Alan Garcia. Der Schuldenrebell
James Siever
Sucht man in der Literatur oder im Internet nach den Begriffen Peru und dessen Geschichte, so bekommt man in der Regel als erstes die Zeit der Inkas und der nachfolgenden Konquistadoren um und nach Pizarro präsentiert.
Nicht so in dem vorliegenden Buch. Hier geht es um die jüngste Geschichte Perus und seiner politischen Führer. Es geht darin schwerpunktmäßig um die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Jahre bis 2009. Gespickt mit Anekdoten und fundierten Berichten liest es sich ausgesprochen spannend und lehrreich. In erster Linie steht die Person Alan Garcia dafür Pate, aber auch seine politischen Mit-Eiferer um das Präsidentenamt kommen dabei nicht zu kurz.
Man merkt anhand von Recherchen und persönlichen Hintergrundinformationen, der Autor hat sich viel Zeit und Mühe genommen.
Es ist in der Beschreibung die Sichtweise von Außen, wie sie hier dargestellt wird. Aber gerade auch deshalb ist sie für jeden gesellschaftlich und politisch Interessierten generell eine Bereicherung.
Gespannt sein darf man auf eine hoffentlich recht bald erscheinende spanische Ausgabe und die darauf folgende Reaktion aus der unmittelbaren Umgebung in Peru.
Für Menschen, die sich neu-geschichtlich und politisch für Südamerika und Peru interessieren, unbedingt zu empfehlen. Für manchen 'Peru-Involvierten' ein 'Muss'!
Asuncion kann stolz sein !
Alfonso