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Akira Kurosawa: Ikiru - Einmal wirklich Leben (DigiPack)
 
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Akira Kurosawa: Ikiru - Einmal wirklich Leben (DigiPack)

Takashi Shimura , Nabuo Kaneko , Akira Kurosawa    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Takashi Shimura, Nabuo Kaneko, Kyoko Seki
  • Regisseur(e): Akira Kurosawa
  • Format: Dolby, Vollbild, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 8. Mai 2008
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 143 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00172HYYU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.687 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibung

Ikiru – Einmal wirklich leben

Einer der großen Klassiker von Akira Kurosawa im schönen Digipack in verbesserter Bildqualität.

Was bringt Millionen Menschen auf der Welt dazu, sich tagtäglich in einen Apparat sperren zu lassen? Die Frage nach dem Warum stellt sich keiner mehr. Das Leben ist eine Bürokratie. In dieser ist auch Kanji Watanabe (Takashi Shimura) gefangen, ist seit 20 Jahren ein fester Bestandteil im Regierungsapparat seiner Heimat. Als ihm gesagt wird, dass sein Körper von Krebs zerfressen ist und ihm maximal noch ein halbes Jahr seines Lebens verbleibt, wacht er auf. Dieses Erwachen ist schmerzhaft, denn in ihm reift die Erkenntnis, dass hinter all seinem Tun eine totale Sinnlosigkeit steht. Er hat für nichts gelebt, wird keinen Eindruck hinterlassen. Seine Frau ist lange vor ihm verstorben und der einzige Lebensinhalt seines Sohnes scheint die Sorge um sein späteres Erbe zu sein – von trauter Familie oder gar Liebe gibt es keine Spur in Watanabes tristem Leben. Er unternimmt den verzweifelten Versuch, sich mit seinem Geld ein bisschen Glück zu erkaufen, in Spielhöllen oder bei Prostituierten vielleicht. Doch auch das kann ihm kein Gefühl der Erleichterung verschaffen. Ein kleiner Lichtblick ist die Begegnung mit der jungen Toyo, einer ehemaligen Arbeitskollegin, die ihren Job aufgeben hat. Diesen Mut kann Watanabe nur bewundern. Toyo arbeitet jetzt für einen Spielzeughersteller und freut sich an jedem neuen Tag darauf, etwas zu tun, was andere Menschen glücklich macht. Wenn ihm doch auch nur etwas einfallen würde, mit dem er sein Leben mit einem letzten, aber dafür eindrucksvollen Zeichen beenden könnte. Und Watanabe findet tatsächlich eine Möglichkeit. Unter den unzähligen Beschwerden und Anträgen, die er als kleiner Schreibtischtäter in all seinen Dienstjahren verschleppen musste, befand sich auch der Wunsch nach einem Spielplatz in einem der ärmeren Stadtteile. Mit all seiner Kraft beginnt Watanabe nun, für dieses Vorhaben zu kämpfen. Aus einem Rädchen im Getriebe wird plötzlich das entscheidende Sandkorn. Mit seinem Wissen um bürokratische Vorgänge, dem Mut der Verzweiflung und einem Leuchten in den Augen beginnt er zum ersten Mal in seinem Leben für etwas zu kämpfen. Da er niemandem von seiner Krankheit erzählt hat, beginnen Familie und Kollegen schon bald an seinem Geisteszustand zu zweifeln. Bis sie eines Tages an seinem Grab stehen. Nun ist ihnen zwar klar, was Watanabe so beflügelt hat. Doch diese Erkenntnis ist störend. Es verunsichert alle, die mit ihm zu tun hatten. Denn auch wenn er nur hinter vorgehaltener Hand für seine letzte Tat gelobt wird, zwingt es doch jeden einzelnen dazu, über das eigene Verhalten nachzudenken.

