffekte die mir ehrlich gesagt viel lieber sind als CGI. Bei heutigen Effekten sagt doch eh jeder, das ist ne CGI, aber bei den Effekten von "Alarm im Weltall" fragt man sich, wie haben die das damals so hingekriegt bzw. man bemerkt den Effekt nicht, was ja auch so sein sollte! Zur DVD-VÖ selbst kann man nur sagen, super gemacht! Der Film ist in einer guten Bildqualität, den deutschen Ton gibt es nur in Mono, dafür gibt es den O- Ton als sehr gut gelungenen 5.1-Mix. Die Extras sind super für so einen alten Film, es gibt zum A-Movie ein B-Movie im Doublefeature (The Invisible Boy), einige TV- Auftritte von "Robby", nicht verwendete Szenen, einen Kinotrailer und drei Dokumentationen (sehr informativ). Hut ab, man hat sich sichtlich Mühe gegeben. Es gibt aber auch Negatives: 1.Die DVDs waren so fest im Case befestigt, dass ich schon Angst bekam, sie beim Entnehmen zu zerstören, letztendlich musste ich das Case mit einer Schere zerschneiden um sie zu befreien und sie samt Cover in ein anderes, lockereres Case zu transplantieren! 2.Der Raubkopiererspot ist auch ganz schön nervig gewesen, bis ich festgestellt habe, dass Warner den nur den Australiern, Österreichern, Belgiern, Niederländern, Finnen und Deutschen zumutet, alle Anderen (es sind noch etliche) müssen keinen sehen. Aber das tolle ist halt, dass es auf der DVD nur ein deutschsprachiges Menü gibt und wenn man halt, statt sich bis nach Deutschland durch zu klicken und den Raubkopiererspot zu sehen, gleich das Erste (SHQIP) auswählt, ohne Raubkopiererspot beim deutschen Menü landet (irgendwelche Untertitel werden dadurch jedenfalls nicht aktiviert! Und der Ton ist dann auch standardmässig auf Deutsch gestellt). Fazit: Das Positive überwiegt bei weitem, die "Alarm im Weltall" Special Edition ist echt zu empfehlen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The Granddaddy of Modern Science Fiction, 26. Juli 2002
Leslie Nielsen portrays the commander who brings his spacecruiser crew to Altair 4, a planet that's home to Dr. Morbius (Walter Pidgeon), his daughter Altaira (Anne Francis), Robbie the Robot ... and to a mysterious horror. "Forbidden Planet" is a hallmark classic of science fiction, influencing most following genre films and TV shows in some way. Its special effects were well ahead of their time, and it was the first movie with an all-electronic soundtrack. However, the technical aspect is only one side of the coin. As in the best of science fiction, the action and effects are the framework for a deep and poignantly human story. We travel to the stars, only to find that the greatest potential, and the greatest danger, lies not out there, but within ourselves. And aside from the philosophial aspects, it's fun to see such a young Leslie Nielsen! Fans of the 1970's TV show "The Six Million Dollar Man" will also recognize the guy who played Steve Austin's boss Oscar.
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