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Airen: Strobo
 
 
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Airen: Strobo [Broschiert]

Airen , Bomec , alle3
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Produktinformation

  • Broschiert: 170 Seiten
  • Verlag: Sukultur; Auflage: 2 (Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941592068
  • ISBN-13: 978-3941592063
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 261.150 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Das Unerträgliche erträglich machen«, beschreibt Airen den Morgen, als er auf einer Afterhour mit drei Unbekannten zu sich kommt, »darum geht es doch im Leben.« Airen hat fünf verschiedene Drogen im Blut, wird sich gleich mit Valium in den Schlaf zwingen und später gefühllosen Sex mit einer alten Bekannten haben. Im Laufe des Buches wird Airen zweimal verhaftet, sitzt elf Tage im Gefängnis, verkauft Drogen auf der Loveparade, nimmt beinahe am Berliner Firmenlauf teil, hat Sex mit Frauen, Männern, Prostituierten und Transsexuellen und arbeitet jeden Tag in einer Unternehmensberatung. Der Blogger Airen hat zwei Jahre Berlin mitgeschrieben. Eine Zeit, in der sein Leben zwischen Wirtschaftsstudium und Gefängnis, zwischen Beratungsfirma und Darkroom nur zwei Konstanten kennt: Techno und Drogen. Wie lebt es sich im Techno-Fieber? Wie sieht das Leben eines Menschen aus, der nach zwei Tagen Party am Montag wieder zur Arbeit geht? »Airen hat den Kontrastregler seines Lebens voll auf rechts gedreht«, schreibt der Münchner Autor Deef Pirmasens. Er vertonte in seinem Podcast »Die Gefühlskonserve« das »Strobo«-Kapitel »In der Hölle« und wurde u.a. dafür mit dem internationalen »Best of Blogs«-Award der Deutschen Welle ausgezeichnet. »Strobo« ist ein im Rausch geschriebenes, schonungslos ehrliches, hartes und intensives Werk. Die Spirale aus Ekstase und Ernüchterung, aus Party und Zusammenbruch dreht sich für Airen immer schneller ... Am Ende scheint es für ihn nur noch einen Ausweg zu geben: Mexiko.

Über den Autor

Airen, geboren 1981, aufgewachsen in Bayern, Abitur 2001, Bachelor of International Business Administration 2006, absolvierte nach dem Studium ein Praktikum in einer Unternehmensberatung in Berlin. Nach zwei Jahren in Mexiko lebt und arbeitet er heute wieder in Berlin. Seit 2004 veröffentlicht er regelmäßig Texte auf airen.wordpress.com. »Strobo« ist Airens erster Roman.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

83 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Strobo verité, 4. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Airen: Strobo (Broschiert)
Schon etwas weird, am Strand zu liegen, das einzige Geräusch Wellenrauschen und Möwengeschrei, und dazu Airens Strobo zu lesen. So ab Mitte des Buches kannte ich die Texte bereits aus seinem Blog, aber die erste Hälfte war mir neu. So, wie es aufgebaut ist, beschreibt das Buch eine Drogenkarriere, aber mehr und nicht weniger. Es beginnt mit Bongrauchen, dann kommt die Partysucht, zu der zwangsläufig, so liest es sich, der Partydrogengebrauch hinzukommt. Das Partyleben und der damit in Verbindung stehende Konsum, beginnen das Arbeitsleben zu beeinflussen und hier wird der Absturz zum scheinbar freien Fall. Aber der wird immer wieder gebremst, irgendwie geht es immer weiter.

Was Airen beschreibt, ist mir, von der Partysucht mal abgesehen, nicht unbekannt. Bei Airen ist nur alles etwas krasser. Selbst ohne ihn persönlich zu kennen, dürfte klar werden, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt - hier ist nichts erfunden - sondern um einen Bericht. Airen hat in seinem Schreiben die Gabe der Beobachtung und die Distanz zur Scham - die ist ihm nicht fremd, aber er wagt, sie zu thematisieren. Seine Sprache ist packend. Schonungslos. Noir.

Für manche mag das Leseerlebnis ein Aufgeilen am fremden Erlebten sein und die Sehnsucht kitzeln, etwas zu tun oder geschehen zu lassen, was einen von der Masse abhebt. Sich dem Rausch hinzugeben. Christiane F. hat sicherlich auch einiges für die Popularität von Heroin-Gebrauch getan. "Strobo" ist ganz sicher ein gefährliches Buch. Gefährlich, ehrlich und sehr sehr gut.

Es sind nicht so sehr die Geschehnisse in "Strobo", die Eindruck hinterlassen, sondern die nüchterne Fähigkeit, den Rausch in klare Worte zu fassen, mit der Airen auch ganz andere Erlebnisse oder Geschichten in Worte kleiden könnte.