Genau darauf hatte es der japanische Regisseur Akira Kurosawa (1910 – 1998) abgesehen. Seine Filme sind stets Parabeln, in denen sich der Zuschauer leicht wieder findet, die ihn aber auch zwingen, Stellung zu beziehen. Das sich die Bürokratie seit 1952, dem Erscheinungsjahr von „Ikiru – Einmal wirklich leben“ noch weiter verschlimmert hat, sollte jedem bewusst sein. Kurosawa erschafft mittels des Ausnahmeschauspielers Takashi Shimura in dieser Misere allerdings einen wahren Helden, der mit dem gängigen Hollywood-Klischee nichts gemein hat. Sein Appell richtet sich an den Zuschauer, an die eine Tat im Leben jedes Einzelnen, die eine Veränderung hervorrufen kann. Nicht über den verlockenden Weg des „Superstars“, wie er heute gerade in Mode ist. Intensiv vermittelt Kurosawa stattdessen, was es bedeutet, sich einmal für etwas einzusetzen und diesen Weg gegen allen Widerstand zu verfolgen. Die Eindringlichkeit, mit der er diesen Ansinnen propagiert, werden jeden Zuschauer berühren und vielleicht entsteht aus genau diesem Gefühl der dringende Wunsch in uns, auch einen kleinen Teil der Welt zu einem besseren Ort zu machen, auch wenn das bedeutet, mal nicht im gewohnten System zu funktionierten.

Die DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch sowie in der japanischen Originalversion mit deutschen Untertiteln.

Produktbeschreibungen

IKIRU - EINMAL WIRKLICH LEBEN

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von O.S
...sollte man Ikiru wählen!
Denn was Akira Kurosawa hier abliefert ist der warscheinlich menschlichste und ergreifenste Film aller Zeiten.
Zur Story muss man eigentlich nicht viel sagen, da diese ja auf dieser Seite großartig zusammengefasst wurde. Ich kann nur sagen, dass es keinen Film gibt, der mich jemals so berührt hat wie Ikiru. JEDER Mensch auf der Welt sollte diesen Film kennen und selbst wer sonst keine asiatischen Filme mag, wird dieses Werk lieben.(Außer natürlich man mag nur 08/15 Actionfilme)
Es ist auch egal wie Alt man ist. Am besten ist es wohl den Film so früh wie möglich zu schauen.(Ich selbst bin 19!)

Vorallem überzeugen die immer wieder auftretenden Lichtblicke in der eigentlich sehr traurige Geschichte. Die Szenen in denen Hauptfigur Watanabe z.B auf Partys ist oder mit seiner Arbeitskolegin zusammen sind und er plötzlich merkt was er in seinen bisherigen Leben verpasst hat sind absolut wunderschön und die "Schaukelszene" ist einfach unvergesslich.
Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern sondern nur zu staunen: Takashi Shimura spielt hier wohl die beste Rolle seines Lebens und das ist auch wichtig. Denn hätte irgend ein japanischer Durchschnitts-Schauspieler die Rolle übernommen, währe die Wirkung einfach nicht die selbe. Er spielt die Rolle in absoluter Perfektion und die Nebendarsteller sind auch ohne Ausnahme genial!

Zur DVD(identisch mit der alten): Sie ist leider nicht grad toll. Es gibt kein Bonusmaterial und Bild und Ton sind schwach.
Die deutsche Synchronistion ist sehr gut. Ich empfehle allerdings den Film in O-Ton anzuschauen, weil das ewige Tonspurwechseln in den letzten 45 Minuten (auf Grund der fehlenden Szenen) einfach nervt!
Am besten ist natürlich sich gleich die ganze Kurosawa-Box zu kaufen, da alle Kurosawafilme genial sind!

