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Akwaaba: Wie ich als Ärztin nach Ghana ging und Entwicklungshilfe bekam
 
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Akwaaba: Wie ich als Ärztin nach Ghana ging und Entwicklungshilfe bekam [Gebundene Ausgabe]

Stephanie Waibel
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
  • Verlag: Sankt Ulrich Verlag; Auflage: 1 (13. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867441189
  • ISBN-13: 978-3867441186
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 98.017 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein sehr offen und bewegend erzählter Erlebnisbericht. (Buchprofile)

Das Buch gibt einen kompetenten Einblick in die ghanaische Gesellschaft. Dabei ist das Land so plastisch geschildert, dass ich fast den besonderen Duft des Marktes in Accra riechen und die Wärme spüren konnte. Ich wünsche diesem empfehlenswerten und warmherzigen Buch viele Leser. (Buchblinzler)

Kurzbeschreibung

Es war immer ihr Traum, Ärztin zu werden. Doch schon im zweiten Berufsjahr ist Stephanie Waibel völlig ausgebrannt. Als dann noch ein Kind bei der Geburt unter ihren Händen stirbt, wirft die junge Ärztin alles hin und geht nach Afrika. In der ungewohnten Umgebung von Ghana gestaltet sich ihr Arbeitsalltag plötzlich ganz anders. Waibel gewinnt eine völlig neue Sicht auf ihre eigene Existenz und beginnt, sich mit ihrem Leben und ihrer Familiengeschichte intensiv auseinanderzusetzen. Sie erlebt Entwicklungshilfe persönlich in einer ganz neuen Weise. Ein bewegendes Buch und dabei spannend wie ein Krimi.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Berührend 6. Oktober 2009
Der Kindheitstraum: Als weiße Ärztin in Afrika auf den Spuren von Albert Schweitzer, der Behandlungstisch unter einem Affenbrotbaum, davor eine lange Schlange von Afrikanerinnen und Afrikanern. Notoperationen bei flackerndem Petroleumlicht, die Gewißheit, gebraucht zu werden und am richtigen Platz zu sein.

Am Ende der Ausbildung als Fachärztin für Gynäkologie dann das krasse Gegenteil: Deutsche Krankenhausroutine, viel zu viele, viel zu lange Dienste, das Gefühl der Austauschbarkeit, das Alleinsein mit der Angst vor dem Versagen. Und dann passiert, was unausweichlich kommen musste: Ein Baby stirbt während der Geburt, Stephanie ist am Ende, ausgebrannt, voller Selbstzweifel und dem Gefühl: Hier wirst du nicht gebraucht, das hältst du nicht aus.

Da erinnert sie sich an ihren Kindheitstraum. Schon während des Studiums ist sie für eine Weile in Ghana gewesen, dort möchte sie wieder hin. Es fügt sich gut, dass sie die Adresse eines ghanaischen Arztes bekommt, der Hilfe in seinem Krankenhaus gut gebrauchen kann, und so überlegt sie nicht lange, sondern macht sich auf in das vertraute, fremde Land.

Wir alle kennen Lebenskrisen oder zumindest die Angst davor; hier ist eine junge Frau, die offen darüber spricht und schildert, wie sie mit einer neuen Perspektive gestärkt aus der Krise hervorgegangen ist. Dabei macht Stephanie Waibel keinen Bogen um unbequeme und unangenehme Erfahrungen, sondern schreibt auf eine offene, gleichzeitig unprätentiöse, spannende und ermutigende Art. Nebenher erfährt man auch eine ganze Mange über das Land und begenet Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise und zum Teil unter sehr schwierigen Bedingungen versuchen, ihr Leben so gut wie möglich zu leben.

Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwach 13. November 2010
Ich habe dieses Buch gekauft und vollständig gelesen, obwohl ich seinen Titel von Beginn an etwas plump fand. Dazu bewog mich zum einen mein persönliches Interesse an der Frage, ob und inwieweit die Erfahrung in einem so genannten Entwicklungsland Bewusstsein und Standpunkt von uns Menschen, die einer Wohlstandsgesellschaft entstammen, verändern kann bzw. was die persönlichen Erfahrungen der Autorin hierzu sind. Wesentlich zu meiner Kaufentscheidung beigetragen haben auch die beiden sehr positiv ausgefallenen Rezensionen hier bei Amazon. Letztere sind es, die mich nun auch dazu bewegen, selbst eine Rezension zu schreiben, denn im Gegensatz zu den beiden anderen Lesern halte ich dieses Buch nicht für empfehlenswert. Vielmehr frage ich mich ernsthaft, wie es der Autorin gelungen ist, hierfür einen Verleger zu finden - könnte da nicht jeder Verfasser eines Tagebuchs dieses etwas überarbeiten und veröffentlichen..?

