Zum Inhalt: Beim Spiel mit der kleinen Nichte erkennt Sasanna aus heiterem Himmel: Ja, ich möchte ein Kind. Lebensgefährtin Karen ist alles andere als begeistert von dieser Idee, beinhalteten ihre Zukunftspläne doch bislang eher eine sportliche Karriere als Windeln wechseln und Babybrei kochen. Bald hängt der Haussegen schief, Überzeugungs- und Manipulationsversuche auf beiden Seiten lösen einander ab, und schließlich kommt es in der eh schon angespannten Beziehung zwischen den beiden Frauen während einer Weihnachtsfeier, zu der Susanna einige Frauen aus ihrer "lesbische Mütter - Gruppe" samt deren Nachwuchs eingeladen hat, beinahe zum Eklat. Und kaum daß sich die beiden gegensätzlichen Positionen schließlich doch einander annähern und Karen beginnt, sich ernsthaft mit der Vorstellung einer Co-Mutterschaft auseinanderzusetzen, steht Hürde Nr.2 auf dem Tagesplan: Wie kommt Frau an das zur Zeugung notwendige Sperma ? Und als wäre die "Aktion Eisprung" nicht bereits zeit- und nervenaufreibend genug, gesellen sich noch Komplikationen ala "Wie erzähle ich es meinen homophoben Eltern?", oder solche Fragestellungen wie z.B. "Wie finde ich einen neuen Job?" bzw. "Wie kann ich die Verantwortung für eine Familie übernehmen?" mit hinzu.
Daß frau beim Lesen dieses Romans, der erstklassig recherchiert und spannend in den Erzählablauf einfließend so ziemlich jedes nur erdenkliche Argument pro und contra (lesbische) Elternschaft aufwirft, nicht mutlos wird, dafür sorgt Autorin Ariane Rüdiger durch ihre verständige, humorvolle, positive und spritzige Erzählweise. Somit ist ein Buch entstanden, welches durchaus bei einer breiteren Leserschaft Gefallen finden könnte. Lachen ist jedenfalls garantiert.