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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eigenständiger, erdiger Folk-Metal,
Rezension bezieht sich auf: Aio (Audio CD)
Wer Metsatöll noch nicht kennt, dem sei das als Hinweis gegeben:Vier estische Mannen bilden diese Band, die einen wuchtigen Metalsound gespickt mit Folk-Instrumenten (Sackpfeifen, Flöten) und erdigem Klargesang bieten - diesen übrigens nur in der Landessprache. Das ganze wird in einem eigenständigen Klang präsentiert, mit ordentlichen rhythmisch progressiven Elementen. Das wird auch auf diesem Album geboten, wobei gerade die erste Hälfte recht gewöhnungsbedürftig ist und vermutlich nicht jedermanns Geschmack (insbesondere durch die Flötenmelodien). Die zweite Hälfte (ab "Kuni Pole Kodus, Olen Kaugel Teel", einem Akkustiklied) ist da eingänger und gefällt mir nicht minder. Folk-Metal-Fans, die sich nach Abhebung vom Einheitsbrei sehnen, sollten in diese Band unbedingt reinhören. Anspieltipp: Vaid Vaprust (inkl. Video zu finden) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Rustikaler Folkmetal aus Estland,
Von Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Aio (Audio CD)
Estland ist ein ziemlich weißer Fleck auf der schwermetallischen Landkarte. Ganze 143 Bands listen die Metal-Archives lediglich. Die bekanntesten und wohl größten einheimischen Helden sind dabei Metsatöll. In unseren Breitengraden ist man zuletzt als Vorband von Ensiferium aufgeschlagen, aber ansonsten fiel man nicht besonders auf. Dabei hat man mit "Curse upon iron", der großartigen Vertonung eines einheimischen Chorwerks, 2007 ein ziemliches Highlight veröffentlicht. Mit "Äio" legt man allerdings wieder ein "normales" Album vor - das vierte übrigens.Und darauf zu hören gibt es kantigen und handfesten Folkmetal. Während der Grundsound voll im traditionellen Metal fußt, klingen Metsatöll nicht zuletzt durch die estnischen Folkloreinstrumente (u.a. Kantele, verschiedene Dudelsäcke und Flöten) und die Verwendung ihrer Heimatsprache nicht unwesentlich skurril. Gerade die Ähnlichkeit zur finnischen Sprache und der entsprechende Gesang lässt einen anfangs schmunzelnd an Eläkeläisät denken. Dabei klingen die heroischen Geschichten der Band alles andere als heiter, sondern rustikal und kämpferisch, während im Hintergrund satte Riffs und pumpende Bässe das Geschehen dominieren. Der Metalanteil alleine wäre gar nicht so aufsehenerregend und gewinnt erst mit den Folkelementen und mehrstimmigen Gesängen seinen Reiz und macht Schlachthymnen wie "Tuletalgud" und "Vägi ja võim" zu feinen Songs. Um Abwechslung ist man zwar bemüht, pflügt aber meistens im Midtempo durch das Album. Mit "Kuni pole kodus, olen kaugel teel" gibt es derb gesungenen A Capella-Folk und "Jõud" beschließt "Äio" harmonisch fließend. Dazwischen serviert man jede Menge mitreißende und einfallsreiche Spielereien. Anfangs ist "Äio" etwas gewöhnungsbedürftig und entfaltet erst nach mehrmaligem Hören seine Qualitäten. Einige Songs wollen aber trotzdem nicht wirklich zünden. Ein wenig kürzer, wäre die Platte ein richtiges Highlight geworden. Aber auch so können Metsatöll ziemlich gefallen. Folk- und Paganfans die mal etwas anderes wollen, sollten mal reinhören! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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