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Durch Katsuhiro Otomos monumentales Manga-Meisterwerk
Akira gewann der japanische Zeichenstil in der westlichen Welt stark an Popularität. 1988 entstand unter seiner Regie der darauf basierende Anime -- zwar nicht ganz so komplex wie die Vorlage, nichtsdestotrotz jedoch eine herausragende Arbeit in Otomos unverwechselbarem Stil.
Neo-Tokio steht Mitte des 21. Jahrhunderts am Rande von Anarchie und Chaos. Rivalisierende jugendliche Motorradgangs beherrschen die Straßen. Tetsuo ist Mitglied in Kanedas Gang. Eines Nachts hat er einen Zusammenstoß mit einem greisenhaft aussehenden Kind, das Teil eines Regierungsprojekts namens Akira ist. Im Rahmen dieses Projekts finden Experimente mit ausgewählten Kindern statt mit der Absicht, deren psychokinetische Fähigkeiten zu verstärken und militärisch nutzbar zu machen. Ausgelöst durch den Unfall entwickeln sich nun, verbunden mit abstrakten Halluzinationen, bei Tetsuo selbst enorme Kräfte, deren zerstörerische Wirkung alte Freundschaften belastet und zu deren Kontrolle den Militärs auf der einen sowie rebellischen Gruppen auf der anderen Seite jedes Mittel recht ist -- sogar wenn dabei die ganze Stadt zerstört würde.
Akira ist die Referenz des rasanten, grellen Cyberpunks, einer Welt, die kein anderer Film besser an den Zuschauer zu vermitteln vermag. Die Animation ist atemberaubend und bis in den Hintergrund erstaunlich detailliert. Die Story ist komplex, durchdacht und abgehoben, hervorragend zu dieser Art Anime passend. Für den unvorbereiteten Zuschauer allerdings wirkt sie leicht verwirrend, was durch die sich aus westlicher Sicht ähnelnden Charaktere noch verstärkt wird. Vor dem Hintergrund eines postapokalyptischen und korrumpierten Neo-Tokios, indem Militär und Rebellen um die Vorherrschaft kämpfen, bleibt ein paar Jugendlichen, die ihre eigenen Probleme mit sich und der Gesellschaft haben und immer wieder in den Mittelpunkt rasanter Verfolgungen mit brutaler Gewalt geraten, nicht viel mehr als ihre Freundschaft.
--Hans Lehn-- --
Video Jakob Kurzinhalt
Tokio 1988. In einem Geheimlabor der Armee wird mit Kindern, die über PSI-Fähigkeiten verfügen, experimentiert. Doch die Tests geraten außer Kontrolle, die nur noch mit dem Abwurf einer Atombombe gestoppt werden können. 31 Jahre später. Eine Motorradgang, angeführt von Kaneda, durchstreift Neo-Tokio auf der Suche nach Action. Ungewollt gerät sie an ein Geheimnis, das die gesamte Menschheit bedroht.
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Tja Biff! Laser Paradise betoniert seinen Ruf als Anbieter mit der schlechtesten Qualität mit dieser DVD. Der Film selbst, ein Meilenstein des japanischen Animationsfilmes wurde mit einem Minimalbudget wie am Fließband durchproduziert, daß man das Kotzen kriegt. Für 15 DM auf dem Grabbeltisch würde ich ja noch eine Auge zudrücken, aber für 40 DM? Für den Film spricht das mit der Neonlampe nett animierte Menü und die gleich zweimalige Schaltung des bis in die Schuhspitzen pricklenden Laser Paradise Trailers, einmal vor dem Hauptmenü und dann noch vor dem Filmstart. Kann man mir von diesem Trailer bitte mal eine Endlosschleife machen? Ach ja, warum startet der Film vom Kapitelmenü aus eigentlich immer bei 00?
Bild: Gott sei Dank ist dies ein Animationsfilm, so daß die Werte für Farbwiedergabe, Kontrast und Schärfe von allein gut sind und nicht zu verhunzen waren. Wo man dies aber konnte, hat man es dann auch geschafft: Drastisches Rauschen und viele Artefakte, die sich als stehende Rauschmuster durch das Bild ruckeln sind die sichtbare Aufforderung, die Datenrate hochzusetzen.
