Der fünfte Fall, den Martin Beck und seine Kollegen zu lösen haben - aber erstmal müssen sie bemerken, dass die hier einen "Fall" vor sich haben, und keine Selbstmorde. Die Handlung entwickelt sich allmählich, die Ermittler tappen im Dunkeln, finden statt Verdächtiger immer nur neue Leichen - und ausgerechnet Einar Rönns kleiner Sohn und sein verschwundenes Feuerwehrauto bringen die gestandenen Kriminalen schließlich auf die richtige Spur.
Wie bereits im vorangegangenen Band ("Endstation für neun") gewinnen auch hier wieder die einzelnen Figuren weiter Kontur, und gerade ihre Schrullen bringen die Handlung voran.
Was den "running gag" der gesamten Serie angeht, nämlich dass die beiden tumben Konstabler Kristiansson und Kvant es immer irgendwie schaffen, den Fall schier unlösbar zu machen: Diesmal haben Sjöwall/Wahlöö sich etwas besonders Schönes ausgedacht. Aber das sei nicht verraten. Jedenfalls gibt's dafür den vierten Stern.
Ansonsten gilt für diesen Band dasselbe wie für die anderen neun aus Sjöwall/Wahlöös Dekalogie: Die Handlung ist spannend, vielleicht ein klein wenig überkonstruiert, die Figuren sind plastisch gezeichnet, der Autorenkommentar könnte ohne Weiteres wegbleiben, und die mitunter arg holprige Übersetzung sollte endlich überarbeitet werden.