FLUG
Der kleine zoopa 150 fliegt absolut stabil. Bewegt man den Gasknüppel nach vorn, steigt er brav senkrecht in die Luft und bleibt dort auf der Stelle wie angenagelt stehen. Es ist keine Autorotation (= unerwünschtes Drehen um die Hochachse) vorhanden und auch keine (Nach-)Trimmung im Flug erforderlich, wie dies bei anderen Modellen so oft beschrieben wird. Die Steuerung im Schwebeflug ist relativ präzise möglich, durch die hohe Eigenstabilität ist allerdings bei der Beschleunigung in den Vorwärtsflug ein geringfügiger Widerstand zu überwinden, der am Anfang dazu führt, dass man das Modell zu stark nach vorn drückt (nicken). Der Heli schwingt dann leicht zurück, sodass die Flugbahn wellenlinienförmig verläuft. Mit etwas Übung lässt sich dies aber ausgleichen, insbes. der im Turbo-Modus stärkere Heckrotor für die Nickfunktion kommt einem hier zu Pass. Mit etwas Übung entsteht dann auch bei größeren und schnelleren Rundflügen im Raum ein ziemlich realistisches Flugbild.
Besonders schön ist der "Tischflug" auf einem leer geräumten Schreibtisch und die Übung, in einem 10x10-cm-Quadrat (alternativ auch auf einem zugeklappten Notebook etc.) zu landen. Zum schönen Flugbild im Schwebeflug trägt der wertige Aufbau mit dem liebevoll verschraubten Alu-Gestell, den realistischen Kufen, die edel-schwarzgummierte Pilotenkanzel und nicht zuletzt die besonders im Nachtflug respekteinflößende starke Front-LED, die beim Flug auf Augenhöhe etwas blendet, bei. Wer freilich bereits das "echte" Hubschrauberfliegen mit 4-Kanälen bspw. am Simulator erlernt hat, wird gelegentlich das Querruder (rollen) vermissen (siehe dazu den Tipp ganz unten). Jedoch lässt sich dies etwas ausgleichen, indem man den Heli flugs in die Richtung dreht, in die er abzudriften droht, und dann mit kurzen Stößen vorwärts/rückwärts gegensteuert.
TECHNIK
Mit der verlässlichen 2,4-GHz-Funkfernsteuerung (keine störanfällige, unpräzise Infrarot-Steuerung), dem robusten, praktisch unzerstörbaren Aufbau aus Metall und Kunststoff (der Heli hat trotz vieler Kollisionen mit Möbel bisher keinen Schaden genommen) und dem schönen Flugbild ist der Hubschrauber das ideale Einsteigermodell. Das USB-Ladekabel (Nr. AA0121, unbedingt separat dazu bestellen!) mit automatischer Abschaltung lädt den Akku zuverlässig am USB-Port auf und erspart das ständige Laden der Sender-Akkus (ideal etwa für's Büro). Bei der zuvor erwähnten, stromsparenden Übung des dichten Schwebens über einem Tisch beträgt die Flugzeit bei meinem Exemplar stolze 10 Minuten (!).
FAZIT
Insgesamt ist es für die gebotene Ausstattung und Qualität ein preis*wertes* Modell, es lohnt sich, die paar (wenigen) Euros mehr zu investieren, da der Flugspaß und die Freude ungleich größer sind als bei den Billigst-Modellen.
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Tipp: Wer mit diesem Modell seinen Einstieg gefunden hat, kann mit dem Blade mcx2 auf ein Indoor-Modell mit 4-Kanalsteuerung aufsteigen, dieses am besten ohne Sender in der "Bind'n'Fly"-Variante beschaffen (E-Flite Blade mCX2 BNF) und mit einer Mode-4-fähigen Steuerung wie "DX4e 4 Kanal Sender Mode 2/4" betreiben (gibt's im Modellbauhandel). Es bleibt die rechts-links- (gieren) und vorwärts-rückwärts-Steuerung (nicken) dann auf dem rechten Knüppel, links muss lediglich die Querbewegung (rollen) neu gelernt werden. Die Mode-4-Belegung des Senders ist im Heli-Bereich leider wenig verbreitet, dieser Modus erlaubt aber einen problemlosen Wechsel sowohl zwischen den 3-Kanal- und 4-Kanal-Hubis wie auch zwischen Flugmodell und Hubschrauber, da Höhen- und Seitenruder einheitlich auf dem rechten Knüppel liegen (also kein Umlernen).