Ich schreibe diese Rezension hier, da es die DVD "Leningrad Cowboys meets Moses" vom Aki Kaurismäki (1994) leider nicht als Einzel DVD wie "Leningrad Cowboys go America" bei Amazon Deutschland gibt. Zur "Total Balalaika Show" will ich mich hier nicht äußern, da ich Sie nicht gesehen habe. Zu "Leningrad Cowboys Go America" verweise ich auf meine Kritik auf der Einzel DVD.
"Leningrad Cowboys meets Moses" ist die ebenso geniale Fortsetzung des Kultfilms "Leningrad Cowboys go America".
Vladimir hat sich umbenannt in Moses und ist seine (Schein-)Heiligkeit in Person. Als er auf seine alte Band trifft, die sich dem mexikanischen Lebenstil extrem assimiliert hat, entschließt er sich die Band zurück in die Heimat zu bringen. Obwohl Moses vordergründig sehr gläubig ist, ist sein größter Wunsch ein besonderes Souvenir von Amerika mitzubringen. Was bietet sich hier mehr an als die Nase der Freiheitsstatute (Obelix beim Klettern auf der Sphinx läßt grüßen). Das macht ihn natürlich zur "Persona non grata" und ruft den CIA auf den Plan. Auf ihrem Weg zurück in die Tundra durchqueren die Cowboys Europa (Frankreich, Deutschland, Tschechoslowakei, Polen, UDSSR). Hier geschehen viele dubiose Dinge. Wieder ist viel hintergründiger Witz versteckt. Moses auf einem typischen RAF Plakat (neben Christain Klar, Brigitte Monhaupt etc) in Deutschland oder Moses beim Gang übers Wasser sind nur einige Beispiele. Man muss schon genau aufpassen um alle Gags mitzubekommen. Dadurch kann man den Film immer wieder ansehen ohne das es langweilig wird. Man wird immer mehr Schmankerl entdecken.
Meistens gehen Fortsetzungen in die Hose. Hier ist ein Beispiel, dass es nicht zwangsläufig so sein muss. Eine abgefahrene Fortsetzung. Einfach genial.