Ton: Peinlich und schon typisch für Laser Paradise, die dieses filmische Highlight mit billigsten Methoden umsetzen. Blecherner, aufgemischter Ton, der im Menü auch noch als 8!-Kanalton deklariert wird. Na, wenn das der digitale Fortschritt ist, bleibe ich lieber beim Radiowecker. Gelegentlich mal ein Surroundeffekt, die Sprache verwaschen und das Menü noch in analogem MPEG-1, daß ältere DVD-Player ohne automatische A/D-Umschaltung zum Mut(e)tanten macht, sind einfach unterste Schublade. Der Film entbehrt jeglicher Dynamik und ist zudem noch sehr centerdominant, was allein schon den Aufbau einer vernünftigen Räumlichkeit einschränkt. Schade, der Film hätte ein besseres Budget verdient. --movieman.de
VideoMarkt
Neo-Tokio im Jahre 2019. Die Motorradgang um Kaneda und Tetsuo gerät versehentlich in eine Transaktion der Polizei, die ein geflohenes Probandenkind verfolgt. Tetsuo, der über außergewöhnliche PSI-Fähigkeiten verfügt, wird verletzt und abtransportiert. In einem parapsycholgischen Experiment versuchen korrupte Politiker und Wissenschaftler, das Projekt Akira, das einst die Zerstörung Tokios auslöste, mit Tetsuo als Mittler für sich nutzbar zu machen. Aber Tetsuo flippt im Machtrausch aus und versucht den eingefrorenen Akira zu reaktivieren. Nachdem er einen Freund tötet, stellt sich auch Kaneda gegen Tetsuo. Zu spät: Tokio wird in gleißendes Licht gehüllt, Tetsuo/Akira katapultiert sich in eine andere Dimension.
Video.de
1982 schuf der japanische Comiczeichner Katsuhiro Otomo die Comicreihe "Akira", deren fünf Bände binnen kürzester Zeit zum Kultobjekt avancierten. 1988 begann er, den Stoff mit einem Budget von sieben Millionen Dollar in einen Erwachsenen-Zeichentrickfilm umzusetzen, wie es ihn noch nicht gab. Der Zuschauer wird mit einem wahren Bilderrausch-Powerplay im Post-Cyberpunk-Ambiente bombardiert, dem man sich unmöglich entziehen kann. Otomos bis ins kleinste Detail präzise Zeichnungen künden von einem beklemmenden urbanen Alptraum zwischen "Blade Runner" und "Denn sie wissen nicht was sie tun". Ein adrenalingeschwängerter, actionreicher und oft spektakulärer Geheimtip!
Blickpunkt: Film
Neo-Tokio 2030: Eine actionhungrige Motorradgang von Cyberpunks schliddert in einen Strudel geheimpolitischer Intrigen. Ungeheuer farbenprächtiges und explizit gewalttätiges SF-Animationswerk, mit ausgeprägten Parallelen zu "A Clockwork Orange" und "Blade Runner".
Kurzbeschreibung
Auferstanden aus der Asche des Dritten Weltkriegs, wurde Neo-Tokyo zu einer gefährlichen, von Verbrechern heimgesuchten Megalopolis. Die korrupte Regierung hat nur scheinbar Kontrolle über das mächtige Militär, das das Chaos zu verhindern versucht und die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit vertuscht. Die Freunde Tetsuo und Kaneda stolpern über das dunkelste Geheimnis von Neo-Tokyo, als ihre Motorradgang auf einen seltsamen Jungen mit greisenhaften Zügen stößt. Auch Tetsuo wird gefangen genommen und Experimenten ausgesetzt, die ihm übernatürliche Kräfte verleihen. Doch diese geraten außer Kontrolle, und er lehnt sich gegen die Welt auf, die ihn unterdrückt hat! Niemand kann seine destruktive Kraft aufhalten... außer Kaneda und der letzte Junge, der Tokyo zerstörte - Akira...