Was als Aufschreiben von Erlebnissen und der Veröffentlichung in der Flaschenpost Internet begann, hat nun seinen Weg in die (vermeintlich) echte Literatur gefunden. Insofern ist Airens Buch auch richtungsweisend für Verlage. Gebloggtes Wort ist nicht minderwertig, nur weil das Medium den Buchdruckern merkwürdig vorkommt. Airens Literatur hat es jetzt zwischen Buchdeckel geschafft. Ich hoffe, dass das der Beginn einer langen Karriere für ihn als Autor und ein Startschuss für andere bloggende Literaten ist.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen das original, 26. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Airen: Strobo (Broschiert)
dieses buch ist keine hohe literatur. keine endlos langen pseudo-intellektuellen schachtelsätze. keine neu erfundene sprache. und trotzdem oder gerade deshalb so unheimlich gut. hier schreibt jemand - ganz offensichtlich - unzensiert und ganz pur ein echtes - wenn auch außergewöhnlich exzessives - leben nieder. hier steht das erlebte im vordergrund. das, was passiert. und nicht die art, wie es in worte gefasst wurde. in jedem seiner sätze vibriert berlin. auf so wundervolle atemlose art und weise. und trotzdem blitzen zwischen all dem exzess, all dem sex, all den drogen, all dem absturz seltsam schöne, poetische gedanken auf. und man kann ahnen, welch sensibler mensch dahinter steckt.

ich habe ganz bewusst zuerst strobo gelesen - nein VERSCHLUNGEN - und erst danach die kopie axolotl roadkill zur hand genommen. mir bleibt nur zu sagen: das original ist um längen besser. weil authentisch. weil eigenartig bescheiden. weil so viel lebendiger.

ich verneige mich. vor der intensität dieses lebens. vor diesem zerbrechlich wirkenden schattenmann. danke, airen. :) ich freue mich auf das neue buch.
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Roaring Twenties und die Spätpubertät, 16. Februar 2010
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Airen: Strobo (Broschiert)
Das ist ein Buch über ein Lebensgefühlt. Die roaring Twenties der Spätpubertät schildert Airen in Berlin, in der Techno Szene, im härtesten Club Deutschlands dem Berghain.

Egal, was morgen wird, scheiß auf die all die Vernunft, lebe, erlebe. Keine Droge auslassen, keine Party, die Musik fühlen. Der Autor nimmt uns mit, weil er einfach so gut schreiben kann. Das hier ist keine Betroffenheitsgeschichte voller Gesülze, auch keine Lebensbeichte, sondern ein Roman über ein Lebensgefühl. Und auch, wer absoluter Drogen- und Technoabstinenzler ist, kann das nachvollziehen. Weil der Text den Leser in dieses Leben hineinzieht. Wer hat mit fünfundzwanzig nicht auch geglaubt, dass er was versäumt, wenn er die nächste Party sausen lässt? Wer hätte nicht an sich gezweifelt, an seinem Beruf, an der Zukunft? Momente absoluten Glücksrausch wechseln mit denen absoluter Verzweiflung.

Und Verzweiflung gibt es oft. Manche wilde Drogeneinnahme wirkt, als wolle Airen sich selbst verletzen, nur um sich selbst zu spüren. Es schmerzt, also bin ich.

Airen bewertet nicht, er schildert dieses Leben. Was davon zu halten ist, muss jeder Leser selbst entscheiden. Er ist auch kein verwahrlostes Wohlstandkid, das (schnüff, seufz) nun auf die schiefe Bahn geraten ist. Tagsüber arbeitet er in einer Unternehmensberatung. Nicht am Bahnhof Zoo.

Das ist eins der Dinge, die auffallen. Wie normal die Menschen sind, wie gut er sie schildert, den Schatzmeister eines Finanzverbandes und all die anderen, die trotz Drogen ihre normale Beschäftigung haben.

Die erzählt uns Airen aber nicht. Was er tatsächlich beruflich in dieser Unternehmungsberatung gemacht hat, bleibt im Dunkeln. Vielleicht ist es gerade diese nebulöse Arbeit - was mache ich eigentlich? - die seinen Erlebnishunger befeuert. Zwar gehen Botschafter in den Räumen ein und aus. Aber was tun sie dort? "Die meisten Manager haben nicht mehr drauf als Ego-Spielchen und Anglizismen. Ich spiele mit".

Auffällig auch der getriebene Sex. Die ständige Geilheit, meist mit Männern ausgelebt, aber er ist nicht schwul, betont er mehrmals. Vielleicht ist er es auch nicht. Denn Frauen kommen zwar sehr viel seltener vor, wenn, dann aber höchst problematisch. Das könnte Gefühl geben. Und davor hat er Angst. Oder will es vermeiden. Jeder Mann hat Angst vor Frauen.

Trotz aller Exzesse kann er seine bürgerliche Existenz aufrechterhalten kann, in Schlips und Krawatte zur Arbeit geht, ist nicht der abgefuckte Junkie, Auch das entspricht nicht unserer Vorstellung. Noch erstaunlicher, wie gut und genau er auch mit Drogen im Blut seine Erlebnisse im Nachhinein schildern kann.

Schade nur, dass es abbricht, dass man das Danach nur in Interviews mit dem Autor erfährt. Mittlerweile hat er sich doch noch verliebt und ist verheiratet. Auch Techno wird irgendwann dreißig.

Ein Buch, das mitnimmt, sprachlich sehr gekonnt, authentisch erzählt und ohne Gejammer, Entschuldigung oder Interpretationen. Sehr gut. Und fast möchte ich sagen: Schön, dass es abgeschrieben wurde. Nicht wegen dem Abschreiben - das ist ein Skandal, Intertextualität hin oder her -, sondern weil es dadurch Strobo endlich die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient. Auch wenn jetzt alle Literaturkritiker es niedermachen, weil sie das Plagiat hochloben wollen.

(C) Hans Peter Roentgen
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