Die Erzählungen der Autorin sind sprachlich einfach gehalten und überwiegend in kurzen Sätzen formuliert, wodurch das Buch leicht zu lesen ist. Eine eher nüchterne Aneinanderreihung von persönlichen Erlebnissen und Beobachtungen, deren Unterhaltungswert sich auf Menschen begrenzen dürfte, die Ghana oder andere afrikanische Staaten südlich der Sahara noch nicht bereist haben. Zwar werden von der Autorin mitunter interessante Fragen bezüglich der eigenen Intention und der Resonanz hierauf, der Gesundheitsversorgung und dem Umgang mit dortigen Missständen aufgeworfen, die jedoch weitestgehend unbeantwortet bleiben. Auch die geschilderten Erlebnisse bleiben bis auf wenige Ausnahmen unreflektiert. Hieraus entsteht ein Buch mit geringem Erkenntniswert.

Die Identitäts- und Sinnsuche der Autorin lässt sich etwas vereinfachend so zusammenfassen: Die Autorin erlebt als junge Ärztin in einem deutschen Krankenhaus einen anstrengenden, rationalisierten Arbeitsalltag. Dabei erfährt sie auch ihre persönliche, d. h. menschliche Begrenztheit im Kampf gegen Krankheit und Tod, was sie an der Sinnhaftigkeit ihres Berufs zweifeln lässt. Sie entscheidet sich für einen mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in Ghana. Dabei begleitet sie die Erinnerung an ihre verstorbene Großmutter und deren Ausspruch: "Auch bei uns [in Deutschland] wirst Du als Ärztin gebraucht." In Ghana macht die Autorin die Erfahrung, unter den dort herrschenden Missständen in der medizinischer Versorung, Infrastruktur etc. noch viel weniger ihrem Beruf nachgehen zu können und entscheidet sich dafür, ihren Dienst in Deutschland fortzuführen - mit dem Vorsatz, sich an ihrem Arbeitsplatz besonders dafür einzusetzen, dass afrikanisch-stämmigen Kranken zur Not auch ohne Versicherungskarte geholfen wird.

Was soll man dazu sagen? Diese Sonderbehandlung, von der man auf den letzten zwei Seiten des Buches lesen muss, mutet doch wirklich seltsam an... Worin tatsächlich die "Entwicklungshilfe" besteht, die die Autorin meint, in Ghana erfahren zu haben, bleibt ungewiss. Es scheint mir, als konnte ihr Ghana-Aufenthalt zumindest nicht dazu behelfen, ihre eigenen Projektionen auf Afrika und seine Bewohner zu erkennen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kompetent und plastisch 2. Januar 2011
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Im Winter überkommt mich regelmäßig die Sehnsucht nach Ghana. Erst recht bei diesem fürchterlich grauen und kalten Wetter.
Mit diesem Buch konnte ich wenigstens virtuell meine Sehnsucht befriedigen. Denn die Autorin besuchte teilweise die gleichen Orte, an denen ich auch war.
So waren auch die Erlebnisse zum Teil ähnlich. Die Voraussetzungen waren allerdings ganz anders. Die Autorin hat als Ärztin gearbeitet und in einem privilegierten Stadtteil gewohnt. Ich habe in einer afrikanischen Familie gelebt, als einzige Weiße in einem ärmlichen Stadtteil ohne fließend Wasser. Die Autorin hatte überwiegend Kontakt zum Volk der Twi, ich zum Volk der Ewe. Die Autorin war auf der Flucht vor dem deutschen Gesundheitswesen und sich selbst, ich hatte das Gefühl, zu mir selbst zu kommen.
Völlig gleich sind aber unsere Ansichten über das Land. Stephanie Weibel romantisiert und beschönigt nicht, sondern zeigt auch die Schattenseiten des Landes und seiner Menschen auf. Zum Beispiel den menschenverachtenden Umgang mit Frauen, die entwicklungshemmende Lethargie der afrikanischen Männer und der Rassismus der Afrikaner gegen Weiße, die überwiegend als Finanzquelle gesehen werden. In Zeiten der Political Correctness ist dieser Realismus mutig.
Das Buch gibt einen kompetenten Einblick in die ghanaische Gesellschaft. Dabei ist das Land so plastisch geschildert, dass ich fast den besonderen Duft des Marktes in Accra riechen und die Wärme spüren konnte.
Ich wünsche diesem empfehlenswerten und warmherzigen Buch viele Leser.
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