Das Schöne an dem Buch zuerst: Sachlich und zugleich unterhaltsam im Sinne von gut lesbar. Greenspans Lebensgeschichte und -werk wird mit jener seiner Eltern, seiner Freunde, Mitarbeiter, Feinde und Gefährten so verwoben, dass man zum Einen einen guten Überblick erhält und zugleich auch ein Stück weit deren Lebensgeschichte erfährt. Dabei wirken diese Verflechtungen weder langweilig noch zu kurz. An jeder Stelle wird der Bezug zu Greenspan ebenso wie Greenspans Haltung gegenüber der jeweiligen Person ersichtlich. Genau das macht das Buch so spannend: Begleitend, aber nicht aufdringlich oder voyeuristisch wird hier die Lebensgeschichte eines eher publicityscheuen Mannes erzählt. Intime Details, auf die andere Biographen häufig (zu) großen Wert legen, können und werden hier getrost vergessen: Dazu hat Greenspan zu viel geleistet und erlebt, um auf diesem Niveau beschrieben zu werden.
Dass Justin Martin Greenspan über alle Maßen verehrt und ihn daher manchmal etwas zu unkritisch beschreibt, kann bei der Detailtreue und der Sachlichkeit getrost übersehen werden. Als Bibliographie ist dieses Buch ein Leckerbissen.