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Aimée und Jaguar: Ein Liebesgeschichte, Berlin 1943: Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943 [Taschenbuch]

Erica Fischer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

16. März 2005
Lilly Wust und Felice Schragenheim lernen sich 1942 in Berlin kennen. Für beide ist es die große Liebe. Doch Felice ist Jüdin; 1944 wird sie nach Theresienstadt deportiert. Einmalige Sonderausgabe
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 313 Seiten
  • Verlag: KiWi-Paperback; Auflage: 2 (16. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462034995
  • ISBN-13: 978-3462034998
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 298.290 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Im Jahre 1991 lernt die Schriftstellerin und Journalistin Erica Fischer die damals 78jährige Lilly Wust kennen. Die außerordentliche Biographie dieser alten Frau beeindruckt und fasziniert sie so sehr, daß sie beschließt, aus den nur so hervorsprudelnden Erzählungen der Lilly Wust ein Buch zu schreiben.

Bis zum Jahr 1942 führt die 29jährige Lilly Wust das -- soweit in Kriegszeiten möglich -- unbeschwerte Leben einer ganz normalen deutschen Hausfrau und Mutter dieser Zeit. Sie heiratet, bringt in kürzester Zeit vier Kinder zur Welt, erhält das Mutterkreuz und ist damit beschäftigt, den Haushalt mit den zugewiesenen Lebensmittelkarten so gut wie möglich zu führen, während ihr Mann -- ein kleiner Bankbeamter -- an der Front ist. In der Wohnung hängt, wie in vielen anderen Wohnungen, ein Porträt Adolf Hitlers und ihr Weltbild ist hauptsächlich durch die regelmäßige Lektüre des Völkischen Beobachters geprägt.

So ist sie sich ganz sicher, daß sie einen Juden schon von weitem riechen kann, denn die sind sowieso an allem Unglück schuld. Diese Einstellung erstaunt ihr Pflichtjahrmädchen Inge Wolf sehr. Hat sie doch bei sich zuhause die untergetauchte Jüdin Felicitas Schragenheim versteckt. Felicitas darf sich bei Tag nirgends sehen lassen, da sie zwischenzeitlich steckbrieflich gesucht wird. Doch die Erzählungen von Inge Wolf aus dem Haushalt der Wusts amüsieren sie so, daß sie es einfach wissen will. So besucht die elegante Felicitas die Familie Wust. Was vorher niemand ahnen kann geschieht: Lilly und Felicitas verlieben sich unsterblich ineinander. Lilly ist bereit, ihren Mann und die Kinder Hals über Kopf zu verlassen, um ein gefährliches und unsicheres Leben an der Seite von Felicitas, ihrer geliebten "Jaguar", zu führen. Der Liebe der beiden Frauen ist jedoch nur eine kurze Zeit gegönnt. Am 21. August 1944 werden die beiden Frauen in ihrer Wohnung von der Gestapo erwartet. Felicitas wird in das KZ Theresienstadt gebracht und findet in Auschwitz den Tod.

Nach dem Krieg heiratet Lilly zwar noch einmal -- ihr Mann ist im Krieg gefallen -- doch die zweite Ehe war eine reine Zweckgemeinschaft und hielt nicht lange. Bis heute lebt Lilly Wust ihre große Liebe zu Felicitas; sie kann sie nicht vergessen. In zwei großen Koffern bewahrt sie alle Briefe, Gedichte, Tagebücher und Fotos von Felicitas auf.

Aus diesem Material hat die Autorin Erica Fischer ein wunderbares Zeitdokument geschaffen. Sie hat neben Lilly Wust noch andere Zeitzeugen zu Wort kommen lassen: Die Kinder Lillys, Freunde, Tagebuchnotizen, Fotos und Berichte aus der Tagespresse. Natürlich hat die Autorin auch immer wieder der verstummten Stimme Felicitas Schragenheims Worte verliehen. Vor allem mit Felicitas kann sich Erica Fischer besonders gut identifizieren.

Eine Schwierigkeit lag beim Schreiben des Romans mit Sicherheit an der verständlichen Glorifizierung, die Lilly mit dem Andenken und dem Nachlaß von Felicitas betreibt. Den feinen Unterschied zwischen Dichtung und Wahrheit zu ermitteln, war kein leichtes Unterfangen. Die lang vergangene Zeit hat das ihre dazugetan, die Erinnerung nicht mehr so verläßlich zu machen. Darüber hinaus hat Felicitas ein Leben geführt, das sie Lilly vollständig verborgen hat. Zu ihrem Schutz hat ihr Felicitas gar nichts über ihre Tätigkeit im Untergrund erzählt.

Aimée und Jaguar ist ein vielstimmiges Buch, das von einer großen Liebe zwischen zwei Frauen erzählt und den unendlichen Schwierigkeiten, diese Liebe zu leben unter den argwöhnischen Blicken von pflichtversessenen Nachbarn und einer Umgebung, die im Chaos versinkt. Es vermittelt ein sehr genaues Bild des Berliner Kriegsalltags und die Nöte und Sorgen der untergetauchten Juden. Diese hatten sich nicht nur vor den linientreuen Nazis zu fürchten, sondern auch vor der berüchtigten Jüdin Stella, die untergetauchte Juden an die Gestapo verriet, um die eigene Familie zu retten.