Also: Schaut den Film, gebt euren Leben einen Sinn und habt Spaß. Ihr habt dafür garantiert mehr Zeit als Watanabe!
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
für mich ein Fehlkauf 8. Februar 2009
Eigentlich hatte ich die DVD in der Absicht gekauft, nun eine deutschsprachige Version zu besitzen, die ich mit Anderen zusammen anschauen oder als Empfehlung ausleihen kann.
Allerdings ist die Übersetzung in meinen Augen mehr als fragwürdig. Natürlich besteht immer ein bestimmter Ermessensspielraum, da man nicht alle Aussagen genau übersetzen kann bzw. eine wörtliche Übersetzung nicht immer einen Sinn ergibt. Jedoch wurde hier bei der Übersetzung ins Deutsche oftmals Inhalte weggelassen, verdreht oder durch andere Inhalte ersetzt, die im japanischen Original garnicht gesagt wurden. Das, meiner Ansicht nach, beste Beispiel dafür ist der Name des Liedes, das der Protagonist Herr Tanabe (der eigentlich Watanabe heisst, aber das ist jetzt auch nicht mehr wichtig) erst in der Bar (also am Tag, als ihm vermittelt wurde, dass er Krebs hat) und später auf der Schaukel sitzend (kurz bevor er stirbt) sinkt. Dieses Lied, was für mich inhaltstragend ist, "inochimijikashi" (sinnbildlich "das Leben ist kurz") wird im Deutschen mit "duftende Blumen" übersetzt, was überhaupt nicht mehr traurig erscheint.
Desweiteren ist auch zu bemängeln, wie die Inhalte durch die Sprechweisen dargestellt werden: z.B. im Original spricht er abgehackt, nach Wörtern suchend, aber im Deutschen spricht er durchgehend flüssig.
Durch all dies wird natürlich die ursprüngliche Atmosphäre zerstört und es wird ein Film, den ich neben "Tokyo Monogatari" von Ozu Yasujiro zu den anrührendsten japanischen Klassikern zählen würde, mehr oder weniger "verschnitten".
Dass die Synchronisation oft auch mitten im Gespräch aussetzt und nur ein Untertitel eingeblendet wird (ausgerechnet bei der Trauerfeier, wo alle betrunken durcheinander reden, wird zum Untertitel gegriffen), setzt dem Ganzen die Krone auf. Billig produziert? Man hätte besser mehr in die Übersetzung investieren und auf die Synchonisation (die ja auch nicht vollständig erfolgt) verzichten sollen. Denn nebenbei gesagt schafft es kaum eine Synchonisation alle Inhalte in eine andere Sprache zu übertragen.

Bleibt nur noch zu sagen: Schade.

Noch ein Zusatz: auf meiner DVD gibt es keine englische Version (wie in der Produktinformation beschrieben), dafür aber eine Japanische (die deutschen Untertitel sind hier natürlich nicht ausblendbar)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schöner, ruhiger Film 3. September 2011
'Ikiru' ist ein wirklich guter Film, vor allem, weil sich beim Erzählen viel Zeit genommen wird, er in schönen Bildern gefilmt ist und auch interessante Einblicke ins Japan vor rund 60 Jahren bietet.
Die Darsteller sind allesamt überzeugend, allen voran Hauptdarsteller Takashi Shimura. An der interessanten Film- und Erzählweise merkt man, dass Akira Kurosawa am Werk war und auch heute noch sind sowohl Story, als auch ebendiese Filmweise keineswegs antiquiert.

Eine kleine Enttäuschung ist die DVD, die etwas schlechter als andere Veröffentlichungen der Akira Kurosawa Reihe von KSM (wie zum Beispiel 'Yojimbo' und 'Sanjuro') ausfällt: das Bild ist zwar scharf, leidet aber unter kleinen Rucklern und Verschmutzungen (sicherlich altersbedingt, meiner Meinung nach hätte man hier aber noch mehr rausholen können).
Den Film habe ich im japanischen Original (sehr zu empfehlen) gesehen. Weshalb man die Untertitel hier nicht ausblenden kann, in der deutschen Fassung hingegen überhaupt keine auswählbar sind, verstehe ich nicht. Auch sind sie nicht hunderzprozentig komplett und enthalten verhältnismäßig viele Rechtschreibfehler.
Bonusmaterial wäre sicherlich interessant gewesen, ist aber nicht vorhanden.
Die Freigabe ab 16 Jahren ist völliger Unsinn, aber es gibt Schlimmeres.

'Ikiru' ist ein sehr schöner, sehr ruhiger Film, dem diese DVD nicht ganz gerecht werden kann.
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