Erst am 22. September 1981 erhielt Lilly Wust das Bundesverdienstkreuz am Bande, weil sie von 1942 bis 1945 vier Jüdinnen in ihrer Berliner Wohnung versteckt hielt und versorgt hatte. Drei davon überlebten. Die Wirklichkeit ist phantastischer als jede Fiktion. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Das Buch, eine dichte Recherche von Fakten und Empfindungen, ist so ergreifend wie informativ." (Frankfurter Rundschau)

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5.0 von 5 Sternen taurig und schön 28. Juli 2000
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Eine Liebesgeschichte die Ihresgleichen sucht. Selten ließt man so eine bewegende Geschichte mit sehr dunkelem Ausgang, die dann noch Tatsache ist. Läßt sich sehr leicht lesen, macht hinterher und mittendrin sehr Nachdenklich. Ich mußte mir immer wieder diese Bilder ansehen, die Briefe lesen, die Zettelchen, die sich die Beiden geschrieben haben zeigt alleine schon, daß dies eine grenzenlose Liebe war. Leider eine sehr Kurze. Außerdem zeigt dieses Werk, daß es auch im Krieg soldidarisch zugehen konnte und man lernt auch als heterosexuell Veranlagter die "Anderen" verstehen. Kurzum- ein Buch, daß einem lernt, tolleranter zu sein
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes und gleichzeitiges trauriges buch 28. August 2005
Format:Taschenbuch
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich mich sehr viel mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetze und auch weil ich den Film zu diesem Buch kannte.

Wer dieses Buch einmal angefangen hat, kann es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Erinnerungen von Lilli Wust erzählen die Geschichte von ihr und Felice einfach hervoragend.
Sie zeigen diese schöne Liebe zwischen zwei Frauen, die eigentlich verboten ist.
Sie zeigen den Kampf der beiden füreinander.
Sie zeigen,dass sie auch in schweren Zeiten zusammenhalten können.
Und sie zeigen durch die Erinnerungen(Fotos,Tagebucheinträge) wie unglaublich stark diese Liebe in so einer schweren Zeit gewesen ist.
Aber sie zeigen auch den Schmerz und die Trauer als beide auseinander gerissen werden.

Schade das es für diese Liebe kein glückliches ende gegeben hat.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mitreißend, einfühlsam und sehr empfehlenswert 26. Dezember 2009
Format:Taschenbuch
"Aimée und Jaguar" ist eine abwechslungsreiche und bewegende Geschichte mitten im Kriegsgeschehen des 2. Weltkriegs. Da zu einem großen Teil anhand von Briefen und Tagebucheinträgen erzählt wird und Erlebnisse oft aus unterschiedlicher Sichtweise beschrieben werden, erhält man ein realistisches und glaubwürdiges Bild der Geschichte. Dabei kommt an keiner Stelle des Buches eine depressive oder resignierte Stimmung auf; stattdessen taucht man ein in eine kleine heitere Welt, die sich tapfer ihre Lebensfreude und ihren Humor ertrotzt. Die Geschichte steckt zwar voller heikler Themen, aber jedes einzelne macht die Handlung schöner, interessanter und mitreißender.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Aimee und Jaguar
Ich hatte mir den Film zu obigem Buch angesehen, war total begeistert. Tolle Schauspieler!! Gute Story (und auch
eine Wahre Geschichte). Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Desperado veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Guter Zustand, Buch lesenswert
Das Buch war in einem guten Zustand.
An sich ohnehin ein beeindruckendes Buch. Gerade wer den Film kennt, wird vom Buch umso mehr begeistert sein!
Vor 3 Monaten von Jule veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein bedrückendes Schicksal mit einem sehr häßlichen...
Dieser Lebensweg zweier unglaublich tapferer Frauen und deren gleichfalls ebenso tapferen Freunde zeigt das bürgerliche Leben in Berlin während der deutschen Nazizeit in... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von SD veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen furchtbar traurige aber schöne Liebesgeschichte
Das wohl traurigste Buch, dass ich bisher gelesen hab. Rund um die Liebesgeschichte wird auch der historische Hintergrung nicht vernachlässigt und die allgemeine Situation der... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Ally veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Traurig schön
Ich bin erst durch den Film auf das Buch gestoßen,weil ich den schon unglaublich traurig,aber auch sehr schön fand. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2010 von Lisa Seega
5.0 von 5 Sternen Muss Frau gelesen haben
Ich habe selten ein so einfühlsames und tiefgründiges Buch mit lesbischen Inhalt gelesen. Gut fand ich gerade auch den politische Hintergrund, der detaillierten Einblick... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2009 von Mara B.
5.0 von 5 Sternen Aimée & Jaguar
Ein Buch was sich wirklich lohnt zu lesen, keine erfundene GEschichte, sonder so geschildert wie erlebt. Ein Relikt aus der Zeit von der wir alle leider nichts mehr wissen wollen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. September 2009 von J. Dyba
4.0 von 5 Sternen Eine Liebe mit traurigem Ende
Das Buch "Aimee und Jaguar" hat mich aufgrund der wirklich sehr greifbaren KZ- und Judenthematik sehr berührt, andererseits habe ich die Entwicklung der Lilli Wust... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2001 von A. Rank
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur eine Liebesgeschichte im Berlin der 40er Jahre
Im September 1981 überreichte der Innensenator Lummer das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande an Lilly Wust. Lesen Sie weiter...
Am 8. Juli 1999 veröffentlicht
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